<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: TU ES PETRUS!</title>
	<atom:link href="http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/</link>
	<description>Antitotalitäre, ideologiekritische, islamkritische politische Essays</description>
	<lastBuildDate>Thu, 11 Mar 2010 09:39:51 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-2412</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2009 00:06:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-2412</guid>
		<description>@ Time:

&quot;Meine Anmerkungen mache ich daher weniger, um etwas wirklich Neues beizusteuern, sondern vielmehr deshalb, um meine Position darzustellen.&quot; - Dann will ich Dein flammendes protestantisches Bekenntnis auch nicht mit Gen&#246;le kontern  :grin:  und gr&#252;&#223;e Dich auch sehr herzlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Time:</p>
<p>&#8220;Meine Anmerkungen mache ich daher weniger, um etwas wirklich Neues beizusteuern, sondern vielmehr deshalb, um meine Position darzustellen.&#8221; &#8211; Dann will ich Dein flammendes protestantisches Bekenntnis auch nicht mit Gen&#246;le kontern  <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':grin:' class='wp-smiley' />   und gr&#252;&#223;e Dich auch sehr herzlich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: submarine</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-2410</link>
		<dc:creator>submarine</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2009 22:38:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-2410</guid>
		<description>&quot;denn unser Gott ist der EINE, der LIEBENDE, der G&#220;TIGE Gott.&quot;

Nicht ganz, lieber Time,
Gott fordert auch. Er fordert, dass man seine zehn (nur zehn) Gebote befolgt, sich wenigstens bem&#252;ht. 
Gott straft auch. Mit Recht. 
Aber, Gott l&#228;sst aber seine Gesch&#246;pfe niemals fallen. Gott f&#228;ngt den, der ihn sucht, auf. Immer. Verl&#228;sslich. Sicher und ohne jeden Zweifel.


@ Manfred, danke f&#252;r den vorz&#252;glichen Artikel. Aber die Antworten auf die Kommentare gefallen mir auch sehr gut. :wink:</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;denn unser Gott ist der EINE, der LIEBENDE, der G&#220;TIGE Gott.&#8221;</p>
<p>Nicht ganz, lieber Time,<br />
Gott fordert auch. Er fordert, dass man seine zehn (nur zehn) Gebote befolgt, sich wenigstens bem&#252;ht.<br />
Gott straft auch. Mit Recht.<br />
Aber, Gott l&#228;sst aber seine Gesch&#246;pfe niemals fallen. Gott f&#228;ngt den, der ihn sucht, auf. Immer. Verl&#228;sslich. Sicher und ohne jeden Zweifel.</p>
<p>@ Manfred, danke f&#252;r den vorz&#252;glichen Artikel. Aber die Antworten auf die Kommentare gefallen mir auch sehr gut. <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=':wink:' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Time</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-2408</link>
		<dc:creator>Time</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2009 21:00:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-2408</guid>
		<description>Hallo Manfred,

ein wie immer brillianter Aufsatz von Dir, kein Wunder, dass er einen ausf&#252;hrlichen und tiefsch&#252;rfenden Kommentarstrang hervorgerufen hat. Meine Anmerkungen mache ich daher weniger, um etwas wirklich Neues beizusteuern, sondern vielmehr deshalb, um meine Position darzustellen.

&quot;Offensichtlich ist niemand besser qualifiziert, &#252;ber die katholische Kirche zu schwadronieren&quot; als Nicht-Katholiken, meinst Du. V&#246;llig richtige Beobachtung mE., dieser &quot;Bei&#223;reflex&quot;, der &quot;chic&quot; sein soll, &#246;det mich auch an. Andererseits ist aber die Wahrnehmung sicher nicht falsch, dass die Kirche (und im besonderen die katholische) Wertungen bzw. Richtlinien zu allen Aspekten menschlichen Seins &#228;u&#223;ert (s. Netzklempnerin). Das wird in einer aufgekl&#228;rten Gesellschaft im Allgemeinen nat&#252;rlich nicht mehr unwidersprochen hingenommen, weil hier NICHTS mehr unwidersprochen hingenommen wird. 

Aus dem distanzierten Blickwinkel eines keuschen Menschen k&#246;nnen zB. sicher bedenkenswerte Urteile &#252;ber Ehe, Familie usw. gef&#228;llt werden, aber die wahren Kenner der Szene sind eben (zumindest AUCH, hihi) langj&#228;hrige Eheleute und Eltern. Anders als fr&#252;her ist der Anspruch auf ewige und einzige Wahrhaftigkeit f&#252;r die meisten B&#252;rger, die intelligent und hoch gebildet sind, nurmehr skuril. 

Sicher sollte &#252;ber theologische Grundlagen nicht &quot;abgestimmt&quot; werden, gleichwohl ist auch die Zeit der reinen Verk&#252;ndigung von oben vorbei. Freie Menschen f&#252;hren Diskurse und schlie&#223;en Kompromisse. Grade die Bibel ist ob ihrer Vielschichtigkeit in besonderem Ma&#223;e als einzigartige Gespr&#228;chsgrundlage, nicht jedoch als Gesetz- oder Zauberbuch geeignet. 

Du schreibst: &quot;Allerdings sorgt bereits die schiere Existenz der katholischen Kirche als der Kirche daf&#252;r, dass auch weiterhin die Protestanten darauf angewiesen sind, von der katholischen Kirche wenigstens als christlich, wenn auch nicht als Kirche anerkannt zu werden, umgekehrt aber nicht.&quot;

Ich meine, es ist richtig beobachtet, das das Anerkennungsinteresse eher von der protestantischen Seite ausgeht. Dies hat aber mE. auch damit zu tun, das die evangelische Kirche der katholischen nicht ihr Kirche-sein abspricht, dies aber umgekehrt - wie Du anzeigst - schon der Fall ist. Das ist der schwere Vorwurf der Usurpation. &quot;Angewiesen&quot;, nein, das stimmt sicher nicht, die nordamerikanischen und nordeurop&#228;ischen Christen w&#228;ren auch dann Christen, wenn die RKK untergehen w&#252;rde. Der Protestantismus/Reformation ist doch grade ein Projekt VORBEI an der RKK direkt zur&#252;ck auf JESUS!

&quot;Das ist nicht Arroganz, das ist die ehrliche Feststellung, dass man zwei grunds&#228;tzlich einander entgegengesetzte Begriffe von &#039;Kirche&#039; nicht mit ein und demselben Wort belegen darf.&quot; Ich meine, die evangelische Kirche darf sich durchaus Kirche nennen, nur sollte sie die Unterschiede zu den anderen deutlich machen, was ja auch geschieht, weshalb sie sich &quot;Evangelische Kirche&quot; nennt&quot;. ALLE christlichen Kirchen beziehen sich auf die EINE Bibel mit ihren beiden Testamenten, von denen das Neue Zeugnis ablegt &#252;ber JESUS, und DIESES Zeugnis ist f&#252;r  ALLE Christen verbindlich (Ganz anders liegt der Fall beim Mohammedanismus, der BEHAUPTET, eine Religion zu sein, der sich der Namen und heiligen Orte des Juden- und Christentums bedient, um dort seine schaurige Blutorgie zu zelebrieren: Das ist in der Tat Usurpation).

Wiki: &quot;Die gemeinsamen Grundgedanken der evangelischen Kirchen lassen sich durch die „vier Soli“ zusammenfassen:
- &#039;solus Christus&#039;: Allein die Person, das Wirken und die Lehre Jesu ist Grundlage des Glaubens.
- &#039;sola scriptura&#039;: Allein die Bibel ist Regel und Richtschnur des Glaubens (&#039;regula fidei&#039;).
- &#039;sola gratia&#039;: Allein die Gnade Gottes bringt Erl&#246;sung.
- &#039;sola fide&#039;: Allein der Glaube rechtfertigt vor Gott.&quot;

Da hast Du dann eben auch die Idee, dass &quot;die Kirche&quot; dort ist, wo der einzelne Christ mit der Bibel in der Hand (und durchaus auch dem Schwert, wie Monalisa darlegt) steht. Ich bin an der RKK sehr interessiert, aber es ist f&#252;r mich letztendlich nicht entscheidend, wer mich als Christ anerkennt oder nicht. Ich habe f&#252;r mich eine Entscheidung getroffen und werde mit ihr begraben werden, egal was irgendwer sagt. Es ist letztlich eine Beziehung zwischen mir und Jesus, die durch die Bibel erm&#246;glicht wird, dazwischen steht kein anderer und keine Institution.  

&quot;Es w&#228;re f&#252;r das Christentum insgesamt, einschlie&#223;lich des Protestantismus, eine Katastrophe, wenn die r&#246;mische Kirche sich ein protestantisches Selbstverst&#228;ndnis zulegte.&quot;

Ja, das mag gut sein. Obwohl ich Evangele bin, freut es mich, dass es die starke RKK gibt, gleichwohl sind auch die Evangelen zahlreich und t&#252;chtig, und sie besiedeln vor allem den reichen Norden der Welt. Es ist gut, dass Du die Freiheit hast, zum Katholizismus zu konvertieren, und es ist gut, dass wir uns freundschaftlich dar&#252;ber austauschen k&#246;nnen. 

Ich hatte mich in Bezug auf die &#196;u&#223;erungen der Kanzlerin in dieser Angelegenheit - wie zu erwarten, hihihi - auf ihre Seite geschlagen. Am Sonntag las ich jedoch in der FAZ (10.5.) in einem 3/4-seitigen Interview mit Andrea (&quot;Ich-will-nach-oben-ganz-egal-wie&quot;) Nahles von der Schariapartei Deutschlands (SPD), die nach dem Dirndl nun auch ihre (kath.) Religiosit&#228;t (H&#228;lfte des Interviews) entdeckt hat, folgende Passage: &quot;Ich h&#228;tte mir gew&#252;nscht, dass die Bundeskanzlerin nicht nach ihrer &#246;ffentlichen Kritik am Papst, sondern vorher zum Telefonh&#246;rer gegriffen und mit dem Papst gesprochen h&#228;tte. Stellen Sie sich vor, sie h&#228;tte &#246;ffentlich gesagt: &#039;Ich habe heute mit Papst Benedikt telefoniert, und wir sind uns einig gewesen, dass...&#039; das w&#228;re ein anderer Ton gewesen.&quot; Hier hat Frau Nahles mE. mal Recht, aber es ist eben so, dass wir alle sterben m&#252;ssen, um klug zu werden. Wir alle machen Fehler, weil wir Menschen sind, sogar der Papst, aber das ist doch gar nicht so schlimm, denn unser Gott ist der EINE, der LIEBENDE, der G&#220;TIGE Gott.

Manfred, ich gr&#252;&#223;e Dich herzlich,

Time</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Manfred,</p>
<p>ein wie immer brillianter Aufsatz von Dir, kein Wunder, dass er einen ausf&#252;hrlichen und tiefsch&#252;rfenden Kommentarstrang hervorgerufen hat. Meine Anmerkungen mache ich daher weniger, um etwas wirklich Neues beizusteuern, sondern vielmehr deshalb, um meine Position darzustellen.</p>
<p>&#8220;Offensichtlich ist niemand besser qualifiziert, &#252;ber die katholische Kirche zu schwadronieren&#8221; als Nicht-Katholiken, meinst Du. V&#246;llig richtige Beobachtung mE., dieser &#8220;Bei&#223;reflex&#8221;, der &#8220;chic&#8221; sein soll, &#246;det mich auch an. Andererseits ist aber die Wahrnehmung sicher nicht falsch, dass die Kirche (und im besonderen die katholische) Wertungen bzw. Richtlinien zu allen Aspekten menschlichen Seins &#228;u&#223;ert (s. Netzklempnerin). Das wird in einer aufgekl&#228;rten Gesellschaft im Allgemeinen nat&#252;rlich nicht mehr unwidersprochen hingenommen, weil hier NICHTS mehr unwidersprochen hingenommen wird. </p>
<p>Aus dem distanzierten Blickwinkel eines keuschen Menschen k&#246;nnen zB. sicher bedenkenswerte Urteile &#252;ber Ehe, Familie usw. gef&#228;llt werden, aber die wahren Kenner der Szene sind eben (zumindest AUCH, hihi) langj&#228;hrige Eheleute und Eltern. Anders als fr&#252;her ist der Anspruch auf ewige und einzige Wahrhaftigkeit f&#252;r die meisten B&#252;rger, die intelligent und hoch gebildet sind, nurmehr skuril. </p>
<p>Sicher sollte &#252;ber theologische Grundlagen nicht &#8220;abgestimmt&#8221; werden, gleichwohl ist auch die Zeit der reinen Verk&#252;ndigung von oben vorbei. Freie Menschen f&#252;hren Diskurse und schlie&#223;en Kompromisse. Grade die Bibel ist ob ihrer Vielschichtigkeit in besonderem Ma&#223;e als einzigartige Gespr&#228;chsgrundlage, nicht jedoch als Gesetz- oder Zauberbuch geeignet. </p>
<p>Du schreibst: &#8220;Allerdings sorgt bereits die schiere Existenz der katholischen Kirche als der Kirche daf&#252;r, dass auch weiterhin die Protestanten darauf angewiesen sind, von der katholischen Kirche wenigstens als christlich, wenn auch nicht als Kirche anerkannt zu werden, umgekehrt aber nicht.&#8221;</p>
<p>Ich meine, es ist richtig beobachtet, das das Anerkennungsinteresse eher von der protestantischen Seite ausgeht. Dies hat aber mE. auch damit zu tun, das die evangelische Kirche der katholischen nicht ihr Kirche-sein abspricht, dies aber umgekehrt &#8211; wie Du anzeigst &#8211; schon der Fall ist. Das ist der schwere Vorwurf der Usurpation. &#8220;Angewiesen&#8221;, nein, das stimmt sicher nicht, die nordamerikanischen und nordeurop&#228;ischen Christen w&#228;ren auch dann Christen, wenn die RKK untergehen w&#252;rde. Der Protestantismus/Reformation ist doch grade ein Projekt VORBEI an der RKK direkt zur&#252;ck auf JESUS!</p>
<p>&#8220;Das ist nicht Arroganz, das ist die ehrliche Feststellung, dass man zwei grunds&#228;tzlich einander entgegengesetzte Begriffe von &#8216;Kirche&#8217; nicht mit ein und demselben Wort belegen darf.&#8221; Ich meine, die evangelische Kirche darf sich durchaus Kirche nennen, nur sollte sie die Unterschiede zu den anderen deutlich machen, was ja auch geschieht, weshalb sie sich &#8220;Evangelische Kirche&#8221; nennt&#8221;. ALLE christlichen Kirchen beziehen sich auf die EINE Bibel mit ihren beiden Testamenten, von denen das Neue Zeugnis ablegt &#252;ber JESUS, und DIESES Zeugnis ist f&#252;r  ALLE Christen verbindlich (Ganz anders liegt der Fall beim Mohammedanismus, der BEHAUPTET, eine Religion zu sein, der sich der Namen und heiligen Orte des Juden- und Christentums bedient, um dort seine schaurige Blutorgie zu zelebrieren: Das ist in der Tat Usurpation).</p>
<p>Wiki: &#8220;Die gemeinsamen Grundgedanken der evangelischen Kirchen lassen sich durch die „vier Soli“ zusammenfassen:<br />
- &#8217;solus Christus&#8217;: Allein die Person, das Wirken und die Lehre Jesu ist Grundlage des Glaubens.<br />
- &#8217;sola scriptura&#8217;: Allein die Bibel ist Regel und Richtschnur des Glaubens (&#8216;regula fidei&#8217;).<br />
- &#8217;sola gratia&#8217;: Allein die Gnade Gottes bringt Erl&#246;sung.<br />
- &#8217;sola fide&#8217;: Allein der Glaube rechtfertigt vor Gott.&#8221;</p>
<p>Da hast Du dann eben auch die Idee, dass &#8220;die Kirche&#8221; dort ist, wo der einzelne Christ mit der Bibel in der Hand (und durchaus auch dem Schwert, wie Monalisa darlegt) steht. Ich bin an der RKK sehr interessiert, aber es ist f&#252;r mich letztendlich nicht entscheidend, wer mich als Christ anerkennt oder nicht. Ich habe f&#252;r mich eine Entscheidung getroffen und werde mit ihr begraben werden, egal was irgendwer sagt. Es ist letztlich eine Beziehung zwischen mir und Jesus, die durch die Bibel erm&#246;glicht wird, dazwischen steht kein anderer und keine Institution.  </p>
<p>&#8220;Es w&#228;re f&#252;r das Christentum insgesamt, einschlie&#223;lich des Protestantismus, eine Katastrophe, wenn die r&#246;mische Kirche sich ein protestantisches Selbstverst&#228;ndnis zulegte.&#8221;</p>
<p>Ja, das mag gut sein. Obwohl ich Evangele bin, freut es mich, dass es die starke RKK gibt, gleichwohl sind auch die Evangelen zahlreich und t&#252;chtig, und sie besiedeln vor allem den reichen Norden der Welt. Es ist gut, dass Du die Freiheit hast, zum Katholizismus zu konvertieren, und es ist gut, dass wir uns freundschaftlich dar&#252;ber austauschen k&#246;nnen. </p>
<p>Ich hatte mich in Bezug auf die &#196;u&#223;erungen der Kanzlerin in dieser Angelegenheit &#8211; wie zu erwarten, hihihi &#8211; auf ihre Seite geschlagen. Am Sonntag las ich jedoch in der FAZ (10.5.) in einem 3/4-seitigen Interview mit Andrea (&#8220;Ich-will-nach-oben-ganz-egal-wie&#8221;) Nahles von der Schariapartei Deutschlands (SPD), die nach dem Dirndl nun auch ihre (kath.) Religiosit&#228;t (H&#228;lfte des Interviews) entdeckt hat, folgende Passage: &#8220;Ich h&#228;tte mir gew&#252;nscht, dass die Bundeskanzlerin nicht nach ihrer &#246;ffentlichen Kritik am Papst, sondern vorher zum Telefonh&#246;rer gegriffen und mit dem Papst gesprochen h&#228;tte. Stellen Sie sich vor, sie h&#228;tte &#246;ffentlich gesagt: &#8216;Ich habe heute mit Papst Benedikt telefoniert, und wir sind uns einig gewesen, dass&#8230;&#8217; das w&#228;re ein anderer Ton gewesen.&#8221; Hier hat Frau Nahles mE. mal Recht, aber es ist eben so, dass wir alle sterben m&#252;ssen, um klug zu werden. Wir alle machen Fehler, weil wir Menschen sind, sogar der Papst, aber das ist doch gar nicht so schlimm, denn unser Gott ist der EINE, der LIEBENDE, der G&#220;TIGE Gott.</p>
<p>Manfred, ich gr&#252;&#223;e Dich herzlich,</p>
<p>Time</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1501</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 15:00:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1501</guid>
		<description>Dazu f&#228;llt einem doch wirklich nichts mehr ein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dazu f&#228;llt einem doch wirklich nichts mehr ein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: BeforeDawn</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1500</link>
		<dc:creator>BeforeDawn</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 11:54:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1500</guid>
		<description>Hier die Antwort des Herrn Edathy auf AbgeordnetenWatch auf die Frage, warum er die Beobachtung der Pius-Bruderschaft durch den VerfSch fordere, nicht aber eine Beobachtung der islamischen Organisationen:

Sehr geehrter Herr ,
Ihre Frage vom 16. Februar 2009 habe ich gelesen.

Unklar bleibt mir, was Ihr Anliegen ist.

Die islamischen Organisationen in Deutschland sind ebenso wie die christlichen Organisationen sehr vielschichtig. Daher ist Ihre Aussage, dass die von mir vorgebrachten Argumente, die f&#252;r eine Beobachtung der Pius-Bruderschaft durch den Verfassungsschutz sprechen, auf &quot;fast alle islamischen Organisationen&quot; passen w&#252;rden, schlichtweg falsch. Der weit &#252;berwiegende Teil der islamischen Organisationen vertritt keine antidemokratischen Einstellungen. Das gilt auch f&#252;r die breite Mehrheit christlicher Organisationen.

Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en
Sebastian Edathy, MdB</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier die Antwort des Herrn Edathy auf AbgeordnetenWatch auf die Frage, warum er die Beobachtung der Pius-Bruderschaft durch den VerfSch fordere, nicht aber eine Beobachtung der islamischen Organisationen:</p>
<p>Sehr geehrter Herr ,<br />
Ihre Frage vom 16. Februar 2009 habe ich gelesen.</p>
<p>Unklar bleibt mir, was Ihr Anliegen ist.</p>
<p>Die islamischen Organisationen in Deutschland sind ebenso wie die christlichen Organisationen sehr vielschichtig. Daher ist Ihre Aussage, dass die von mir vorgebrachten Argumente, die f&#252;r eine Beobachtung der Pius-Bruderschaft durch den Verfassungsschutz sprechen, auf &#8220;fast alle islamischen Organisationen&#8221; passen w&#252;rden, schlichtweg falsch. Der weit &#252;berwiegende Teil der islamischen Organisationen vertritt keine antidemokratischen Einstellungen. Das gilt auch f&#252;r die breite Mehrheit christlicher Organisationen.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
Sebastian Edathy, MdB</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1366</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 18:23:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1366</guid>
		<description>Nein, ist sie nicht. Verpiss Dich, und lass Dein oberfl&#228;chliches doktrin&#228;res Geschw&#228;tz anderswo ab!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, ist sie nicht. Verpiss Dich, und lass Dein oberfl&#228;chliches doktrin&#228;res Geschw&#228;tz anderswo ab!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michel</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1358</link>
		<dc:creator>Michel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 22:10:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1358</guid>
		<description>Meinet wegen wenn es keinen Sinn hat, die Debatte weiter zu f&#252;hren, f&#252;ge ich mich dem und hoffe das meine Meinung wenigstens bei anderen Punkten gefragt ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meinet wegen wenn es keinen Sinn hat, die Debatte weiter zu f&#252;hren, f&#252;ge ich mich dem und hoffe das meine Meinung wenigstens bei anderen Punkten gefragt ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1356</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 22:03:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1356</guid>
		<description>&quot;Auch du entwickelst keine konservative Theorie, sondern Analysiert aus konservativer Perspektive die Gegner.&quot; 

Aber gewiss doch, und meine konservative Gegneranalyse lautet, dass Liberale Leute sind, die kein Gesp&#252;r daf&#252;r haben, wann sie &#252;berfl&#252;ssig sind; die glauben, Jeder sei wild darauf, sich ihr Evangelium anzuh&#246;ren; die dieses Evangelium mit einer Hartn&#228;ckigkeit verbreiten, den Zeugen Jehovas Ehre machen w&#252;rde; und die au&#223;erdem kein Deutsch k&#246;nnen und sich schon deshalb nicht mit Argumenten auseinandersetzen.

Du hast doch selber ein Blog, oder? Dann schreib Deine Weisheiten &lt;em&gt;dort&lt;/em&gt; auf!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Auch du entwickelst keine konservative Theorie, sondern Analysiert aus konservativer Perspektive die Gegner.&#8221; </p>
<p>Aber gewiss doch, und meine konservative Gegneranalyse lautet, dass Liberale Leute sind, die kein Gesp&#252;r daf&#252;r haben, wann sie &#252;berfl&#252;ssig sind; die glauben, Jeder sei wild darauf, sich ihr Evangelium anzuh&#246;ren; die dieses Evangelium mit einer Hartn&#228;ckigkeit verbreiten, den Zeugen Jehovas Ehre machen w&#252;rde; und die au&#223;erdem kein Deutsch k&#246;nnen und sich schon deshalb nicht mit Argumenten auseinandersetzen.</p>
<p>Du hast doch selber ein Blog, oder? Dann schreib Deine Weisheiten <em>dort</em> auf!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michel</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1355</link>
		<dc:creator>Michel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 21:44:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1355</guid>
		<description>
@Manfred: Deine Gleichsetzung von linken mit liberalen Denken ist nicht stichhaltig. Das liberale Programm, freie Wirtschaft und das Begrenzen der politischen Macht, war ein voller Erfolg, das konservative behaupten es w&#228;re gescheitert, muss ich wohl auf die angesprochene Blindheit zur&#252;ckf&#252;hren.
Ein Sprecher des Konservativismus im konventionellen Sinne bist du nicht, aber du bist eine der profiliertesten konservativen Stimmen im Internet und mit der Rolle must du dich abfinden.
Bei dem Fehlen der Theorie berufe ich mich auf Karlheinz Weissmann: „Es hat auf Seiten der Konservativen (…) manchen gegeben, der das Fehlen einer konservativen Theorie bem&#228;ngelte.“ (Das konservative Minimum, S.32). Auch du entwickelst keine konservative Theorie, sondern Analysiert aus konservativer Perspektive die Gegner.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Manfred: Deine Gleichsetzung von linken mit liberalen Denken ist nicht stichhaltig. Das liberale Programm, freie Wirtschaft und das Begrenzen der politischen Macht, war ein voller Erfolg, das konservative behaupten es w&#228;re gescheitert, muss ich wohl auf die angesprochene Blindheit zur&#252;ckf&#252;hren.<br />
Ein Sprecher des Konservativismus im konventionellen Sinne bist du nicht, aber du bist eine der profiliertesten konservativen Stimmen im Internet und mit der Rolle must du dich abfinden.<br />
Bei dem Fehlen der Theorie berufe ich mich auf Karlheinz Weissmann: „Es hat auf Seiten der Konservativen (…) manchen gegeben, der das Fehlen einer konservativen Theorie bem&#228;ngelte.“ (Das konservative Minimum, S.32). Auch du entwickelst keine konservative Theorie, sondern Analysiert aus konservativer Perspektive die Gegner.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tiberius</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1348</link>
		<dc:creator>Tiberius</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 16:54:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1348</guid>
		<description>Sch&#246;ner Artikel! Vale!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sch&#246;ner Artikel! Vale!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1347</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 03:06:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1347</guid>
		<description>&lt;p&gt;@ Michel:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Die Debatte zwischen dir und CK scheiterte wohl auch daran, das CK wenig Erfahrung mit konservativen Positionen hat&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Keineswegs. Sie ist daran gescheitert, dass ich &lt;em&gt;zuviel&lt;/em&gt;&amp; Erfahrung mit &lt;em&gt;linken&lt;/em&gt; Positionen habe. Ein in der Wolle gef&#228;rbter Konservativer h&#228;tte wahrscheinlich viel mehr Geduld gehabt als ich, einfach auf die M&#246;glichkeit hin, etwas dazuzulernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einer wie ich dagegen, der von der Linken kommt, alle ihre Argumente in- und auswendig kennt, sie alle aus guten Gr&#252;nden verworfen hat, weil er nach Jahren st&#228;ndiger Ver&#228;rgerung zu der Erkenntnis gelangt ist, dass die Widerspr&#252;che linker Ideologie sich nicht mit Ad-hoc-Theorien wegdefinieren oder glattb&#252;geln lassen, sondern eine Generalrevision des gesamten linken Gedankensystems erzwingen - so einer kann sich in Diskussionen mit linken Gespr&#228;chspartnern bestenfalls langweilen. Mir kann ein Linker oder Liberaler schlicht und einfach nichts Neues mehr sagen, jedenfalls nicht im Hinblick auf weltanschauliche Prinzipienfragen (was nicht ausschlie&#223;t, dass man in pragmatisch zu l&#246;senden konkreten Fragen durchaus einer Meinung sein kann). Er kann h&#246;chstens noch auf irgendwelche Minen treten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Ich hoffe das wir eine Diskussion auf der Basis der Pr&#228;missen unserer Weltanschauungen f&#252;hren k&#246;nnen&quot;.  Bitte alles, nur das nicht. &quot;Wenn noch Interesse an einer Auseinandersetzung mit dem Liberalismus besteht...&quot; - Dieses Interesse hat nie bestanden, ich habe die Debatte als mir aufgezwungen empfunden. Ich bin aus den oben genannten Gr&#252;nden &#252;berhaupt kein Freund ideologischer Grundsatzdebatten, und ich kann Dir versichern, dass Du keine Freude daran h&#228;ttest, mit mir zu diskutieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(&#220;brigens: Ich habe den Text gelesen, auf den das Pingback verweist. Ich finde es ja schmeichelhaft, dass Du mich zu einer Art Sprecher des deutschen Konservatismus bef&#246;rderst, aber das ist eine Rolle, die mir nicht steht und nicht zusteht. &lt;em&gt;Wenn&lt;/em&gt; Du es aber schon tust, dann muss ich Deine Behauptung, der Konservative w&#252;rde &quot;weitgehend auf Theoriebildung verzichten&quot;, wohl auf mich beziehen, und auf mich bezogen ist sie grotesk.)&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Michel:</p>
<p>&#8220;Die Debatte zwischen dir und CK scheiterte wohl auch daran, das CK wenig Erfahrung mit konservativen Positionen hat&#8221;.</p>
<p>Keineswegs. Sie ist daran gescheitert, dass ich <em>zuviel</em>&#038; Erfahrung mit <em>linken</em> Positionen habe. Ein in der Wolle gef&#228;rbter Konservativer h&#228;tte wahrscheinlich viel mehr Geduld gehabt als ich, einfach auf die M&#246;glichkeit hin, etwas dazuzulernen.</p>
<p>Einer wie ich dagegen, der von der Linken kommt, alle ihre Argumente in- und auswendig kennt, sie alle aus guten Gr&#252;nden verworfen hat, weil er nach Jahren st&#228;ndiger Ver&#228;rgerung zu der Erkenntnis gelangt ist, dass die Widerspr&#252;che linker Ideologie sich nicht mit Ad-hoc-Theorien wegdefinieren oder glattb&#252;geln lassen, sondern eine Generalrevision des gesamten linken Gedankensystems erzwingen &#8211; so einer kann sich in Diskussionen mit linken Gespr&#228;chspartnern bestenfalls langweilen. Mir kann ein Linker oder Liberaler schlicht und einfach nichts Neues mehr sagen, jedenfalls nicht im Hinblick auf weltanschauliche Prinzipienfragen (was nicht ausschlie&#223;t, dass man in pragmatisch zu l&#246;senden konkreten Fragen durchaus einer Meinung sein kann). Er kann h&#246;chstens noch auf irgendwelche Minen treten.</p>
<p>&#8220;Ich hoffe das wir eine Diskussion auf der Basis der Pr&#228;missen unserer Weltanschauungen f&#252;hren k&#246;nnen&#8221;.  Bitte alles, nur das nicht. &#8220;Wenn noch Interesse an einer Auseinandersetzung mit dem Liberalismus besteht&#8230;&#8221; &#8211; Dieses Interesse hat nie bestanden, ich habe die Debatte als mir aufgezwungen empfunden. Ich bin aus den oben genannten Gr&#252;nden &#252;berhaupt kein Freund ideologischer Grundsatzdebatten, und ich kann Dir versichern, dass Du keine Freude daran h&#228;ttest, mit mir zu diskutieren.</p>
<p>(&#220;brigens: Ich habe den Text gelesen, auf den das Pingback verweist. Ich finde es ja schmeichelhaft, dass Du mich zu einer Art Sprecher des deutschen Konservatismus bef&#246;rderst, aber das ist eine Rolle, die mir nicht steht und nicht zusteht. <em>Wenn</em> Du es aber schon tust, dann muss ich Deine Behauptung, der Konservative w&#252;rde &#8220;weitgehend auf Theoriebildung verzichten&#8221;, wohl auf mich beziehen, und auf mich bezogen ist sie grotesk.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michel</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1343</link>
		<dc:creator>Michel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 23:18:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1343</guid>
		<description>@Manfred:  Die Debatte zwischen dir und CK scheiterte wohl auch daran, das CK wenig Erfahrung mit konservativen Positionen hat. Wenn noch Interesse an einer Auseinandersetung mit dem Liberalismus besteht, schau doch &lt;a href=&quot;http://freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/02/15/wider-den-konservativismus/&quot;&gt;bei mir&lt;/a&gt; vorbei. Ich hoffe das wir eine Disskussion auf der Basis der Pr&#228;missen unserer Weltanschauungen f&#252;hren k&#246;nnen und nicht bei Nebenaspekten verharren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Manfred:  Die Debatte zwischen dir und CK scheiterte wohl auch daran, das CK wenig Erfahrung mit konservativen Positionen hat. Wenn noch Interesse an einer Auseinandersetung mit dem Liberalismus besteht, schau doch <a href="http://freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/02/15/wider-den-konservativismus/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/02/15/wider-den-konservativismus/?referer=');">bei mir</a> vorbei. Ich hoffe das wir eine Disskussion auf der Basis der Pr&#228;missen unserer Weltanschauungen f&#252;hren k&#246;nnen und nicht bei Nebenaspekten verharren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wider den Konservativismus &#171; Freiheit und Optimismus</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1342</link>
		<dc:creator>Wider den Konservativismus &#171; Freiheit und Optimismus</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 22:59:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1342</guid>
		<description>[...] quo besteht. Der Konservativismus ist nach eigenem Selbstverst&#228;ndnis die Weltanschauung derer, „die die Notwendigkeit von Strukturen erkennen, und die deshalb nicht bereit sind, vorhandene Strk... Dieses Verst&#228;ndnis w&#228;re eine reine Leerformel, wenn es nicht mit ganz bestimmten Beurteilungen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] quo besteht. Der Konservativismus ist nach eigenem Selbstverst&#228;ndnis die Weltanschauung derer, „die die Notwendigkeit von Strukturen erkennen, und die deshalb nicht bereit sind, vorhandene Strk&#8230; Dieses Verst&#228;ndnis w&#228;re eine reine Leerformel, wenn es nicht mit ganz bestimmten Beurteilungen [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mega Dux</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1341</link>
		<dc:creator>Mega Dux</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 21:05:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1341</guid>
		<description>Thx.. Manfred... :smile:</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Thx.. Manfred&#8230; <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':smile:' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hamburger Recipes &#187; Blog Archive &#187; Tu es Petrus!</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1339</link>
		<dc:creator>Hamburger Recipes &#187; Blog Archive &#187; Tu es Petrus!</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 16:30:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1339</guid>
		<description>[...] wie die Aufwertung der lateinischen Messe, das in neuer Form wieder eingefh&#8230;    source: Tu es Petrus!, Manfreds politische [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] wie die Aufwertung der lateinischen Messe, das in neuer Form wieder eingefh&#8230;    source: Tu es Petrus!, Manfreds politische [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1338</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 16:24:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1338</guid>
		<description>Mega Dux hat mir glaubw&#252;rdig versichert, dass sein letzter Kommentar nicht so gemeint war, wie er bei mir angekommen ist. Er kann also getrost weiter kommentieren. 

Ach ja, Mega Dux: Pardon wegen meiner Ruppigkeit gegen&#252;ber den Evangelikalen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mega Dux hat mir glaubw&#252;rdig versichert, dass sein letzter Kommentar nicht so gemeint war, wie er bei mir angekommen ist. Er kann also getrost weiter kommentieren. </p>
<p>Ach ja, Mega Dux: Pardon wegen meiner Ruppigkeit gegen&#252;ber den Evangelikalen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1335</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 21:51:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1335</guid>
		<description>Ach ja, noch ein Nachtrag zu:
&lt;i&gt;
&quot;Und wenn ihr meint, man m&#252;sste nach konservativen Richtlinien leben, ist das nicht eine noch viel strengere PC bzw. CC (=Conservative Correctness)?&quot;&lt;/i&gt;

Noch so eine Sophistenfrage! Der Unterschied ist, dass der, der Strukturen zu erhalten versucht, dadurch niemanden zwingen kann und will, sich ihrer individuell zu bedienen, dass aber der, der sie zerst&#246;rt, das &lt;i&gt;Allen&lt;/i&gt; unm&#246;glich macht. 

Wenn ich die Familie als Institution und gesellschaftlichen Normalfall zu erhalten versuche, zwinge ich damit niemanden individuell zur Ehe, wenn ich die Nation und den Nationalstaat verteidige, zwinge ich niemanden zum Patriotismus, wenn ich auf der Autorit&#228;t des Rechtsstaates bestehe, zwinge ich damit kein Verbrechensopfer, die Polizei zu rufen. 

Wenn das alles aber nicht existiert, dann verschwindet das Grundvertrauen in die Stabilit&#228;t von Familien bei allen Beteiligten, steht der Schutz, den die Zugeh&#246;rigkeit zur Nation bietet, niemandem zur Verf&#252;gung, und kann ich &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; die Polizei rufen, wenn ich bedroht werde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach ja, noch ein Nachtrag zu:<br />
<i><br />
&#8220;Und wenn ihr meint, man m&#252;sste nach konservativen Richtlinien leben, ist das nicht eine noch viel strengere PC bzw. CC (=Conservative Correctness)?&#8221;</i></p>
<p>Noch so eine Sophistenfrage! Der Unterschied ist, dass der, der Strukturen zu erhalten versucht, dadurch niemanden zwingen kann und will, sich ihrer individuell zu bedienen, dass aber der, der sie zerst&#246;rt, das <i>Allen</i> unm&#246;glich macht. </p>
<p>Wenn ich die Familie als Institution und gesellschaftlichen Normalfall zu erhalten versuche, zwinge ich damit niemanden individuell zur Ehe, wenn ich die Nation und den Nationalstaat verteidige, zwinge ich niemanden zum Patriotismus, wenn ich auf der Autorit&#228;t des Rechtsstaates bestehe, zwinge ich damit kein Verbrechensopfer, die Polizei zu rufen. </p>
<p>Wenn das alles aber nicht existiert, dann verschwindet das Grundvertrauen in die Stabilit&#228;t von Familien bei allen Beteiligten, steht der Schutz, den die Zugeh&#246;rigkeit zur Nation bietet, niemandem zur Verf&#252;gung, und kann ich <i>nicht</i> die Polizei rufen, wenn ich bedroht werde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1333</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 21:20:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1333</guid>
		<description>@ Mega Dux:

Das war Dein letzter Kommentar hier. Einem Familienvater, dessen Arbeitstag tats&#228;chlich oft genug bis sp&#228;t in die Nacht reicht, zu sagen, er solle sich erst einmal ausschlafen, bevor er antwortet - das schreibt man mir &lt;i&gt;einmal&lt;/i&gt; in den Kommentarstrang, aber bestimmt nicht zweimal.

Wenn wir aber schon pers&#246;nlich werden, dann darf ich wohl meine Vermutung &#228;u&#223;ern, dass es Dir nicht darum geht, CKs Aneinanderreihung von linken Platit&#252;den zu loben, die Dir noch fremder sein sollten als mir, sondern allenfalls darum, Deinen &#196;rger an mir auszulassen, weil Du es nicht vertr&#228;gst, dass es konservative Christen gibt, die lieber katholisch werden, als sich einer von euren evangelikalen Fundamentalistensekten mit ihrer selbstgestrickten Vulg&#228;rtheologie anzuschlie&#223;en.

In CKs Argumenten kann ich jedenfalls nichts finden, was mir besonders &quot;frisch&quot; vork&#228;me. Ich werfe ihm die Verwechslung von Normen und Tatsachen vor, und er antwortet mir mit Argumenten (&quot;Ist das “Recht auf Leben” f&#252;r die Kirche keine a-priori-Norm ?&quot;), die nur angemessen w&#228;ren, wenn ich Normensysteme schlechthin und als solche angelehnt h&#228;tte. Ich schreibe, bestimmte Ansichten w&#252;rden &lt;i&gt;aus dem &#246;ffentlichen Diskurs&lt;/i&gt; ausgeschlossen, und er fragt mich, welche nicht &lt;i&gt; ge&#228;u&#223;ert&lt;/i&gt; werden d&#252;rfen, also nach etwa ganz anderem. Ich sage (durch ausdr&#252;cklichen Verweis auf meinen Wippermann-Text), dass die Blogosph&#228;re eine sich entwickelnde &lt;i&gt;Gegenmacht&lt;/i&gt; zum MeinungsKartell linker Eliten ist, und er behandelt meinen Blog als Beweis daf&#252;r, dass es dieses Kartell gar nicht gebe. Ich sage, man m&#252;sse &lt;i&gt;Andersdenkende&lt;/i&gt; tolerieren, und er fragt mich, warum ich dann eine Kriegspartei (n&#228;mlich die Palis im Gazastreifen) auch als solche behandelt sehen will. Und so weiter.

Ich finde, ich habe das Recht, und zwar ohne mir dusslige Spr&#252;che von beleidigten Evangelikalen oder zickigen Feministinnen einzufangen, eine Debatte zu beenden, die mir die Zeit f&#252;r wirklich Wichtiges stiehlt, bei der ich aber st&#228;ndig gegen eine Wand rede. Ich habe alles, was ich hier ausgef&#252;hrt habe, in den letzten anderthalb Jahren in diesem Blog bis zum Erbrechen durchgekaut. Wenn einer diese Langfassung meiner Thesen nicht versteht, dann wird er die Kurzfassung erst recht nicht verstehen.

&lt;i&gt;&quot;Die den Konservativen so heilige, b&#252;rgerliche Familie wei&#223; ich sehr zu sch&#228;tzen, weil ich sie selber sehr positiv erlebt habe, aber wieso sollte dieses Modell, was es auch nicht seit Anfang der Menschheitsgeschichte schon gibt, f&#252;r alle Zeit das “nat&#252;rliche” sein ? Wieso den Menschen nicht die Wahl lassen, welche Bindungen sie eingehen wollen und welche nicht ?&quot;&lt;/i&gt;

Wenn ich sowas schon h&#246;re! Ein Satz, in dem die ganze Menschenverachtung linker Ideologen, diese Bereitschaft, auf Kosten Anderer Vabanque zu spielen, sich geradezu zusammenballt:

Ich habe die Familie weder als &quot;heilig&quot; noch als &quot;nat&#252;rlich&quot; bezeichnet, und ich habe auch nicht behauptet, sie m&#252;sse &quot;f&#252;r alle Zeit&quot; in ihren traditionellen Formen existieren. Ich bin nur das, was ich oben als &quot;konservativ&quot; definiert habe, n&#228;mlich einer jener Menschen, die &quot;nicht bereit sind, vorhandene Strkturen zu opfern, ohne etwas Besseres vorweisen zu k&#246;nnen.&quot; Wenn jemand wie CK selber als Kind die Familie als etwas Positives erlebt hat, es dann aber f&#252;r richtig h&#228;lt, k&#252;nftige Kinder zum Gegenstand alternativer Experimente zu machen, dann dr&#252;ckt sich darin genau derselbe Geist von verantwortungslosem Menschheitsbegl&#252;ckungswahnsinn aus, den uns schon die Jakobiner und die Kommunisten vorgef&#252;hrt haben und der jetzt, wo der Sozialismus endg&#252;ltig gescheitert ist, seine Auferstehung feiert, und zwar auch bei Leuten, die nach herk&#246;mmlicher Ges&#228;&#223;geographie nicht links sind, ihrem Menschenbild nach, und ihrer Vorstellung vom angemessenen Verh&#228;ltnis von Freiheit und Ordnung nach aber sehr wohl.

Das gilt zum Beispiel f&#252;r jene Neotrotzkisten, die sich f&#228;lschlich &quot;Neokonservative&quot; nennen und die Interessen des eigenen Landes hinter ihrem weltrevolution&#228;ren Ehrgeiz hintanstehen lassen, die Demokratie im Irak oder sonstwo zu verbreiten. Es gilt auch f&#252;r Radikalliberale, die Kinder als Versuchskaninchen betrachten und dann scheinheilig fragen: 

&quot;Wieso den Menschen nicht die Wahl lassen, welche Bindungen sie eingehen wollen und welche nicht?&quot; - 
&lt;i&gt;Weil die Betroffenen, n&#228;mlich die Kinder, sich gegen die Folgen der Selbstverwirklichung von Erwachsenen nicht wehren k&#246;nnen! &lt;strong&gt;Darum nicht!&lt;/strong&gt;&lt;/i&gt;

Was allen Spielarten der Linken gemeinsam ist, ist dieses &quot;wird schon gutgehen&quot; (oder, wie CK sagt &quot;Ich vertraue halt nur mehr als Du darauf, dass sich von selbst die geeigneten Bindungen durchsetzen&quot;), dieses v&#246;llige Unverst&#228;ndnis daf&#252;r, dass Gesellschaft fragil ist, und dass man sie deshalb zwar planm&#228;&#223;ig zerst&#246;ren oder zersetzen, aber nicht planm&#228;&#223;ig wiederaufbauen kann. Und wenn wieder einmal einer dieser Menschenversuche schiefgegangen ist, dann stehen sie mit gro&#223;en Augen da, sagen &quot;Das haben wir nicht gewollt&quot; und &#252;berlegen sich, wie sie den n&#228;chsten Irrsinn inszenieren k&#246;nnen, der &lt;i&gt;diesmal&lt;/i&gt; aber gaaaanz bestimmt funktionieren wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Mega Dux:</p>
<p>Das war Dein letzter Kommentar hier. Einem Familienvater, dessen Arbeitstag tats&#228;chlich oft genug bis sp&#228;t in die Nacht reicht, zu sagen, er solle sich erst einmal ausschlafen, bevor er antwortet &#8211; das schreibt man mir <i>einmal</i> in den Kommentarstrang, aber bestimmt nicht zweimal.</p>
<p>Wenn wir aber schon pers&#246;nlich werden, dann darf ich wohl meine Vermutung &#228;u&#223;ern, dass es Dir nicht darum geht, CKs Aneinanderreihung von linken Platit&#252;den zu loben, die Dir noch fremder sein sollten als mir, sondern allenfalls darum, Deinen &#196;rger an mir auszulassen, weil Du es nicht vertr&#228;gst, dass es konservative Christen gibt, die lieber katholisch werden, als sich einer von euren evangelikalen Fundamentalistensekten mit ihrer selbstgestrickten Vulg&#228;rtheologie anzuschlie&#223;en.</p>
<p>In CKs Argumenten kann ich jedenfalls nichts finden, was mir besonders &#8220;frisch&#8221; vork&#228;me. Ich werfe ihm die Verwechslung von Normen und Tatsachen vor, und er antwortet mir mit Argumenten (&#8220;Ist das “Recht auf Leben” f&#252;r die Kirche keine a-priori-Norm ?&#8221;), die nur angemessen w&#228;ren, wenn ich Normensysteme schlechthin und als solche angelehnt h&#228;tte. Ich schreibe, bestimmte Ansichten w&#252;rden <i>aus dem &#246;ffentlichen Diskurs</i> ausgeschlossen, und er fragt mich, welche nicht <i> ge&#228;u&#223;ert</i> werden d&#252;rfen, also nach etwa ganz anderem. Ich sage (durch ausdr&#252;cklichen Verweis auf meinen Wippermann-Text), dass die Blogosph&#228;re eine sich entwickelnde <i>Gegenmacht</i> zum MeinungsKartell linker Eliten ist, und er behandelt meinen Blog als Beweis daf&#252;r, dass es dieses Kartell gar nicht gebe. Ich sage, man m&#252;sse <i>Andersdenkende</i> tolerieren, und er fragt mich, warum ich dann eine Kriegspartei (n&#228;mlich die Palis im Gazastreifen) auch als solche behandelt sehen will. Und so weiter.</p>
<p>Ich finde, ich habe das Recht, und zwar ohne mir dusslige Spr&#252;che von beleidigten Evangelikalen oder zickigen Feministinnen einzufangen, eine Debatte zu beenden, die mir die Zeit f&#252;r wirklich Wichtiges stiehlt, bei der ich aber st&#228;ndig gegen eine Wand rede. Ich habe alles, was ich hier ausgef&#252;hrt habe, in den letzten anderthalb Jahren in diesem Blog bis zum Erbrechen durchgekaut. Wenn einer diese Langfassung meiner Thesen nicht versteht, dann wird er die Kurzfassung erst recht nicht verstehen.</p>
<p><i>&#8220;Die den Konservativen so heilige, b&#252;rgerliche Familie wei&#223; ich sehr zu sch&#228;tzen, weil ich sie selber sehr positiv erlebt habe, aber wieso sollte dieses Modell, was es auch nicht seit Anfang der Menschheitsgeschichte schon gibt, f&#252;r alle Zeit das “nat&#252;rliche” sein ? Wieso den Menschen nicht die Wahl lassen, welche Bindungen sie eingehen wollen und welche nicht ?&#8221;</i></p>
<p>Wenn ich sowas schon h&#246;re! Ein Satz, in dem die ganze Menschenverachtung linker Ideologen, diese Bereitschaft, auf Kosten Anderer Vabanque zu spielen, sich geradezu zusammenballt:</p>
<p>Ich habe die Familie weder als &#8220;heilig&#8221; noch als &#8220;nat&#252;rlich&#8221; bezeichnet, und ich habe auch nicht behauptet, sie m&#252;sse &#8220;f&#252;r alle Zeit&#8221; in ihren traditionellen Formen existieren. Ich bin nur das, was ich oben als &#8220;konservativ&#8221; definiert habe, n&#228;mlich einer jener Menschen, die &#8220;nicht bereit sind, vorhandene Strkturen zu opfern, ohne etwas Besseres vorweisen zu k&#246;nnen.&#8221; Wenn jemand wie CK selber als Kind die Familie als etwas Positives erlebt hat, es dann aber f&#252;r richtig h&#228;lt, k&#252;nftige Kinder zum Gegenstand alternativer Experimente zu machen, dann dr&#252;ckt sich darin genau derselbe Geist von verantwortungslosem Menschheitsbegl&#252;ckungswahnsinn aus, den uns schon die Jakobiner und die Kommunisten vorgef&#252;hrt haben und der jetzt, wo der Sozialismus endg&#252;ltig gescheitert ist, seine Auferstehung feiert, und zwar auch bei Leuten, die nach herk&#246;mmlicher Ges&#228;&#223;geographie nicht links sind, ihrem Menschenbild nach, und ihrer Vorstellung vom angemessenen Verh&#228;ltnis von Freiheit und Ordnung nach aber sehr wohl.</p>
<p>Das gilt zum Beispiel f&#252;r jene Neotrotzkisten, die sich f&#228;lschlich &#8220;Neokonservative&#8221; nennen und die Interessen des eigenen Landes hinter ihrem weltrevolution&#228;ren Ehrgeiz hintanstehen lassen, die Demokratie im Irak oder sonstwo zu verbreiten. Es gilt auch f&#252;r Radikalliberale, die Kinder als Versuchskaninchen betrachten und dann scheinheilig fragen: </p>
<p>&#8220;Wieso den Menschen nicht die Wahl lassen, welche Bindungen sie eingehen wollen und welche nicht?&#8221; &#8211;<br />
<i>Weil die Betroffenen, n&#228;mlich die Kinder, sich gegen die Folgen der Selbstverwirklichung von Erwachsenen nicht wehren k&#246;nnen! <strong>Darum nicht!</strong></i></p>
<p>Was allen Spielarten der Linken gemeinsam ist, ist dieses &#8220;wird schon gutgehen&#8221; (oder, wie CK sagt &#8220;Ich vertraue halt nur mehr als Du darauf, dass sich von selbst die geeigneten Bindungen durchsetzen&#8221;), dieses v&#246;llige Unverst&#228;ndnis daf&#252;r, dass Gesellschaft fragil ist, und dass man sie deshalb zwar planm&#228;&#223;ig zerst&#246;ren oder zersetzen, aber nicht planm&#228;&#223;ig wiederaufbauen kann. Und wenn wieder einmal einer dieser Menschenversuche schiefgegangen ist, dann stehen sie mit gro&#223;en Augen da, sagen &#8220;Das haben wir nicht gewollt&#8221; und &#252;berlegen sich, wie sie den n&#228;chsten Irrsinn inszenieren k&#246;nnen, der <i>diesmal</i> aber gaaaanz bestimmt funktionieren wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: apokryphe</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1330</link>
		<dc:creator>apokryphe</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 12:16:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1330</guid>
		<description>passt gerade nicht zur hier gef&#252;hrten Diskussion, ich wollte diesen Artikel aber mal verlinken - viel Spa&#223; beim Lesen:
http://freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/02/07/die-legitimationskrise-von-politik-und-medien/#comment-40</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>passt gerade nicht zur hier gef&#252;hrten Diskussion, ich wollte diesen Artikel aber mal verlinken &#8211; viel Spa&#223; beim Lesen:<br />
<a href="http://freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/02/07/die-legitimationskrise-von-politik-und-medien/#comment-40" rel="nofollow" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/02/07/die-legitimationskrise-von-politik-und-medien/_comment-40?referer=');"></a><a href='http://freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/02/07/die-legitimationskrise-von-politik-und-medien/#comment-40' onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/02/07/die-legitimationskrise-von-politik-und-medien/_comment-40?referer=');">http://freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/02/07/die-legitimationskrise-von-politik-und-medien/#comment-40</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mega Dux</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1329</link>
		<dc:creator>Mega Dux</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 08:36:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1329</guid>
		<description>Wow, was f&#252;r eine Debatte!

Manfred, ich finde es gut, wenn Du Dicha ausschl&#228;fst bevor Du antwortest. Mir scheint die letzten N&#228;chte waren sehr lang, w&#228;hren CK doch recht frisch in seiner Argumentation wirkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wow, was f&#252;r eine Debatte!</p>
<p>Manfred, ich finde es gut, wenn Du Dicha ausschl&#228;fst bevor Du antwortest. Mir scheint die letzten N&#228;chte waren sehr lang, w&#228;hren CK doch recht frisch in seiner Argumentation wirkt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-2/#comment-1327</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 23:22:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1327</guid>
		<description>Tut mir leid, CK, das beantworte ich jetzt nicht mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tut mir leid, CK, das beantworte ich jetzt nicht mehr.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1326</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 22:39:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1326</guid>
		<description>@Manfred: Ich hatte nicht mitbekommen wof&#252;r Dox ausgeschlossen wurde, der Kommentar wurde ja gel&#246;scht. Insofern: danke f&#252;r die Erkl&#228;rung !

Ich erlaube mir ein paar Deiner Fragen zu beantworten.

Unter welchen Voraussetzungen 
kann menschliche Gesellschaft
&#252;berhaupt existieren ?

Gemeint ist ja sicher eine Gesellschaft, in der die- wie Du richtig festgestellt hast- leider keineswegs selbstverst&#228;ndlichen- Freiheitsrechte des Einzelnen gesch&#252;tzt sind. (Denn eine  x-beliebige Gesellschaft gibt es immer, im Dritten Reich gab es auch eine Gesellschaft.)

Also: Respekt und Achtung vor seinen Mitmenschen, die Anerkennung des Einzelnen als wertvolles Individuum, gegenseitige Toleranz, gemeinsamer Wertekanon, der friedliche Vielfalt erm&#246;glicht, ein funktionierendes Rechtssystem, einen m&#246;glichst neutralen, objektiven Staat und gewisse Ordnungsstrukturen, Solidarit&#228;t in geeigneten pers&#246;nlichen Bindungen.
Ich vertraue halt nur mehr als Du darauf, dass sich von selbst die geeigneten Bindungen durchsetzen. 

Die den Konservativen so heilige, b&#252;rgerliche Familie wei&#223; ich sehr zu sch&#228;tzen, weil ich sie selber sehr positiv erlebt habe, aber wieso sollte dieses Modell, was es auch nicht seit Anfang der Menschheitsgeschichte schon gibt, f&#252;r alle Zeit das &quot;nat&#252;rliche&quot; sein ? Wieso den Menschen nicht die Wahl lassen, welche Bindungen sie eingehen wollen und welche nicht ? 

Der klassische Liberalismus f&#228;ngt in der Tat mit a-priori-Rechten an, da stehe ich ganz in Lockescher Tradition. Dass der Liberalismus &quot;links&quot; vom Konservativismus anzusiedeln ist, ist auch klar, insofern einigen wir uns mal darauf dass ich &quot;werte-links&quot;, &quot;progressiv&quot; etc. bin. Allerdings sehe ich den Menschen nicht als gut an, sondern traue ihm alles zu, auch das abgrundtief B&#246;seste, was er ja oft genug unter Beweis gestellt hat. Die Frage ist, wie man ausgehend von dieser Natur des Menschen, ein dem Menschen Freiheit gebendes, aber seine Natur doch auch kontrollierendes System schaffen kann, was das B&#246;se m&#246;glichst minimiert und das Gute schafft.

Kein Freiheitlicher (jedenfalls kein Liberaler, Libert&#228;re und Anarchisten sehen das nat&#252;rlich ganz anders) sieht den Staat &#252;brigens als ne b&#246;se Struktur an. Der Staat ist genauso wenig inh&#228;rent b&#246;se wie ein Messer dies sein kann, es ist ein reines Werkzeug. Ich kann mit dem Messer Brot schneiden oder auch Leute umbringen, der Staat kann Menschenleben retten, sch&#252;tzen, Freiheit gew&#228;hrleisten, aber auch Menschen t&#246;ten, verletzen und versklaven. 

Genauso wenig sehe ich die Kirche als eine b&#246;se Institution an. Sie ist eine Institution von Menschen, f&#228;hig zu allem Guten und allem Schlechten, je nachdem wie die Menschen darin handeln (wollen) und welche inneren Strukturen gegeben sind (die bestimmen was f&#252;r ein Verhalten gef&#246;rdert wird und was nicht). Zudem respektiere ich den Papst als Person des &#246;ffentlichen Lebens und gebildeten Menschen, mit dessen Ideen man sich- wie mit denen jedes anderen Menschen- kontrovers auseinandersetzen kann und wohl auch sollte.

Einen Kulturkampf wie ihn Bismarck f&#252;hrte oder gar erst die spanischen Anarchosyndikalisten, halte ich in der Tat f&#252;r grundfalsch. Ich sehe nicht wo ich ein Feindbild Kirche an die Wand gemalt haben soll. Nur weil ich mich ihr selber nicht anschliesse ? Und selbst die, die es tun: wer hat angefangen ? Wenn ein Schwuler die RKK angreift, werde ich ihm das sicher nicht vorwerfen, wenn die RKK ihn genauso angreift. Als Liberaler pl&#228;diere ich jedoch f&#252;r friedliche Koexistenz. Auch durchaus mit Moslems, solange es keine Islamisten sind und sie auf dem Boden des GG stehen. Wieso sollte das so schwierig sein ?  Und wenn ihr meint, man m&#252;sste nach konservativen Richtlinien leben, ist das nicht eine noch viel strengere PC  bzw. CC (=Conservative Correctness)?

Womit ich also dem Zeitgeist entsprechend dann eben ein linkstotalit&#228;rer, Post-PC-Geist bin ;-)   

Auch die Wahl zwischen kapitalistischer AG und sozialistischer Genossenschaft sollte auf dem freien Markt entschieden werden.

Und Rassismus ist ein Verbrechen gegen den Intellekt, weil er eben gerade, freies Denken unterbindet/verbietet.

Du schreibst: &quot;Wenn der archimedische Punkt meines Denkens eine als im moralischen Sinne “gut” geltende Norm ist, dann komme ich gar nicht darum herum, Tatsachen, die der Verwirklichung oder gesellschaftlichen Geltung dieser Norm entgegenstehen w&#252;rden, zu ignorieren. Ich mache mich also selber dumm.&quot;

Hmm, Tatsachen, sofern es denn wirklich welche sind, kann in der Tat niemand ignorieren ohne zu erblinden und/oder zu verdummen. 

Welche Wahrheiten aber willst Du denn  aussprechen, die nicht ausgesprochen werden d&#252;rfen ?  Beispiele ?

Du schreibst: &quot;Dies ist die strukturelle Intoleranz der Linken.&quot;

Ich empfinde ganz oft Linke wie Konservative in vielem intolerant. Und auch bigott. Wenn ein Moslem den Holocaust leugnen w&#252;rde, w&#252;rde sicher gleich der ganze Islam unter diesem Aufh&#228;nger wieder zum Todfeind deklariert werden, das ist genauso falsch wie umgekehrt jetzt gegen die Piusbr&#252;der zu wettern und ansonsten neben Muslimbr&#252;dern auf sog. Friedensdemos zu laufen.

Ist das &quot;Recht auf Leben&quot; f&#252;r die Kirche keine a-priori-Norm ?  Und da jedem Recht auch immer eine Pflicht gegen&#252;bersteht, rede ich auch genug von Pflichten ;-)

Du schreibst: &quot;Nein, mein Bester, das einzige Verbrechen, das man gegen den Intellekt begehen kann, ist, sich und Anderen das Denken zu verbieten!&quot;

Du schreibst: &quot;Das &#228;ndert &#252;berhaupt nichts daran, dass Du ganz offensichtlich bereit bist Tatsachenbehauptungen als b&#246;se abzustempeln.&quot;

Wie kommst Du denn  darauf ? Das kommt darauf an, um was es geht. Wenn ich der Meinung bin, dass eine Tatsachenbehauptung richtig, also wirklich Tatsache ist, werde ich das auch sagen, wenn mich daf&#252;r 99% der Menschen hassen. Wenn ich der Meinung bin, dass die Behauptung unwahr ist, werde ich das ebenfalls sagen. Dass ich Dich auf keinen Fall daf&#252;r t&#246;ten darf, ist ebenfalls klar.

Du schreibst: &quot;Frage Dich doch bitte mal selber, wie Du &#252;berhaupt auf eine solche Formulierung kommst. &quot;

Ach herrje, ich rede umgangssprachlich halt &#246;fters mal so. Ausserdem wollte ich ja vor allem sagen, dass so ein Denken ja leider gerade dazu f&#252;hrt, dass man sich &#252;ber den Haufen schiesst bzw. solche Schie&#223;handlungen legitim werden, was ich ja gerade eben nicht will.

Du schreibst: &quot;Ich w&#228;re nie, auch nicht im Scherz, auf die Idee gekommen zu fordern, man solle die hier lebenden Moslems “&#252;ber den Haufen ballern”. &quot;

Aber Du schreibst (zurecht !!!), dass man die Hamas wegbomben sollte und warnst sogar vor zu gro&#223;er G&#252;te der Israelis.

Du schreibst: &quot;Auf eine solche Formulierung kann eigentlich nur kommen, wer den Andersdenkenden f&#252;r “b&#246;se” h&#228;lt.&quot;

Es ist b&#246;se und falsch so zu denken wie ein Islamist, ein Nazi, ein Stalinist odgl. Wobei ich sagen w&#252;rde, dass die Ideologie eben b&#246;se ist und daraus abgeleitete Handlungen b&#246;se sein k&#246;nnen, nicht jedoch kann man wohl sagen, dass der Mensch als solcher rein b&#246;se ist.
Sind ja in der Tat alles Menschen oder im christlichen Sinne Gottes Kinder.

Was meinst Du schon wieder mit Ausschlu&#223; aus dem seri&#246;sen Diskurs? Es gibt kein Recht zu irgendeiner Veranstaltung eingeladen zu werden, wenn der Veranstalter Dich nicht dort haben m&#246;chte.  Ja, TV-Anstalten d&#252;rfen Dich aus Debatten ausschliessen, Zeitungen Dich ignorieren, Verlage Deinen Roman ablehnen usw.  Mit Ausnahme des Staates kann Dich aber niemand komplett ausschliessen.  Das ist es ja eben. Allein dieser Blog hier ist Beweis daf&#252;r. 

Ich rechtfertige zudem auch selber keinen Ausschluss, wenngleich er rechtens sein mag. Wenn ich nen eigenen Fernsehsender, eine eigene Zeitung, ein eigenes, wissenschaftliches Forschungszentrum oder oder ... h&#228;tte, w&#252;rde dort niemand per se ausgeschlossen werden von Debatten.  Man merkt dass Du mich nicht in real kennst, sonst w&#252;rdest Du sowas niemals schreiben. Ich teile hart aus, kann aber auch einstecken. Nur stimmen die Vorw&#252;rfe hier gegen mich nicht. Links okay (ich liebe Robert Nozick !), aber totalit&#228;r, njet ! 

We agree to disagree - halt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Manfred: Ich hatte nicht mitbekommen wof&#252;r Dox ausgeschlossen wurde, der Kommentar wurde ja gel&#246;scht. Insofern: danke f&#252;r die Erkl&#228;rung !</p>
<p>Ich erlaube mir ein paar Deiner Fragen zu beantworten.</p>
<p>Unter welchen Voraussetzungen<br />
kann menschliche Gesellschaft<br />
&#252;berhaupt existieren ?</p>
<p>Gemeint ist ja sicher eine Gesellschaft, in der die- wie Du richtig festgestellt hast- leider keineswegs selbstverst&#228;ndlichen- Freiheitsrechte des Einzelnen gesch&#252;tzt sind. (Denn eine  x-beliebige Gesellschaft gibt es immer, im Dritten Reich gab es auch eine Gesellschaft.)</p>
<p>Also: Respekt und Achtung vor seinen Mitmenschen, die Anerkennung des Einzelnen als wertvolles Individuum, gegenseitige Toleranz, gemeinsamer Wertekanon, der friedliche Vielfalt erm&#246;glicht, ein funktionierendes Rechtssystem, einen m&#246;glichst neutralen, objektiven Staat und gewisse Ordnungsstrukturen, Solidarit&#228;t in geeigneten pers&#246;nlichen Bindungen.<br />
Ich vertraue halt nur mehr als Du darauf, dass sich von selbst die geeigneten Bindungen durchsetzen. </p>
<p>Die den Konservativen so heilige, b&#252;rgerliche Familie wei&#223; ich sehr zu sch&#228;tzen, weil ich sie selber sehr positiv erlebt habe, aber wieso sollte dieses Modell, was es auch nicht seit Anfang der Menschheitsgeschichte schon gibt, f&#252;r alle Zeit das &#8220;nat&#252;rliche&#8221; sein ? Wieso den Menschen nicht die Wahl lassen, welche Bindungen sie eingehen wollen und welche nicht ? </p>
<p>Der klassische Liberalismus f&#228;ngt in der Tat mit a-priori-Rechten an, da stehe ich ganz in Lockescher Tradition. Dass der Liberalismus &#8220;links&#8221; vom Konservativismus anzusiedeln ist, ist auch klar, insofern einigen wir uns mal darauf dass ich &#8220;werte-links&#8221;, &#8220;progressiv&#8221; etc. bin. Allerdings sehe ich den Menschen nicht als gut an, sondern traue ihm alles zu, auch das abgrundtief B&#246;seste, was er ja oft genug unter Beweis gestellt hat. Die Frage ist, wie man ausgehend von dieser Natur des Menschen, ein dem Menschen Freiheit gebendes, aber seine Natur doch auch kontrollierendes System schaffen kann, was das B&#246;se m&#246;glichst minimiert und das Gute schafft.</p>
<p>Kein Freiheitlicher (jedenfalls kein Liberaler, Libert&#228;re und Anarchisten sehen das nat&#252;rlich ganz anders) sieht den Staat &#252;brigens als ne b&#246;se Struktur an. Der Staat ist genauso wenig inh&#228;rent b&#246;se wie ein Messer dies sein kann, es ist ein reines Werkzeug. Ich kann mit dem Messer Brot schneiden oder auch Leute umbringen, der Staat kann Menschenleben retten, sch&#252;tzen, Freiheit gew&#228;hrleisten, aber auch Menschen t&#246;ten, verletzen und versklaven. </p>
<p>Genauso wenig sehe ich die Kirche als eine b&#246;se Institution an. Sie ist eine Institution von Menschen, f&#228;hig zu allem Guten und allem Schlechten, je nachdem wie die Menschen darin handeln (wollen) und welche inneren Strukturen gegeben sind (die bestimmen was f&#252;r ein Verhalten gef&#246;rdert wird und was nicht). Zudem respektiere ich den Papst als Person des &#246;ffentlichen Lebens und gebildeten Menschen, mit dessen Ideen man sich- wie mit denen jedes anderen Menschen- kontrovers auseinandersetzen kann und wohl auch sollte.</p>
<p>Einen Kulturkampf wie ihn Bismarck f&#252;hrte oder gar erst die spanischen Anarchosyndikalisten, halte ich in der Tat f&#252;r grundfalsch. Ich sehe nicht wo ich ein Feindbild Kirche an die Wand gemalt haben soll. Nur weil ich mich ihr selber nicht anschliesse ? Und selbst die, die es tun: wer hat angefangen ? Wenn ein Schwuler die RKK angreift, werde ich ihm das sicher nicht vorwerfen, wenn die RKK ihn genauso angreift. Als Liberaler pl&#228;diere ich jedoch f&#252;r friedliche Koexistenz. Auch durchaus mit Moslems, solange es keine Islamisten sind und sie auf dem Boden des GG stehen. Wieso sollte das so schwierig sein ?  Und wenn ihr meint, man m&#252;sste nach konservativen Richtlinien leben, ist das nicht eine noch viel strengere PC  bzw. CC (=Conservative Correctness)?</p>
<p>Womit ich also dem Zeitgeist entsprechend dann eben ein linkstotalit&#228;rer, Post-PC-Geist bin <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />    </p>
<p>Auch die Wahl zwischen kapitalistischer AG und sozialistischer Genossenschaft sollte auf dem freien Markt entschieden werden.</p>
<p>Und Rassismus ist ein Verbrechen gegen den Intellekt, weil er eben gerade, freies Denken unterbindet/verbietet.</p>
<p>Du schreibst: &#8220;Wenn der archimedische Punkt meines Denkens eine als im moralischen Sinne “gut” geltende Norm ist, dann komme ich gar nicht darum herum, Tatsachen, die der Verwirklichung oder gesellschaftlichen Geltung dieser Norm entgegenstehen w&#252;rden, zu ignorieren. Ich mache mich also selber dumm.&#8221;</p>
<p>Hmm, Tatsachen, sofern es denn wirklich welche sind, kann in der Tat niemand ignorieren ohne zu erblinden und/oder zu verdummen. </p>
<p>Welche Wahrheiten aber willst Du denn  aussprechen, die nicht ausgesprochen werden d&#252;rfen ?  Beispiele ?</p>
<p>Du schreibst: &#8220;Dies ist die strukturelle Intoleranz der Linken.&#8221;</p>
<p>Ich empfinde ganz oft Linke wie Konservative in vielem intolerant. Und auch bigott. Wenn ein Moslem den Holocaust leugnen w&#252;rde, w&#252;rde sicher gleich der ganze Islam unter diesem Aufh&#228;nger wieder zum Todfeind deklariert werden, das ist genauso falsch wie umgekehrt jetzt gegen die Piusbr&#252;der zu wettern und ansonsten neben Muslimbr&#252;dern auf sog. Friedensdemos zu laufen.</p>
<p>Ist das &#8220;Recht auf Leben&#8221; f&#252;r die Kirche keine a-priori-Norm ?  Und da jedem Recht auch immer eine Pflicht gegen&#252;bersteht, rede ich auch genug von Pflichten <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Du schreibst: &#8220;Nein, mein Bester, das einzige Verbrechen, das man gegen den Intellekt begehen kann, ist, sich und Anderen das Denken zu verbieten!&#8221;</p>
<p>Du schreibst: &#8220;Das &#228;ndert &#252;berhaupt nichts daran, dass Du ganz offensichtlich bereit bist Tatsachenbehauptungen als b&#246;se abzustempeln.&#8221;</p>
<p>Wie kommst Du denn  darauf ? Das kommt darauf an, um was es geht. Wenn ich der Meinung bin, dass eine Tatsachenbehauptung richtig, also wirklich Tatsache ist, werde ich das auch sagen, wenn mich daf&#252;r 99% der Menschen hassen. Wenn ich der Meinung bin, dass die Behauptung unwahr ist, werde ich das ebenfalls sagen. Dass ich Dich auf keinen Fall daf&#252;r t&#246;ten darf, ist ebenfalls klar.</p>
<p>Du schreibst: &#8220;Frage Dich doch bitte mal selber, wie Du &#252;berhaupt auf eine solche Formulierung kommst. &#8221;</p>
<p>Ach herrje, ich rede umgangssprachlich halt &#246;fters mal so. Ausserdem wollte ich ja vor allem sagen, dass so ein Denken ja leider gerade dazu f&#252;hrt, dass man sich &#252;ber den Haufen schiesst bzw. solche Schie&#223;handlungen legitim werden, was ich ja gerade eben nicht will.</p>
<p>Du schreibst: &#8220;Ich w&#228;re nie, auch nicht im Scherz, auf die Idee gekommen zu fordern, man solle die hier lebenden Moslems “&#252;ber den Haufen ballern”. &#8221;</p>
<p>Aber Du schreibst (zurecht !!!), dass man die Hamas wegbomben sollte und warnst sogar vor zu gro&#223;er G&#252;te der Israelis.</p>
<p>Du schreibst: &#8220;Auf eine solche Formulierung kann eigentlich nur kommen, wer den Andersdenkenden f&#252;r “b&#246;se” h&#228;lt.&#8221;</p>
<p>Es ist b&#246;se und falsch so zu denken wie ein Islamist, ein Nazi, ein Stalinist odgl. Wobei ich sagen w&#252;rde, dass die Ideologie eben b&#246;se ist und daraus abgeleitete Handlungen b&#246;se sein k&#246;nnen, nicht jedoch kann man wohl sagen, dass der Mensch als solcher rein b&#246;se ist.<br />
Sind ja in der Tat alles Menschen oder im christlichen Sinne Gottes Kinder.</p>
<p>Was meinst Du schon wieder mit Ausschlu&#223; aus dem seri&#246;sen Diskurs? Es gibt kein Recht zu irgendeiner Veranstaltung eingeladen zu werden, wenn der Veranstalter Dich nicht dort haben m&#246;chte.  Ja, TV-Anstalten d&#252;rfen Dich aus Debatten ausschliessen, Zeitungen Dich ignorieren, Verlage Deinen Roman ablehnen usw.  Mit Ausnahme des Staates kann Dich aber niemand komplett ausschliessen.  Das ist es ja eben. Allein dieser Blog hier ist Beweis daf&#252;r. </p>
<p>Ich rechtfertige zudem auch selber keinen Ausschluss, wenngleich er rechtens sein mag. Wenn ich nen eigenen Fernsehsender, eine eigene Zeitung, ein eigenes, wissenschaftliches Forschungszentrum oder oder &#8230; h&#228;tte, w&#252;rde dort niemand per se ausgeschlossen werden von Debatten.  Man merkt dass Du mich nicht in real kennst, sonst w&#252;rdest Du sowas niemals schreiben. Ich teile hart aus, kann aber auch einstecken. Nur stimmen die Vorw&#252;rfe hier gegen mich nicht. Links okay (ich liebe Robert Nozick !), aber totalit&#228;r, njet ! </p>
<p>We agree to disagree &#8211; halt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1324</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 22:38:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1324</guid>
		<description>She jetzt erst, da&#223; noch jemand unter dem K&#252;rzel CK geshrieben hat. Der letzte Beitrag ist von mir (CK2), die anderen nicht.
Christian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>She jetzt erst, da&#223; noch jemand unter dem K&#252;rzel CK geshrieben hat. Der letzte Beitrag ist von mir (CK2), die anderen nicht.<br />
Christian</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1323</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 22:32:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1323</guid>
		<description>@ Netzklempnerin:
Vielleicht kennst Du CK pers&#246;nlich; ich aber kenne ihn nicht, ich kann nur seine Texte beurteilen. Mag sein, dass er ein Radikalliberaler ist. Mag auch sein, dass man seine Texte als radikalliberal bezeichnen kann. Das w&#228;re dann allerdings eine Form &quot;liberal&quot; zu sein, die mit &quot;Liberalismus&quot; im Sinne einer erkenntnisverzerrenden Ideologie allerhand, mit Liberalit&#228;t dagegen ziemlich wenig zu tun hat. 

Im &#220;brigen frage ich mich ganz ernsthaft, was Dich daran hindert, auf meine wei&#223; Gott ausf&#252;hrlich genug dargelegten Argumente einzugehen. Wenn ich bedenke, wie lange und wie sorgf&#228;ltig ich meine Position begr&#252;ndet habe, finde ich deine Frage &quot;Warum siehst Du den Splitter...&quot; ziemlich d&#228;mlich und die Unterstellung der Unredlichkeit ausgesprochen frech!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Netzklempnerin:<br />
Vielleicht kennst Du CK pers&#246;nlich; ich aber kenne ihn nicht, ich kann nur seine Texte beurteilen. Mag sein, dass er ein Radikalliberaler ist. Mag auch sein, dass man seine Texte als radikalliberal bezeichnen kann. Das w&#228;re dann allerdings eine Form &#8220;liberal&#8221; zu sein, die mit &#8220;Liberalismus&#8221; im Sinne einer erkenntnisverzerrenden Ideologie allerhand, mit Liberalit&#228;t dagegen ziemlich wenig zu tun hat. </p>
<p>Im &#220;brigen frage ich mich ganz ernsthaft, was Dich daran hindert, auf meine wei&#223; Gott ausf&#252;hrlich genug dargelegten Argumente einzugehen. Wenn ich bedenke, wie lange und wie sorgf&#228;ltig ich meine Position begr&#252;ndet habe, finde ich deine Frage &#8220;Warum siehst Du den Splitter&#8230;&#8221; ziemlich d&#228;mlich und die Unterstellung der Unredlichkeit ausgesprochen frech!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1322</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 22:17:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1322</guid>
		<description>[I]&quot;Die katholische Kirche hat zwar nicht das Monopol zu definieren, was christlich, wohl aber, was nicht christlich ist. Ihre Existenz stellt sicher, dass nicht jede Schnapsidee synkretistischer Weltumarmer unter den evangelischen Theologen die Chance bekommt, offizielle Theologie zu werden.&quot;[/I]

Das scheint mir eine sehr starke neuzeitliche binneneurop&#228;ische gepr&#228;gte Sicht zu sein. Haben Sie sich mal (heute) in Lateinamerika oder Afrika umgesehen, was es dort in der katholischen Kirche an sykretistischen Kulten gibt (Ahenkult + Christus ...)?

Und ein Blick in die Kirchengeschichte lehrt, da&#223; weder Papstamt noch r&#246;m.-kath. Kirchenauffassung vor Irrtum sch&#252;tzt. PC und auch &quot;was n&#252;tzt&quot; gab&#039;s auch damals und wurde durchaus auch von der Kathol. Kirche praktiziert. (Von protestant. Seite auch.) Mich &#252;berzeugt die Argumentation in diesem Punkt nicht.

F&#252;r mich hat die kathol. Kirche nicht das Monopol, zu erkl&#228;ren, was nicht christlich sei. Dieses &quot;Monopol&quot; ist m.E. eher ein Medienph&#228;nomen. Da spricht einer und man ist daf&#252;r oder dagegen. Und man (Presse ...) kann sich daran wunderbar reiben und daraus Schlagzeilen formen, Stimmungen aufnehmen, aufbauen. Positiv (&quot;Wir sind Papst&quot; ... wir Protestanten sind das schon seit 1517 ;-) ) oder negativ. Die Auseinandersetzung mit den protestanten ergibt nie eine so griffige Schlagzeile, erfordert aber eine Auseinandersetzung mit der (theol., pol., ethischen, ...) Sache. ... und gerade diese Vielstimmigkeit fordert zu einer Auseinanderseztzung mit den Themen auf. ... und nicht zu einer Unterordnung oder Gew&#246;hnung. Denn: Christus hat sich die Wahrheit genannt, nicht die Gewohnheit!“. 
Christian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[I]&#8220;Die katholische Kirche hat zwar nicht das Monopol zu definieren, was christlich, wohl aber, was nicht christlich ist. Ihre Existenz stellt sicher, dass nicht jede Schnapsidee synkretistischer Weltumarmer unter den evangelischen Theologen die Chance bekommt, offizielle Theologie zu werden.&#8221;[/I]</p>
<p>Das scheint mir eine sehr starke neuzeitliche binneneurop&#228;ische gepr&#228;gte Sicht zu sein. Haben Sie sich mal (heute) in Lateinamerika oder Afrika umgesehen, was es dort in der katholischen Kirche an sykretistischen Kulten gibt (Ahenkult + Christus &#8230;)?</p>
<p>Und ein Blick in die Kirchengeschichte lehrt, da&#223; weder Papstamt noch r&#246;m.-kath. Kirchenauffassung vor Irrtum sch&#252;tzt. PC und auch &#8220;was n&#252;tzt&#8221; gab&#8217;s auch damals und wurde durchaus auch von der Kathol. Kirche praktiziert. (Von protestant. Seite auch.) Mich &#252;berzeugt die Argumentation in diesem Punkt nicht.</p>
<p>F&#252;r mich hat die kathol. Kirche nicht das Monopol, zu erkl&#228;ren, was nicht christlich sei. Dieses &#8220;Monopol&#8221; ist m.E. eher ein Medienph&#228;nomen. Da spricht einer und man ist daf&#252;r oder dagegen. Und man (Presse &#8230;) kann sich daran wunderbar reiben und daraus Schlagzeilen formen, Stimmungen aufnehmen, aufbauen. Positiv (&#8220;Wir sind Papst&#8221; &#8230; wir Protestanten sind das schon seit 1517 <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) oder negativ. Die Auseinandersetzung mit den protestanten ergibt nie eine so griffige Schlagzeile, erfordert aber eine Auseinandersetzung mit der (theol., pol., ethischen, &#8230;) Sache. &#8230; und gerade diese Vielstimmigkeit fordert zu einer Auseinanderseztzung mit den Themen auf. &#8230; und nicht zu einer Unterordnung oder Gew&#246;hnung. Denn: Christus hat sich die Wahrheit genannt, nicht die Gewohnheit!“.<br />
Christian</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Netzklempnerin</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1321</link>
		<dc:creator>Die Netzklempnerin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 22:17:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1321</guid>
		<description>@Manfred: &quot;Auf eine solche Formulierung kann eigentlich nur kommen, wer den Andersdenkenden f&#252;r “b&#246;se” h&#228;lt.&quot;

Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? (Matth&#228;us 7,3)

CK ist ein Radikalliberaler durch und durch. Ihn in die N&#228;he von Stalinisten und anderen Massenm&#246;rdern zu r&#252;cken ist unredlich und zeugt nicht gerade von respektvollem Umgang mit Andersdenkenden. Nicht alle Leute die anderer Meinung sind als Du sind gleich eine Bedrohung f&#252;r die Demokratie. Pluralismus hei&#223;t auch, andere Ansichten zulassen zu k&#246;nnen. In pluralistischen Demokratien hat keiner ein Monopol auf die Wahrheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Manfred: &#8220;Auf eine solche Formulierung kann eigentlich nur kommen, wer den Andersdenkenden f&#252;r “b&#246;se” h&#228;lt.&#8221;</p>
<p>Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? (Matth&#228;us 7,3)</p>
<p>CK ist ein Radikalliberaler durch und durch. Ihn in die N&#228;he von Stalinisten und anderen Massenm&#246;rdern zu r&#252;cken ist unredlich und zeugt nicht gerade von respektvollem Umgang mit Andersdenkenden. Nicht alle Leute die anderer Meinung sind als Du sind gleich eine Bedrohung f&#252;r die Demokratie. Pluralismus hei&#223;t auch, andere Ansichten zulassen zu k&#246;nnen. In pluralistischen Demokratien hat keiner ein Monopol auf die Wahrheit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1320</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 20:31:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1320</guid>
		<description>@ CK:

Also, zun&#228;chst zur Klarstellung: Ich habe Dox nicht wegen seiner faschistischen Ansichten
rausgeschmissen, sondern weil er trotz wiederholter eindringlicher Warnungen seiner Neigung zum pers&#246;nlichen Tiefschlag wieder einmal nicht widerstehen konnte. In einem solchen Fall 
gilt, was ich auf der Seite &quot;&#220;ber mich und diesen Blog&quot; geschrieben habe: 

&lt;i&gt;&quot;Wer aber meint, meine Argumente dadurch anfechten zu m&#252;ssen, dass er mir meine Integrit&#228;t, 
meine Redlichkeit, meine seelische Gesundheit oder meine Kompetenz abspricht, kurz: mich als 
Person angreift, hat hier nichts zu suchen und wird als Kommentator nicht geduldet. Und wen 
ich einmal ausgeschlossen habe, der bleibt drau&#223;en!&quot;&lt;/i&gt;

Nun zu Deinen Argumenten:

&lt;i&gt;&quot;Die Natur-/Grundrechte jedes Individuums sind meine moralischen Fixpunkte, ohne die eben
gerade eine Werte-Erosion droht. Insofern sind das schon Dogmen f&#252;r mich,...&quot;&lt;/i&gt;  

Genau. Du gehst nicht von der Frage aus, unter welchen Voraussetzungen menschliche Gesellschaft 
&#252;berhaupt existieren kann; insbesondere fragst Du nicht, welcher Bindungen und Ein-Bindungen des Einzelnen in Staat, Recht, Familie, Religion, Nation (die Liste ist unvollst&#228;ndig) es bedarf, damit eine Ordnung, die in der Lage ist, Freiheitsrechte zu garantieren, &#252;berhaupt existieren kann. Dass solche Freiheitsrechte und ihre effektive Gew&#228;hrleistung sogar 
historisch, erst recht menschheitsgeschichtlich, au&#223;erordentlich jungen Datums sind, zeigt, dass sie alles andere als selbstverst&#228;ndlich sind.

Daher sollte am Beginn jeder seri&#246;sen &#220;berlegung die Frage nach den sozialen Voraussetzungen von Freiheit stehen. Diese Frage nicht zu stellen, sondern gleich mit den Rechten anzufangen, ist typisch linkes Denken. 

(Nebenbei gesagt ist der Liberalismus, verstanden als politische Idologie, dem linken und nicht dem rechten Denken zuzurechnen, erst recht nicht der vielzitierten Mitte. Der linke Standpunkt lautet, der Mensch sei gut, alles B&#246;se gehe von den gesellschaftlichen Strukturen aus, und die verschiedenen linken Richtungen unterscheiden allenfalls, &lt;i&gt;welche&lt;/i&gt; Strukturen es im Einzelfall sind. Die Liberalen konzentrieren sich auf Staat und Kirche, die Sozialisten auf Kapitalismus und Kirche. Trotzdem ist es erkennbar ein und dieselbe Grundauffassung.) 

Wenn der archimedische Punkt meines Denkens eine als im moralischen Sinne &quot;gut&quot; geltende Norm ist, dann komme ich gar nicht darum herum, Tatsachen, die der Verwirklichung oder gesellschaftlichen Geltung dieser Norm entgegenstehen w&#252;rden, zu ignorieren. Ich mache mich also selber dumm.

Was blo&#223; das Problem dessen w&#228;re, der es tut, wenn die fatale Folge nicht die w&#228;re, dass seine Dummheit ans Tageslicht k&#228;me, wenn Wahrheiten ohne weiteres ausgesprochen werden d&#252;rften, und zwar in Zusammenh&#228;ngen, in denen nach allgemeiner Ansicht &quot;Wahrheit&quot; produziert wird - also in Wissenschaft, Medien und Religion. Den bel&#228;chelten Irren darf jeder machen, unter Umst&#228;nden auch so etwas wie das offzielle Enfant terrible sein (Broder z.B.), aber der Anspruch auf Seriosit&#228;t, den darf man nur Leuten zugestehen, die denselben normativ bestimmten fixen Ideen anh&#228;ngen wie man selber. Und gegen den, der das nicht tut, wird der &quot;Aufstand der Anst&#228;ndigen&quot; geprobt. Wie jetzt gegen den Papst. Dies ist die strukturelle Intoleranz der Linken. Sie ist keine Frage des pers&#246;nlichen Charakters, sondern die zwangsl&#228;ufige Folge der &lt;i&gt;Pr&#228;missen&lt;/i&gt; linken Denkens.

Deswegen beeindruckt es mich nicht besonders, wenn Du schreibst:

&lt;i&gt;&quot;Ich kenne &#252;brigens auch sehr wohl den Unterschied zwischen Ist und Soll.&quot;&lt;/i&gt;

Theoretisch bestimmt, praktisch spielt er in deiner Argumentation insofern keine Rolle, als Du durchweg von normativen Aprioris ausgehst (Recht auf Freiheit, Recht auf Leben usw., &#252;berhaupt lese ich bei Dir immer nur von Rechten und ein bisschen von Pflichten, in jedem Fall aber von normativen nicht von empirischen Aussagen), und deswegen gezwungen bist, Ansichten, die &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; von diesen Aprioris ausgehen, nicht einfach als vermeintlich unrichtig zu kritisieren, sondern als &lt;i&gt;verwerflich&lt;/i&gt; zu verdammen.

&quot;Ich bin der Meinung, dass Rassismus ein vollkommen irrationales “Verbrechen” gegen den Intellekt ist, ja&quot;. - &lt;strong&gt;Nein, mein Bester, das einzige Verbrechen, das man gegen den Intellekt begehen kann, ist, sich und Anderen das Denken zu verbieten!&lt;/strong&gt;

Dass Du pers&#246;nlich toleranter bist als ein Stalinist und deswegen manche Ausw&#252;chse der Political Correctness f&#252;r &#252;bertrieben h&#228;ltst (und mir insofern, aber eben nur insofern, zustimmst), &#228;ndert &#252;berhaupt nichts daran, dass Du ganz offensichtlich bereit bist &lt;i&gt;Tatsachenbehauptungen&lt;/i&gt; als &lt;i&gt;b&#246;se&lt;/i&gt; abzustempeln - und eben nicht einfach als &lt;i&gt;unwahr&lt;/i&gt; zu kritisieren. Die Frage, ob man die &quot;B&#246;sen&quot; dann t&#246;ten darf, schrumpft unter diesen Voraussetzungen zu einer Frage des blo&#223; pragmatischen, machtpolitischen Kalk&#252;ls. 

Ich will Dir ja gerne glauben, dass Deine Formulierung, man solle Anh&#228;nger bestimmter Auffassungen &quot;&#252;ber den Haufen ballern&quot;, nicht w&#246;rtlich zu verstehen ist, aber frage Dich doch bitte mal selber, wie Du &#252;berhaupt auf eine solche Formulierung kommst. Ich selber habe, um einen Vergleich anzustellen, bestimmt viele, viele Seiten geschrieben, aus denen hervorgeht, dass der Islam ein totalit&#228;res Wahnsystem ist, das unsere Gesellschaft bedroht, aber ich w&#228;re nie, auch nicht im Scherz, auf die Idee gekommen zu fordern, man solle die hier lebenden Moslems &quot;&#252;ber den Haufen ballern&quot;. Auf eine solche Formulierung kann eigentlich nur kommen, wer den Andersdenkenden f&#252;r &quot;b&#246;se&quot; h&#228;lt.

Da n&#252;tzt es auch nichts, dass Du den Andersdenkenden &quot;blo&#223;&quot; sozial isolieren willst - was in einem politischen Kontext ja nichts anderes bedeuten kann als den oben beschriebenen Ausschluss aus dem &quot;seri&#246;sen&quot; Diskurs. Und das dann mit dem Satz zu rechtfertigen 

&lt;i&gt;&quot;Oder l&#228;dst Du alle und jeden wahllos in Dein Haus rein, trinkst mit jedem x-beliebigen Deppen ein Bier usw.?&quot; &lt;/i&gt;

beruht, sofern es nicht einfach eine Beleidigung meiner Intelligenz sein soll, auf der geradezu mutwilligen Verwechslung von &#246;ffentlich und privat. Im privaten Bereich kann ich mir n&#228;mlich aussuchen, was ich mir bieten lasse und was nicht, aber eben nicht im &#246;ffentlichen. Dort gelten Grundrechte und Toleranzpflichten. Du aber rechtfertigst genau den Ausschluss missliebiger Tatsachenbehauptungen aus dem &#246;ffentlichen Diskurs. Du rechtfertigst nicht mehr und nicht weniger als den ideologisch motivierten Kalten Krieg gegen die Meinungsfreiheit, den die Linke seit Jahrzehnten f&#252;hrt, und den sie - um den Preis der Zerst&#246;rung unserer Gesellschaft und unserer Demokratie - auch gewinnen wird, wenn der bisherige Trend nur noch wenige Jahre anh&#228;lt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ CK:</p>
<p>Also, zun&#228;chst zur Klarstellung: Ich habe Dox nicht wegen seiner faschistischen Ansichten<br />
rausgeschmissen, sondern weil er trotz wiederholter eindringlicher Warnungen seiner Neigung zum pers&#246;nlichen Tiefschlag wieder einmal nicht widerstehen konnte. In einem solchen Fall<br />
gilt, was ich auf der Seite &#8220;&#220;ber mich und diesen Blog&#8221; geschrieben habe: </p>
<p><i>&#8220;Wer aber meint, meine Argumente dadurch anfechten zu m&#252;ssen, dass er mir meine Integrit&#228;t,<br />
meine Redlichkeit, meine seelische Gesundheit oder meine Kompetenz abspricht, kurz: mich als<br />
Person angreift, hat hier nichts zu suchen und wird als Kommentator nicht geduldet. Und wen<br />
ich einmal ausgeschlossen habe, der bleibt drau&#223;en!&#8221;</i></p>
<p>Nun zu Deinen Argumenten:</p>
<p><i>&#8220;Die Natur-/Grundrechte jedes Individuums sind meine moralischen Fixpunkte, ohne die eben<br />
gerade eine Werte-Erosion droht. Insofern sind das schon Dogmen f&#252;r mich,&#8230;&#8221;</i>  </p>
<p>Genau. Du gehst nicht von der Frage aus, unter welchen Voraussetzungen menschliche Gesellschaft<br />
&#252;berhaupt existieren kann; insbesondere fragst Du nicht, welcher Bindungen und Ein-Bindungen des Einzelnen in Staat, Recht, Familie, Religion, Nation (die Liste ist unvollst&#228;ndig) es bedarf, damit eine Ordnung, die in der Lage ist, Freiheitsrechte zu garantieren, &#252;berhaupt existieren kann. Dass solche Freiheitsrechte und ihre effektive Gew&#228;hrleistung sogar<br />
historisch, erst recht menschheitsgeschichtlich, au&#223;erordentlich jungen Datums sind, zeigt, dass sie alles andere als selbstverst&#228;ndlich sind.</p>
<p>Daher sollte am Beginn jeder seri&#246;sen &#220;berlegung die Frage nach den sozialen Voraussetzungen von Freiheit stehen. Diese Frage nicht zu stellen, sondern gleich mit den Rechten anzufangen, ist typisch linkes Denken. </p>
<p>(Nebenbei gesagt ist der Liberalismus, verstanden als politische Idologie, dem linken und nicht dem rechten Denken zuzurechnen, erst recht nicht der vielzitierten Mitte. Der linke Standpunkt lautet, der Mensch sei gut, alles B&#246;se gehe von den gesellschaftlichen Strukturen aus, und die verschiedenen linken Richtungen unterscheiden allenfalls, <i>welche</i> Strukturen es im Einzelfall sind. Die Liberalen konzentrieren sich auf Staat und Kirche, die Sozialisten auf Kapitalismus und Kirche. Trotzdem ist es erkennbar ein und dieselbe Grundauffassung.) </p>
<p>Wenn der archimedische Punkt meines Denkens eine als im moralischen Sinne &#8220;gut&#8221; geltende Norm ist, dann komme ich gar nicht darum herum, Tatsachen, die der Verwirklichung oder gesellschaftlichen Geltung dieser Norm entgegenstehen w&#252;rden, zu ignorieren. Ich mache mich also selber dumm.</p>
<p>Was blo&#223; das Problem dessen w&#228;re, der es tut, wenn die fatale Folge nicht die w&#228;re, dass seine Dummheit ans Tageslicht k&#228;me, wenn Wahrheiten ohne weiteres ausgesprochen werden d&#252;rften, und zwar in Zusammenh&#228;ngen, in denen nach allgemeiner Ansicht &#8220;Wahrheit&#8221; produziert wird &#8211; also in Wissenschaft, Medien und Religion. Den bel&#228;chelten Irren darf jeder machen, unter Umst&#228;nden auch so etwas wie das offzielle Enfant terrible sein (Broder z.B.), aber der Anspruch auf Seriosit&#228;t, den darf man nur Leuten zugestehen, die denselben normativ bestimmten fixen Ideen anh&#228;ngen wie man selber. Und gegen den, der das nicht tut, wird der &#8220;Aufstand der Anst&#228;ndigen&#8221; geprobt. Wie jetzt gegen den Papst. Dies ist die strukturelle Intoleranz der Linken. Sie ist keine Frage des pers&#246;nlichen Charakters, sondern die zwangsl&#228;ufige Folge der <i>Pr&#228;missen</i> linken Denkens.</p>
<p>Deswegen beeindruckt es mich nicht besonders, wenn Du schreibst:</p>
<p><i>&#8220;Ich kenne &#252;brigens auch sehr wohl den Unterschied zwischen Ist und Soll.&#8221;</i></p>
<p>Theoretisch bestimmt, praktisch spielt er in deiner Argumentation insofern keine Rolle, als Du durchweg von normativen Aprioris ausgehst (Recht auf Freiheit, Recht auf Leben usw., &#252;berhaupt lese ich bei Dir immer nur von Rechten und ein bisschen von Pflichten, in jedem Fall aber von normativen nicht von empirischen Aussagen), und deswegen gezwungen bist, Ansichten, die <i>nicht</i> von diesen Aprioris ausgehen, nicht einfach als vermeintlich unrichtig zu kritisieren, sondern als <i>verwerflich</i> zu verdammen.</p>
<p>&#8220;Ich bin der Meinung, dass Rassismus ein vollkommen irrationales “Verbrechen” gegen den Intellekt ist, ja&#8221;. &#8211; <strong>Nein, mein Bester, das einzige Verbrechen, das man gegen den Intellekt begehen kann, ist, sich und Anderen das Denken zu verbieten!</strong></p>
<p>Dass Du pers&#246;nlich toleranter bist als ein Stalinist und deswegen manche Ausw&#252;chse der Political Correctness f&#252;r &#252;bertrieben h&#228;ltst (und mir insofern, aber eben nur insofern, zustimmst), &#228;ndert &#252;berhaupt nichts daran, dass Du ganz offensichtlich bereit bist <i>Tatsachenbehauptungen</i> als <i>b&#246;se</i> abzustempeln &#8211; und eben nicht einfach als <i>unwahr</i> zu kritisieren. Die Frage, ob man die &#8220;B&#246;sen&#8221; dann t&#246;ten darf, schrumpft unter diesen Voraussetzungen zu einer Frage des blo&#223; pragmatischen, machtpolitischen Kalk&#252;ls. </p>
<p>Ich will Dir ja gerne glauben, dass Deine Formulierung, man solle Anh&#228;nger bestimmter Auffassungen &#8220;&#252;ber den Haufen ballern&#8221;, nicht w&#246;rtlich zu verstehen ist, aber frage Dich doch bitte mal selber, wie Du &#252;berhaupt auf eine solche Formulierung kommst. Ich selber habe, um einen Vergleich anzustellen, bestimmt viele, viele Seiten geschrieben, aus denen hervorgeht, dass der Islam ein totalit&#228;res Wahnsystem ist, das unsere Gesellschaft bedroht, aber ich w&#228;re nie, auch nicht im Scherz, auf die Idee gekommen zu fordern, man solle die hier lebenden Moslems &#8220;&#252;ber den Haufen ballern&#8221;. Auf eine solche Formulierung kann eigentlich nur kommen, wer den Andersdenkenden f&#252;r &#8220;b&#246;se&#8221; h&#228;lt.</p>
<p>Da n&#252;tzt es auch nichts, dass Du den Andersdenkenden &#8220;blo&#223;&#8221; sozial isolieren willst &#8211; was in einem politischen Kontext ja nichts anderes bedeuten kann als den oben beschriebenen Ausschluss aus dem &#8220;seri&#246;sen&#8221; Diskurs. Und das dann mit dem Satz zu rechtfertigen </p>
<p><i>&#8220;Oder l&#228;dst Du alle und jeden wahllos in Dein Haus rein, trinkst mit jedem x-beliebigen Deppen ein Bier usw.?&#8221; </i></p>
<p>beruht, sofern es nicht einfach eine Beleidigung meiner Intelligenz sein soll, auf der geradezu mutwilligen Verwechslung von &#246;ffentlich und privat. Im privaten Bereich kann ich mir n&#228;mlich aussuchen, was ich mir bieten lasse und was nicht, aber eben nicht im &#246;ffentlichen. Dort gelten Grundrechte und Toleranzpflichten. Du aber rechtfertigst genau den Ausschluss missliebiger Tatsachenbehauptungen aus dem &#246;ffentlichen Diskurs. Du rechtfertigst nicht mehr und nicht weniger als den ideologisch motivierten Kalten Krieg gegen die Meinungsfreiheit, den die Linke seit Jahrzehnten f&#252;hrt, und den sie &#8211; um den Preis der Zerst&#246;rung unserer Gesellschaft und unserer Demokratie &#8211; auch gewinnen wird, wenn der bisherige Trend nur noch wenige Jahre anh&#228;lt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ts</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1319</link>
		<dc:creator>ts</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 16:55:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1319</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;Und Du bist der Meinung, die Thematisierung von Rassenunterschieden und ihrer politischen Bedeutung sei &lt;em&gt;verbrecherisch?&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;em&gt;


&lt;/em&gt;Sicher als nicht &lt;em&gt;verbrecherisch&lt;/em&gt;, allenfalls als etwas verschroben, gilt es, wenn man behauptet, da&#223; &lt;em&gt;Chinesen&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Japaner &lt;/em&gt;einen h&#246;heren IQ-Durchschnitt aufweisen als &lt;em&gt;Europ&#228;er&lt;/em&gt;. Da ist es unbedenklich.

In privatis habe ich keinerlei Probleme mit solchen Fragestellungen, aber &lt;em&gt;in publico&lt;/em&gt; frage ich mich schon: &lt;em&gt;cui bono?

&lt;/em&gt;Nein, ich f&#228;nde es auch in publico sicher nicht &quot;verbrecherisch&quot;, aber zumindest sehr unklug.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&lt;blockquote&gt;Und Du bist der Meinung, die Thematisierung von Rassenunterschieden und ihrer politischen Bedeutung sei <em>verbrecherisch?</em>&lt;/blockquote&gt;<em></p>
<p></em>Sicher als nicht <em>verbrecherisch</em>, allenfalls als etwas verschroben, gilt es, wenn man behauptet, da&#223; <em>Chinesen</em> oder <em>Japaner </em>einen h&#246;heren IQ-Durchschnitt aufweisen als <em>Europ&#228;er</em>. Da ist es unbedenklich.</p>
<p>In privatis habe ich keinerlei Probleme mit solchen Fragestellungen, aber <em>in publico</em> frage ich mich schon: <em>cui bono?</p>
<p></em>Nein, ich f&#228;nde es auch in publico sicher nicht &#8220;verbrecherisch&#8221;, aber zumindest sehr unklug.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1318</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 15:54:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1318</guid>
		<description>@Manfred:  Ich glaub hier liegt ein &#228;hnliches, grobes Mi&#223;verst&#228;ndnis vor wie die Tage mit Dox.  Mea culpa maxima jedoch, da der betreffende Satz in der Tat mehr als ungl&#252;cklich ist und werde in der Folge versuchen, meine Gedankeng&#228;nge besser zu erkl&#228;ren. 
 
 Eins vorweg: ich bewundere Deine Konsequenz. Da lobe ich Deine Texte, gebe Dir in sovielem recht, haue auf die heutige Linke drauf (kann jeder oben nachlesen), zeige Dir auf, dass ich nicht das anstrebe, was Du Linken vorwirfst, stelle mich klar auf die Seite Hermans gegen Wippermann und statt dass Du- wie es wohl 80% meiner Mitb&#252;rger t&#228;ten- mich in die rechte Ecke stellst, l&#228;sst Du Dich von alldem nicht beirren und wirfst mir sogar Linkstotalitarismus vor, zu geil !  Dennoch behaupte ich mal, dass Du mich einfach missverstanden hast, ansonsten verstehe ich Dich n&#228;mlich nicht mehr.
 
 &lt;i&gt; Ich finde Deinen Denkstil sogar ausgesprochen dogmatisch. &lt;/i&gt;
 
 Die Natur-/Grundrechte jedes Individuums sind meine moralischen Fixpunkte, ohne die eben gerade eine Werte-Erosion droht. Insofern sind das schon Dogmen f&#252;r mich, wobei das Recht auf Freiheit (gestern in der Eile als das wichtigste Recht bezeichnet)  sich wohl erst aus dem noch wichtigeren Recht auf Leben ableitet.  Aber befinde ich mich da nicht in bester Gesellschaft mit der RKK,  die ja auch das Recht auf Leben zum Dogma erkl&#228;rt hat und daraus u.a. ihre konsequente Abtreibungs- wie Sterbehilfegegnerschaft ableitet? 
 
 Wenn es um Fragen des Miteinanderlebens geht, bin ich jedoch keineswegs dogmatisch, sondern zu allerhand Kompromissen bereit. Ich will ja eben gerade radikalen Pluralismus, ich will eine offene Gesellschaft und keine totalit&#228;re. Genau deshalb gibt es aber keine neutrale Position bei Freiheit gegen Totalitarismus, genauso wie es bei Israel vs. Hamas keine neutrale Position geben kann, jedenfalls keine, die dem entgegenwirkt, was wir beide bedenklich finden (Werterelativismus).
 
 Ich kenne &#252;brigens auch sehr wohl den Unterschied zwischen Ist und Soll. Du kritisierst doch auch das heutige Ist und meinst damit implizit, dass anders gehandelt werden sollte.
 
 &lt;i&gt; Du bist der Meinung, man d&#252;rfe einen Menschen umbringen, wenn er “so argumentiert”, also seiner politischen Auffassungen wegen? &lt;/i&gt;
 
 Nein, kein Mensch darf wegen seiner politischen Meinung umgebracht werden. Ich bin ja gerade f&#252;r Meinungsfreiheit. Selbst die Meinung, dass es eine solche Freiheit nicht geben sollte, sollte nicht verfolgt werden, nur friedlich aber vehement widersprochen.  Dem Meinungs&#228;u&#223;erer darf kein Haar gekr&#252;mmt werden,  von Mitb&#252;rgern ohnehin nicht und vom Rechtsstaat auch nicht, SOLANGE er sich an die Gesetze h&#228;lt.
 
 &lt;i&gt; Und Du bist der Meinung, die Thematisierung von Rassenunterschieden und ihrer politischen Bedeutung sei &lt;em&gt;verbrecherisch???&lt;/em&gt;? &lt;/i&gt;
 
 Ich bin der Meinung, dass Rassismus ein vollkommen irrationales &quot;Verbrechen&quot; gegen den Intellekt ist, ja ;-) 
 
Jeder Mensch hat als Individuum ungeachtet seiner Hautfarbe und anderer Unterschiede Grundrechte, die man ihm nicht absprechen darf.  Zu sagen, dass ein Schwarzer nur ein Tier sei, da&#223; man t&#246;ten d&#252;rfe oder zumindest weniger Rechte als ein Wei&#223;er haben sollte (in meinem Beispiel also: Meinungsfreiheit f&#252;r Wei&#223;e, Maulhalten f&#252;r „Nigger“), ist kompletter Irrsinn. Wenn man daraus dann noch gewaltt&#228;tige Handlungen gegen Schwarze ableitet, begeht man ein Verbrechen auch im strafrechtlichen Sinne.
 
 &lt;i&gt; Und nicht nur verbrecherisch (in dem Sinne, dass man den Betreffenden daf&#252;r bestrafen m&#252;sse), sondern in solchem Ma&#223;e verwerflich, dass der Betreffende f&#252;r vogelfrei zu erkl&#228;ren, also aus der menschlichen Gesellschaft auszuschlie&#223;en sei??? &lt;/i&gt;
 
F&#252;r vogelfrei sollte niemand erkl&#228;rt werden. Auch kein Terrorist, Kindersch&#228;nder, Amokl&#228;ufer, Massenm&#246;rder. Also dann schon gar keiner, der „nur“ eine falsche/bescheuerte Meinung hat. &#220;ber soziale Isolation br&#228;uchte sich ein Rassist aber m.E. nicht zu beschweren. Niemand gibt sich mit Leuten ab, die andauernd das eigene Rechtsempfinden, die eigene Vernunft oder Moral beleidigen. Es gibt kein Recht auf Freunde, kein Recht drauf gemocht zu werden, kein Recht auf die Gesellschaft Anderer usw usw. Es gibt nur die Rechte und Pflichten, die in den Gesetzen festgehalten sind. Oder l&#228;dst Du alle und jeden wahllos in Dein Haus rein, trinkst mit jedem x-beliebigen Deppen ein Bier usw.?  Eben nicht. Zu Recht nicht. 
 
Nun zu meinem gestrigen Satz, der sehr ungl&#252;cklich r&#252;berkam:
 
&lt;i&gt; Jemand, der so argumentiert, hat verdient, dass Andere es genau gleich handhaben und erstmal ihn &#252;ber den Haufen ballern oder einsperren. &lt;/i&gt;
 
Das war eine &#228;hnliche Aussage wie wenn jemand sagt: „Wer besoffen Auto f&#228;hrt, hat es verdient den Baum zu erwischen“. Das war allerdings nicht wirklich wortw&#246;rtlich von mir gemeint, sondern im Eifer so dahingesagt. Selbstverst&#228;ndlich habe weder ich noch sonst wer das Recht, Selbstverteidigung mal ausgenommen (und selbst die muss verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig sein!), einen Rassisten zu erschie&#223;en oder ihm &#252;berhaupt nur ein Haar zu kr&#252;mmen.  
 

 
Es war mehr als intellektuelle Blo&#223;stellung der Argumentation des Freiheitsfeindes gedacht. Wenn man der Meinung ist, dass andere/gewisse Menschen per se kein Recht auf Leben haben, kann man sich doch nicht dar&#252;ber wundern, dass es noch andere Menschen gibt, die genauso denken (strenggenommen m&#252;sste man sich ja dar&#252;ber sogar freuen, so wie ich mich dar&#252;ber freue dass andere Menschen ebenfalls freiheitlich denken), darunter auch welche, f&#252;r die man selber kein Recht auf Leben hat. Entweder sieht man also ein, dass man falsch liegt mit so einer Meinung oder muss akzeptieren, dass man dann auch keine Forderungen auf eigenes Leben stellen kann und die Logik des Recht des St&#228;rkeren akzeptieren muss. 
 

 
D.h. aberNICHT dass wir einen solchen Menschen ohne Prozess einsperren oder gar foltern oder t&#246;ten d&#252;rfen. Vorf&#228;lle wie in Guantanamo oder Abu Ghreib sind deswegen nicht tolerierbar, weil wir unsere eigenen Werte damit verraten und wir die Rechte des Inhaftierten verletzten, die er unserer eigenen Meinung nach ja hat. Der Gefangene selbst kann sich jedoch nicht beklagen ohne unredlich zu argumentieren und sich als dumme Nuss zu outen. 
 

 
Da sein Denken selbst zu solchen Taten f&#252;hrt, ja sie geradezu hervorruft, ist eben dieses Denken massiv zu bek&#228;mpfen.  Es ist also kein Totalitarismus so radikal zu denken wie ich es tue, sondern ganz im Gegenteil: eine  radikal logische Ethik um einen Totalitarismus, egal welcher politischer Richtung, zu verhindern. Es ist schon haneb&#252;chen mir nur wegen einer zugegeben oft sehr radikalen Sprache totalit&#228;res Gedankengut vorzuwerfen.

 Eins ist klar: wir f&#252;hren hier eine Diskussion, die so packend ist wie schon lange keine mehr, zumal Dein Vorwurf, gerade zur Zeit, v&#246;llig unerwartet kam. 
Ich hoffe, ich konnte ihn jedoch entkr&#228;ften.  Bin kein totalit&#228;rer (Links-)Extremist.  Jeder Linke, vor allem so manche deutsche Hanswurst, ist entsetzt, wenn er meine Beitr&#228;ge liest, so jedenfalls meine Erfahrung in anderen Blogs oder Foren, wenn ich mich denn mal &#228;ussere.
 
Wenn ich wegen meiner manchmal radikalen Art jedoch lieber den Blog verpassten sollte, nur sagen, ist auch kein Problem, will nicht wie Dox gel&#246;scht werden. Daf&#252;r ist mir meine Zeit zu kostbar. Nicht b&#246;s gemeint, nur mal klargestellt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Manfred:  Ich glaub hier liegt ein &#228;hnliches, grobes Mi&#223;verst&#228;ndnis vor wie die Tage mit Dox.  Mea culpa maxima jedoch, da der betreffende Satz in der Tat mehr als ungl&#252;cklich ist und werde in der Folge versuchen, meine Gedankeng&#228;nge besser zu erkl&#228;ren. </p>
<p> Eins vorweg: ich bewundere Deine Konsequenz. Da lobe ich Deine Texte, gebe Dir in sovielem recht, haue auf die heutige Linke drauf (kann jeder oben nachlesen), zeige Dir auf, dass ich nicht das anstrebe, was Du Linken vorwirfst, stelle mich klar auf die Seite Hermans gegen Wippermann und statt dass Du- wie es wohl 80% meiner Mitb&#252;rger t&#228;ten- mich in die rechte Ecke stellst, l&#228;sst Du Dich von alldem nicht beirren und wirfst mir sogar Linkstotalitarismus vor, zu geil !  Dennoch behaupte ich mal, dass Du mich einfach missverstanden hast, ansonsten verstehe ich Dich n&#228;mlich nicht mehr.</p>
<p> &lt;i&gt; Ich finde Deinen Denkstil sogar ausgesprochen dogmatisch. &lt;/i&gt;</p>
<p> Die Natur-/Grundrechte jedes Individuums sind meine moralischen Fixpunkte, ohne die eben gerade eine Werte-Erosion droht. Insofern sind das schon Dogmen f&#252;r mich, wobei das Recht auf Freiheit (gestern in der Eile als das wichtigste Recht bezeichnet)  sich wohl erst aus dem noch wichtigeren Recht auf Leben ableitet.  Aber befinde ich mich da nicht in bester Gesellschaft mit der RKK,  die ja auch das Recht auf Leben zum Dogma erkl&#228;rt hat und daraus u.a. ihre konsequente Abtreibungs- wie Sterbehilfegegnerschaft ableitet? </p>
<p> Wenn es um Fragen des Miteinanderlebens geht, bin ich jedoch keineswegs dogmatisch, sondern zu allerhand Kompromissen bereit. Ich will ja eben gerade radikalen Pluralismus, ich will eine offene Gesellschaft und keine totalit&#228;re. Genau deshalb gibt es aber keine neutrale Position bei Freiheit gegen Totalitarismus, genauso wie es bei Israel vs. Hamas keine neutrale Position geben kann, jedenfalls keine, die dem entgegenwirkt, was wir beide bedenklich finden (Werterelativismus).</p>
<p> Ich kenne &#252;brigens auch sehr wohl den Unterschied zwischen Ist und Soll. Du kritisierst doch auch das heutige Ist und meinst damit implizit, dass anders gehandelt werden sollte.</p>
<p> &lt;i&gt; Du bist der Meinung, man d&#252;rfe einen Menschen umbringen, wenn er “so argumentiert”, also seiner politischen Auffassungen wegen? &lt;/i&gt;</p>
<p> Nein, kein Mensch darf wegen seiner politischen Meinung umgebracht werden. Ich bin ja gerade f&#252;r Meinungsfreiheit. Selbst die Meinung, dass es eine solche Freiheit nicht geben sollte, sollte nicht verfolgt werden, nur friedlich aber vehement widersprochen.  Dem Meinungs&#228;u&#223;erer darf kein Haar gekr&#252;mmt werden,  von Mitb&#252;rgern ohnehin nicht und vom Rechtsstaat auch nicht, SOLANGE er sich an die Gesetze h&#228;lt.</p>
<p> &lt;i&gt; Und Du bist der Meinung, die Thematisierung von Rassenunterschieden und ihrer politischen Bedeutung sei <em>verbrecherisch???</em>? &lt;/i&gt;</p>
<p> Ich bin der Meinung, dass Rassismus ein vollkommen irrationales &#8220;Verbrechen&#8221; gegen den Intellekt ist, ja <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Jeder Mensch hat als Individuum ungeachtet seiner Hautfarbe und anderer Unterschiede Grundrechte, die man ihm nicht absprechen darf.  Zu sagen, dass ein Schwarzer nur ein Tier sei, da&#223; man t&#246;ten d&#252;rfe oder zumindest weniger Rechte als ein Wei&#223;er haben sollte (in meinem Beispiel also: Meinungsfreiheit f&#252;r Wei&#223;e, Maulhalten f&#252;r „Nigger“), ist kompletter Irrsinn. Wenn man daraus dann noch gewaltt&#228;tige Handlungen gegen Schwarze ableitet, begeht man ein Verbrechen auch im strafrechtlichen Sinne.</p>
<p> &lt;i&gt; Und nicht nur verbrecherisch (in dem Sinne, dass man den Betreffenden daf&#252;r bestrafen m&#252;sse), sondern in solchem Ma&#223;e verwerflich, dass der Betreffende f&#252;r vogelfrei zu erkl&#228;ren, also aus der menschlichen Gesellschaft auszuschlie&#223;en sei??? &lt;/i&gt;</p>
<p>F&#252;r vogelfrei sollte niemand erkl&#228;rt werden. Auch kein Terrorist, Kindersch&#228;nder, Amokl&#228;ufer, Massenm&#246;rder. Also dann schon gar keiner, der „nur“ eine falsche/bescheuerte Meinung hat. &#220;ber soziale Isolation br&#228;uchte sich ein Rassist aber m.E. nicht zu beschweren. Niemand gibt sich mit Leuten ab, die andauernd das eigene Rechtsempfinden, die eigene Vernunft oder Moral beleidigen. Es gibt kein Recht auf Freunde, kein Recht drauf gemocht zu werden, kein Recht auf die Gesellschaft Anderer usw usw. Es gibt nur die Rechte und Pflichten, die in den Gesetzen festgehalten sind. Oder l&#228;dst Du alle und jeden wahllos in Dein Haus rein, trinkst mit jedem x-beliebigen Deppen ein Bier usw.?  Eben nicht. Zu Recht nicht. </p>
<p>Nun zu meinem gestrigen Satz, der sehr ungl&#252;cklich r&#252;berkam:</p>
<p>&lt;i&gt; Jemand, der so argumentiert, hat verdient, dass Andere es genau gleich handhaben und erstmal ihn &#252;ber den Haufen ballern oder einsperren. &lt;/i&gt;</p>
<p>Das war eine &#228;hnliche Aussage wie wenn jemand sagt: „Wer besoffen Auto f&#228;hrt, hat es verdient den Baum zu erwischen“. Das war allerdings nicht wirklich wortw&#246;rtlich von mir gemeint, sondern im Eifer so dahingesagt. Selbstverst&#228;ndlich habe weder ich noch sonst wer das Recht, Selbstverteidigung mal ausgenommen (und selbst die muss verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig sein!), einen Rassisten zu erschie&#223;en oder ihm &#252;berhaupt nur ein Haar zu kr&#252;mmen.  </p>
<p>Es war mehr als intellektuelle Blo&#223;stellung der Argumentation des Freiheitsfeindes gedacht. Wenn man der Meinung ist, dass andere/gewisse Menschen per se kein Recht auf Leben haben, kann man sich doch nicht dar&#252;ber wundern, dass es noch andere Menschen gibt, die genauso denken (strenggenommen m&#252;sste man sich ja dar&#252;ber sogar freuen, so wie ich mich dar&#252;ber freue dass andere Menschen ebenfalls freiheitlich denken), darunter auch welche, f&#252;r die man selber kein Recht auf Leben hat. Entweder sieht man also ein, dass man falsch liegt mit so einer Meinung oder muss akzeptieren, dass man dann auch keine Forderungen auf eigenes Leben stellen kann und die Logik des Recht des St&#228;rkeren akzeptieren muss. </p>
<p>D.h. aberNICHT dass wir einen solchen Menschen ohne Prozess einsperren oder gar foltern oder t&#246;ten d&#252;rfen. Vorf&#228;lle wie in Guantanamo oder Abu Ghreib sind deswegen nicht tolerierbar, weil wir unsere eigenen Werte damit verraten und wir die Rechte des Inhaftierten verletzten, die er unserer eigenen Meinung nach ja hat. Der Gefangene selbst kann sich jedoch nicht beklagen ohne unredlich zu argumentieren und sich als dumme Nuss zu outen. </p>
<p>Da sein Denken selbst zu solchen Taten f&#252;hrt, ja sie geradezu hervorruft, ist eben dieses Denken massiv zu bek&#228;mpfen.  Es ist also kein Totalitarismus so radikal zu denken wie ich es tue, sondern ganz im Gegenteil: eine  radikal logische Ethik um einen Totalitarismus, egal welcher politischer Richtung, zu verhindern. Es ist schon haneb&#252;chen mir nur wegen einer zugegeben oft sehr radikalen Sprache totalit&#228;res Gedankengut vorzuwerfen.</p>
<p> Eins ist klar: wir f&#252;hren hier eine Diskussion, die so packend ist wie schon lange keine mehr, zumal Dein Vorwurf, gerade zur Zeit, v&#246;llig unerwartet kam.<br />
Ich hoffe, ich konnte ihn jedoch entkr&#228;ften.  Bin kein totalit&#228;rer (Links-)Extremist.  Jeder Linke, vor allem so manche deutsche Hanswurst, ist entsetzt, wenn er meine Beitr&#228;ge liest, so jedenfalls meine Erfahrung in anderen Blogs oder Foren, wenn ich mich denn mal &#228;ussere.<br />
 <br />
Wenn ich wegen meiner manchmal radikalen Art jedoch lieber den Blog verpassten sollte, nur sagen, ist auch kein Problem, will nicht wie Dox gel&#246;scht werden. Daf&#252;r ist mir meine Zeit zu kostbar. Nicht b&#246;s gemeint, nur mal klargestellt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1316</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 04:11:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1316</guid>
		<description>@ Dox:

Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht!

Kommentar gel&#246;scht - und tsch&#252;ss!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Dox:</p>
<p>Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht!</p>
<p>Kommentar gel&#246;scht &#8211; und tsch&#252;ss!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1313</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 01:17:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1313</guid>
		<description>Ich muss nochmal fragen: Hast Du das wirklich und wahrhaftig so gemeint, wie es hier steht? Du bist der Meinung, man d&#252;rfe einen Menschen umbringen, wenn er &quot;so argumentiert&quot;, also seiner politischen Auffassungen wegen? Und Du bist der Meinung, die Thematisierung von Rassenunterschieden und ihrer politischen Bedeutung sei &lt;i&gt;verbrecherisch???&lt;/i&gt;? Und nicht nur verbrecherisch (in dem Sinne, dass man den Betreffenden daf&#252;r bestrafen m&#252;sse), sondern in solchem Ma&#223;e verwerflich, dass der Betreffende f&#252;r vogelfrei zu erkl&#228;ren, also aus der menschlichen Gesellschaft auszuschlie&#223;en sei???

Habe ich Dich da richtig verstanden???</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss nochmal fragen: Hast Du das wirklich und wahrhaftig so gemeint, wie es hier steht? Du bist der Meinung, man d&#252;rfe einen Menschen umbringen, wenn er &#8220;so argumentiert&#8221;, also seiner politischen Auffassungen wegen? Und Du bist der Meinung, die Thematisierung von Rassenunterschieden und ihrer politischen Bedeutung sei <i>verbrecherisch???</i>? Und nicht nur verbrecherisch (in dem Sinne, dass man den Betreffenden daf&#252;r bestrafen m&#252;sse), sondern in solchem Ma&#223;e verwerflich, dass der Betreffende f&#252;r vogelfrei zu erkl&#228;ren, also aus der menschlichen Gesellschaft auszuschlie&#223;en sei???</p>
<p>Habe ich Dich da richtig verstanden???</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1312</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 00:50:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1312</guid>
		<description>&quot;Bin ich Deiner Definiton nach (noch) ein Linker ? Ich glaube nicht.&quot;

Ich schon. Und ich finde Deinen Denkstil sogar ausgesprochen dogmatisch. Das, was ich die Verwechselung von Normen und Tatsachen genannt habe, das hei&#223;t von Aussagen dar&#252;ber, wie die Welt &lt;i&gt;ist&lt;/i&gt; mit solchen dar&#252;ber, wie sie sein &lt;i&gt;soll&lt;/i&gt;, zieht sich bei Dir durch jeden Satz. 

Was mich aber wirklich vom Stuhl gehauen hat, war das hier:

&quot;Sicherlich kann man sich da ideologisch irgendwas zusammenbasteln (bspw. Rassenunterschiede), was aber wohl nur hinken kann und somit macht man sich der Dummheit schuldig. Jemand, der so argumentiert, hat verdient, dass Andere es genau gleich handhaben und erstmal ihn &#252;ber den Haufen ballern oder einsperren.&quot;

Wenn Du diesen Satz so gemeint hast, wie er hier steht, dann bringst Du darin genau die linkstotalit&#228;re Ideologie zum Ausdruck - und zwar einschlie&#223;lich ihrer m&#246;rderischen Konsequenzen -, von der Du behauptest, es gebe sie nicht, die aber unsere offene Gesellschaft zerst&#246;ren wird!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Bin ich Deiner Definiton nach (noch) ein Linker ? Ich glaube nicht.&#8221;</p>
<p>Ich schon. Und ich finde Deinen Denkstil sogar ausgesprochen dogmatisch. Das, was ich die Verwechselung von Normen und Tatsachen genannt habe, das hei&#223;t von Aussagen dar&#252;ber, wie die Welt <i>ist</i> mit solchen dar&#252;ber, wie sie sein <i>soll</i>, zieht sich bei Dir durch jeden Satz. </p>
<p>Was mich aber wirklich vom Stuhl gehauen hat, war das hier:</p>
<p>&#8220;Sicherlich kann man sich da ideologisch irgendwas zusammenbasteln (bspw. Rassenunterschiede), was aber wohl nur hinken kann und somit macht man sich der Dummheit schuldig. Jemand, der so argumentiert, hat verdient, dass Andere es genau gleich handhaben und erstmal ihn &#252;ber den Haufen ballern oder einsperren.&#8221;</p>
<p>Wenn Du diesen Satz so gemeint hast, wie er hier steht, dann bringst Du darin genau die linkstotalit&#228;re Ideologie zum Ausdruck &#8211; und zwar einschlie&#223;lich ihrer m&#246;rderischen Konsequenzen -, von der Du behauptest, es gebe sie nicht, die aber unsere offene Gesellschaft zerst&#246;ren wird!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1311</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 23:53:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1311</guid>
		<description>&lt;i&gt;Wenn Du Meinungsfreiheit &#252;ber den Eigennutz rechtfertigst, weil sie Dir erlaubt dazuzulernen, dann wird dieses Argument zumindest denjenigen nicht von Toleranz &#252;berzeugen, der gar nichts dazulernen will. &lt;/i&gt;

Das ist richtig, aber solche Leute handeln eben unvern&#252;nftig und somit zutiefst amoralisch. Gerade wenn ihre Meinung so stark ist, sollten sie mit Widerspruch von Anderen leben k&#246;nnen, da sie denselben eh in Windeseile zerlegen k&#246;nnten (so wie ich die meisten Marxisten argumentativ im Halbschlaf fertigmachen kann und dies auch oft genug tue.) Wer andere Meinungen verbietet, offenbart Schw&#228;che. In Diskussionen kann man zumindest lernen, wie man  Gegnern Paroli bieten kann, &#220;bung macht den Meister. 

&lt;i&gt;Und auch sonst w&#228;re der denkbare Lern-Nutzen nur ein Posten in einer komplizierten Kosten-Nutzen-Analyse, und nicht unbedingt der wichtigste. &lt;/i&gt;

Die Freiheit ist das Wichtigste. Wer sie verleugnet, tut dies entweder bei allen Menschen und begeht damit geistig-philosophisch Selbstmord (man knechtet sich ja dann selbst ebenfalls, unterwirft sich irgendeiner fixen Idee und macht sich somit zum erb&#228;rmlichen Opfertier) oder nur bei Anderen und damit wird man intellektuell unredlich, denn wieso sollten die weniger Rechte haben als man selbst, wenn wir alle nur Menschen sind ? Sicherlich kann man sich da ideologisch irgendwas zusammenbasteln (bspw. Rassenunterschiede), was aber wohl nur hinken kann und somit macht man sich der Dummheit schuldig. Jemand, der so argumentiert, hat verdient, dass Andere es genau gleich handhaben und erstmal ihn &#252;ber den Haufen ballern oder einsperren.

Freiheitseinschr&#228;nkungen k&#246;nnen nur dort rechtens und moralisch sind, wo sie notwendig zum Schutz der Freiheit Anderer und somit zum Freiheitsschutz selbst sind.

Von dekonstruktivistischer Zerst&#246;rung halte ich gar nichts (wobei kritisch hinterfragen darf man schon alles), auch nichts von konstruktivistischer Gesellschaftsklempnerei. Wenn &#252;berhaupt, sollte jeder Mensch nur an sich selbst arbeiten und in seinem eigenen Umfeld friedlich Einflu&#223; nehmen.

Machtungleichgewichte lehne ich auch nicht ab, sofern sie sich nat&#252;rlich und ohne Einfluss von psychischer oder physischer Gewalt (diese zu unterbinden ist Staatsaufgabe) ergeben. 

&lt;i&gt;Das sind Unterscheidungen, die die Linke normalerweise gar nicht treffen kann, weil sie unweigerlich mit den normativen Vor-Annahmen kollidieren w&#252;rden.&lt;/i&gt;

Bin ich Deiner Definiton nach (noch) ein Linker ? Ich glaube nicht. 

&lt;i&gt; Vor allem aber sind Politiker und Beamte gemeint, die das Recht aus politischen Gr&#252;nden beugen, Journalisten, die die Wahrheit ideologisch verdrehen, Wissenschaftler, die Ideologie produzieren usw. Wenn es die nicht g&#228;be, h&#228;tten die Steinewerfer keine Chance.&lt;/i&gt;

Hach, Politiker und Beamte. Also DOCH Staatsvertreter. Das ist eben genau meine Kritik. Der Staat soll objektiv und neutral handeln, quasi wie eine Institution von Robotern (gut, Menschen sind nunmal Menschen, aber das sollte das anzustrebende Ideal sein) und wenn er das nicht mehr tut, weil er bzw. seine Repr&#228;sentanten zu ideologisch werden, wird er zum Problem und gr&#246;ssten Freiheitsbedroher. Alle anderen Dinge m&#246;gen auch problematisch sein, man kann ihnen aber in einem Wettbewerb mit mehr oder weniger Erfolg entgegentreten (auch wenn zu allen Zeiten es einen sog. Zeitgeist gab/gibt, gegen den eine  opponierende Minderheit sich manchmal wehrlos f&#252;hlen wird), wenn jedoch der Gewaltmonopolist diesen Wettbewerb verf&#228;lscht ...

Ich strebe auch sicher keine komplette Entstrukturierung an, ich bin durchaus zu nem gro&#223;en Teil konservativ, wie der Liberalismus &#252;berhaupt zurecht system-konservativ wurde, nachdem die freiheitliche Demokratie entstand. Damit meine ich, dass er ab da nicht mehr revolution&#228;r-subversiv sein durfte, sondern nun einzelne Ver&#228;nderungen auf systemkonformen Weg anstreben sollte.

Zur Aff&#228;re Eva Herman habe ich damals selber etwas geschrieben, der depperte Wippermann hat entweder absichtlich nichts verstanden oder der Mann hat Logik und Vernunft gegen Pawlosche Reflexe komplett ausgetauscht und wittert &#252;berall, wo man Konservativismus findet, gleich Faschismus (das ist jedoch nicht mehr ernstzunehmen, egal was man von konservativen Ideen pers&#246;nlich h&#228;lt). 


&lt;i&gt;Bestimmte Grundannahmen werden nicht mehr diskutiert, n&#228;mlich alle, mit denen gesellschaftliche Machtungleichgewichte (M&#228;nner/Frauen, Klerus/Laien, Inl&#228;nder/Ausl&#228;nder) verteufelt werden. &lt;/i&gt;

Konkrete Beispiele ? Also bzgl. Mann-Frau oder Ausl&#228;nder/Inl&#228;nder kannst an jedem x-beliebigen Stammtisch sogar reaktion&#228;res Gedankengut finden.

&lt;i&gt;Das f&#228;llt Dir nur deshalb nicht auf, weil Du die ideologischen Grundannahmen im Grunde teilst. 
&lt;/i&gt;

Echt ?

&lt;i&gt;Solange man denen nicht widerspricht, kommt man auch nicht auf die Idee, dass der sogenannte &#246;ffentliche Diskurs in einem ideologischen Korsett stattfindet.&lt;/i&gt;

Meinst damit nur den Diskurs in Elfenbeint&#252;rmen oder evtl. noch in Talkshows ?

F&#252;r mich gibt es kein ideologisches Korsett, da ich sowas immer und &#252;berall ablehne, daher sitze ich auch immer zwischen allen, m&#246;glichen St&#252;hlen als Querdenker. 

Deine Texte habe ich problemlos alle gefunden und gelesen, wobei ich die Meisten bereits kannte. Vieles davon kann ich nur unterschreiben.

Gute Nacht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Wenn Du Meinungsfreiheit &#252;ber den Eigennutz rechtfertigst, weil sie Dir erlaubt dazuzulernen, dann wird dieses Argument zumindest denjenigen nicht von Toleranz &#252;berzeugen, der gar nichts dazulernen will. </i></p>
<p>Das ist richtig, aber solche Leute handeln eben unvern&#252;nftig und somit zutiefst amoralisch. Gerade wenn ihre Meinung so stark ist, sollten sie mit Widerspruch von Anderen leben k&#246;nnen, da sie denselben eh in Windeseile zerlegen k&#246;nnten (so wie ich die meisten Marxisten argumentativ im Halbschlaf fertigmachen kann und dies auch oft genug tue.) Wer andere Meinungen verbietet, offenbart Schw&#228;che. In Diskussionen kann man zumindest lernen, wie man  Gegnern Paroli bieten kann, &#220;bung macht den Meister. </p>
<p><i>Und auch sonst w&#228;re der denkbare Lern-Nutzen nur ein Posten in einer komplizierten Kosten-Nutzen-Analyse, und nicht unbedingt der wichtigste. </i></p>
<p>Die Freiheit ist das Wichtigste. Wer sie verleugnet, tut dies entweder bei allen Menschen und begeht damit geistig-philosophisch Selbstmord (man knechtet sich ja dann selbst ebenfalls, unterwirft sich irgendeiner fixen Idee und macht sich somit zum erb&#228;rmlichen Opfertier) oder nur bei Anderen und damit wird man intellektuell unredlich, denn wieso sollten die weniger Rechte haben als man selbst, wenn wir alle nur Menschen sind ? Sicherlich kann man sich da ideologisch irgendwas zusammenbasteln (bspw. Rassenunterschiede), was aber wohl nur hinken kann und somit macht man sich der Dummheit schuldig. Jemand, der so argumentiert, hat verdient, dass Andere es genau gleich handhaben und erstmal ihn &#252;ber den Haufen ballern oder einsperren.</p>
<p>Freiheitseinschr&#228;nkungen k&#246;nnen nur dort rechtens und moralisch sind, wo sie notwendig zum Schutz der Freiheit Anderer und somit zum Freiheitsschutz selbst sind.</p>
<p>Von dekonstruktivistischer Zerst&#246;rung halte ich gar nichts (wobei kritisch hinterfragen darf man schon alles), auch nichts von konstruktivistischer Gesellschaftsklempnerei. Wenn &#252;berhaupt, sollte jeder Mensch nur an sich selbst arbeiten und in seinem eigenen Umfeld friedlich Einflu&#223; nehmen.</p>
<p>Machtungleichgewichte lehne ich auch nicht ab, sofern sie sich nat&#252;rlich und ohne Einfluss von psychischer oder physischer Gewalt (diese zu unterbinden ist Staatsaufgabe) ergeben. </p>
<p><i>Das sind Unterscheidungen, die die Linke normalerweise gar nicht treffen kann, weil sie unweigerlich mit den normativen Vor-Annahmen kollidieren w&#252;rden.</i></p>
<p>Bin ich Deiner Definiton nach (noch) ein Linker ? Ich glaube nicht. </p>
<p><i> Vor allem aber sind Politiker und Beamte gemeint, die das Recht aus politischen Gr&#252;nden beugen, Journalisten, die die Wahrheit ideologisch verdrehen, Wissenschaftler, die Ideologie produzieren usw. Wenn es die nicht g&#228;be, h&#228;tten die Steinewerfer keine Chance.</i></p>
<p>Hach, Politiker und Beamte. Also DOCH Staatsvertreter. Das ist eben genau meine Kritik. Der Staat soll objektiv und neutral handeln, quasi wie eine Institution von Robotern (gut, Menschen sind nunmal Menschen, aber das sollte das anzustrebende Ideal sein) und wenn er das nicht mehr tut, weil er bzw. seine Repr&#228;sentanten zu ideologisch werden, wird er zum Problem und gr&#246;ssten Freiheitsbedroher. Alle anderen Dinge m&#246;gen auch problematisch sein, man kann ihnen aber in einem Wettbewerb mit mehr oder weniger Erfolg entgegentreten (auch wenn zu allen Zeiten es einen sog. Zeitgeist gab/gibt, gegen den eine  opponierende Minderheit sich manchmal wehrlos f&#252;hlen wird), wenn jedoch der Gewaltmonopolist diesen Wettbewerb verf&#228;lscht &#8230;</p>
<p>Ich strebe auch sicher keine komplette Entstrukturierung an, ich bin durchaus zu nem gro&#223;en Teil konservativ, wie der Liberalismus &#252;berhaupt zurecht system-konservativ wurde, nachdem die freiheitliche Demokratie entstand. Damit meine ich, dass er ab da nicht mehr revolution&#228;r-subversiv sein durfte, sondern nun einzelne Ver&#228;nderungen auf systemkonformen Weg anstreben sollte.</p>
<p>Zur Aff&#228;re Eva Herman habe ich damals selber etwas geschrieben, der depperte Wippermann hat entweder absichtlich nichts verstanden oder der Mann hat Logik und Vernunft gegen Pawlosche Reflexe komplett ausgetauscht und wittert &#252;berall, wo man Konservativismus findet, gleich Faschismus (das ist jedoch nicht mehr ernstzunehmen, egal was man von konservativen Ideen pers&#246;nlich h&#228;lt). </p>
<p><i>Bestimmte Grundannahmen werden nicht mehr diskutiert, n&#228;mlich alle, mit denen gesellschaftliche Machtungleichgewichte (M&#228;nner/Frauen, Klerus/Laien, Inl&#228;nder/Ausl&#228;nder) verteufelt werden. </i></p>
<p>Konkrete Beispiele ? Also bzgl. Mann-Frau oder Ausl&#228;nder/Inl&#228;nder kannst an jedem x-beliebigen Stammtisch sogar reaktion&#228;res Gedankengut finden.</p>
<p><i>Das f&#228;llt Dir nur deshalb nicht auf, weil Du die ideologischen Grundannahmen im Grunde teilst.<br />
</i></p>
<p>Echt ?</p>
<p><i>Solange man denen nicht widerspricht, kommt man auch nicht auf die Idee, dass der sogenannte &#246;ffentliche Diskurs in einem ideologischen Korsett stattfindet.</i></p>
<p>Meinst damit nur den Diskurs in Elfenbeint&#252;rmen oder evtl. noch in Talkshows ?</p>
<p>F&#252;r mich gibt es kein ideologisches Korsett, da ich sowas immer und &#252;berall ablehne, daher sitze ich auch immer zwischen allen, m&#246;glichen St&#252;hlen als Querdenker. </p>
<p>Deine Texte habe ich problemlos alle gefunden und gelesen, wobei ich die Meisten bereits kannte. Vieles davon kann ich nur unterschreiben.</p>
<p>Gute Nacht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Nachtrag zu Benedikt, Pius und Williamson &#171; Da Silva in die Welt</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1309</link>
		<dc:creator>Nachtrag zu Benedikt, Pius und Williamson &#171; Da Silva in die Welt</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 19:43:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1309</guid>
		<description>[...] Dieser gut geschriebene Essay beleuchtet die unten stehende Aff&#228;re die Motivation des Heiligen Stuhls, die exkommunizierten Piusbr&#252;der wieder aufzunehmen. Die Kommentare dort weisen auf weiterf&#252;hrende Presse hin. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dieser gut geschriebene Essay beleuchtet die unten stehende Aff&#228;re die Motivation des Heiligen Stuhls, die exkommunizierten Piusbr&#252;der wieder aufzunehmen. Die Kommentare dort weisen auf weiterf&#252;hrende Presse hin. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1307</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 00:39:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1307</guid>
		<description>@ MonaLisa:

So systematisch entwickelt habe ich das noch gar nicht gelesen. Das ist sehr nachdenkenswert, vielen Dank!

@ CK:
Es ist schon sp&#228;t, deshalb nur kurz: Wenn Du Meinungsfreiheit &#252;ber den Eigennutz rechtfertigst, weil sie Dir erlaubt dazuzulernen, dann wird dieses Argument zumindest denjenigen nicht von Toleranz &#252;berzeugen, der gar nichts dazulernen will. Und auch sonst w&#228;re der denkbare Lern-Nutzen nur ein Posten in einer komplizierten Kosten-Nutzen-Analyse, und nicht unbedingt der wichtigste. Und in den meisten F&#228;llen bedeutet ethisches Verhalten: Sozialisierung der Gewinne, Privatisierung der Kosten. (Zur n&#228;heren Begr&#252;ndung verweise ich auf meinen Artikel &lt;a&gt;&quot;Tote Hosen&quot;&lt;/a&gt;).

Zu Deiner Frage, was ich unter Konservativen verstehe. Darunter verstehe ich Menschen, die die Notwendigkeit von Strukturen erkennen, und die deshalb nicht bereit sind, vorhandene Strkturen zu opfern, ohne etwas Besseres vorweisen zu k&#246;nnen. Das ist genau der Unterschied zum linken Denken, das Strukturen,wenn mit ihnen ein soziales Macht-Unglecihgewicht verbunden ist (und das ist fast immer der Fall) als etwas &quot;B&#246;ses&quot; ansieht, das zu bek&#228;mpfen sei. Strukturen sind aber auch auf der kognitiven Ebene notwendig, im Sinne von Unterscheidungen. Zum Beispiel zwischen Normen und Tatsachen, oder zwischen Freund und Feind, oder zwischen Recht und Moral. Das sind Unterscheidungen, die die Linke normalerweise gar nicht treffen kann, weil sie unweigerlich mit den normativen Vor-Annahmen kollidieren w&#252;rden.

&quot;Die linkstotalit&#228;ren Ideologen (gemeint sind vermutlich krawallmachende Autonome, Milli-G&#246;rus-Steinewerfer oder pro-K&#246;ln-Gegendemonstranten)&quot;. Die auch. Vor allem aber sind Politiker und Beamte gemeint, die das Recht aus politischen Gr&#252;nden beugen, Journalisten, die die Wahrheit ideologisch verdrehen, Wissenschaftler, die Ideologie produzieren usw. Wenn es die nicht g&#228;be, h&#228;tten die Steinewerfer keine Chance.

Was Frauenquoten, Antidiskriminierungsgesetze, HC-Paragraphen etc. angeht, gebe ich Dir Recht.

&quot;Aber ich sehe nicht, wo Du totalit&#228;re Strukturen ausgemacht sehen willst. &#220;ber Familienstrukturen, Religion und Glauben, Kunst und Wissenschaftsthemen wird doch enorm kontrovers immer noch diskutiert und das ist auch gut so.&quot;

Dazu zwei Anmerkungen: 

Erstens: Das Totalit&#228;re liegt nicht in den Strukturen, sondern im Gegenteil in der Entstrukturierung, dh. darin, dass die Strukturen zerst&#246;rt,umfunktioniert, umgangen oder lahmgelegt werden, die der Verwirklichung der Ideologie im Wege stehen. Als Beispiel verweise ich auf &lt;a&gt;&quot;Der kalte Staatsstreich&quot;&lt;/a&gt;. Im Grunde kannst Du aber auch meine medien- und wissenschaftskritischen Artikel unter dem Gesichtspunkt der Entstrukturierung lesen. In j&#252;ngerer Zeit z.B. &quot;Phrasenschweine&quot;, &quot;Islamisierung: Die Herrschaft des gr&#252;nen P&#246;bels&quot;, &quot;Wir werden dekonstruiert&quot;. Ich empfehle auch - besonders wichtig - meinen Artikel &#252;ber &quot;Wolfgang Wippermann: Autobahn zum Mutterkreuz&quot;. Entschuldige, dass ich sie jetzt nicht alle verlinke.

Zweitens: Bestimmte Grundannahmen werden &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; mehr diskutiert, n&#228;mlich alle, mit denen gesellschaftliche Machtungleichgewichte (M&#228;nner/Frauen, Klerus/Laien, Inl&#228;nder/Ausdl&#228;nder) verteufelt werden. Das f&#228;llt Dir nur deshalb nicht auf, weil Du die ideologischen Grundannahmen im Grunde teilst. Solange man denen nicht widerspricht, kommt man auch nicht auf die Idee, dass der sogenannte &#246;ffentliche Diskurs in einem ideologischen Korsett stattfindet. Wer sich nicht bewegt, sp&#252;rt keine Fesseln. Richtig ist, dass das Internet eine Gegenmacht darstellt. Aber lies meinen Artikel &#252;ber Wippermann bitte auch in diesem Zusammenhang.

(Bei dieser Gelegenheit: Pardon, dass die Suchfunktion in dem neuen Layout nur die Volltexte auswirft; das macht die Suche nicht gerade &#252;bersichtlich. Sollte ich es nicht hinkriegen, das zu &#228;ndern, werde ich noch eine benutzerdefiniert Google-Suchmaschine ausschlie&#223;lich f&#252;r diesen Blog einstellen.)

Gute Nacht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ MonaLisa:</p>
<p>So systematisch entwickelt habe ich das noch gar nicht gelesen. Das ist sehr nachdenkenswert, vielen Dank!</p>
<p>@ CK:<br />
Es ist schon sp&#228;t, deshalb nur kurz: Wenn Du Meinungsfreiheit &#252;ber den Eigennutz rechtfertigst, weil sie Dir erlaubt dazuzulernen, dann wird dieses Argument zumindest denjenigen nicht von Toleranz &#252;berzeugen, der gar nichts dazulernen will. Und auch sonst w&#228;re der denkbare Lern-Nutzen nur ein Posten in einer komplizierten Kosten-Nutzen-Analyse, und nicht unbedingt der wichtigste. Und in den meisten F&#228;llen bedeutet ethisches Verhalten: Sozialisierung der Gewinne, Privatisierung der Kosten. (Zur n&#228;heren Begr&#252;ndung verweise ich auf meinen Artikel <a>&#8220;Tote Hosen&#8221;</a>).</p>
<p>Zu Deiner Frage, was ich unter Konservativen verstehe. Darunter verstehe ich Menschen, die die Notwendigkeit von Strukturen erkennen, und die deshalb nicht bereit sind, vorhandene Strkturen zu opfern, ohne etwas Besseres vorweisen zu k&#246;nnen. Das ist genau der Unterschied zum linken Denken, das Strukturen,wenn mit ihnen ein soziales Macht-Unglecihgewicht verbunden ist (und das ist fast immer der Fall) als etwas &#8220;B&#246;ses&#8221; ansieht, das zu bek&#228;mpfen sei. Strukturen sind aber auch auf der kognitiven Ebene notwendig, im Sinne von Unterscheidungen. Zum Beispiel zwischen Normen und Tatsachen, oder zwischen Freund und Feind, oder zwischen Recht und Moral. Das sind Unterscheidungen, die die Linke normalerweise gar nicht treffen kann, weil sie unweigerlich mit den normativen Vor-Annahmen kollidieren w&#252;rden.</p>
<p>&#8220;Die linkstotalit&#228;ren Ideologen (gemeint sind vermutlich krawallmachende Autonome, Milli-G&#246;rus-Steinewerfer oder pro-K&#246;ln-Gegendemonstranten)&#8221;. Die auch. Vor allem aber sind Politiker und Beamte gemeint, die das Recht aus politischen Gr&#252;nden beugen, Journalisten, die die Wahrheit ideologisch verdrehen, Wissenschaftler, die Ideologie produzieren usw. Wenn es die nicht g&#228;be, h&#228;tten die Steinewerfer keine Chance.</p>
<p>Was Frauenquoten, Antidiskriminierungsgesetze, HC-Paragraphen etc. angeht, gebe ich Dir Recht.</p>
<p>&#8220;Aber ich sehe nicht, wo Du totalit&#228;re Strukturen ausgemacht sehen willst. &#220;ber Familienstrukturen, Religion und Glauben, Kunst und Wissenschaftsthemen wird doch enorm kontrovers immer noch diskutiert und das ist auch gut so.&#8221;</p>
<p>Dazu zwei Anmerkungen: </p>
<p>Erstens: Das Totalit&#228;re liegt nicht in den Strukturen, sondern im Gegenteil in der Entstrukturierung, dh. darin, dass die Strukturen zerst&#246;rt,umfunktioniert, umgangen oder lahmgelegt werden, die der Verwirklichung der Ideologie im Wege stehen. Als Beispiel verweise ich auf <a>&#8220;Der kalte Staatsstreich&#8221;</a>. Im Grunde kannst Du aber auch meine medien- und wissenschaftskritischen Artikel unter dem Gesichtspunkt der Entstrukturierung lesen. In j&#252;ngerer Zeit z.B. &#8220;Phrasenschweine&#8221;, &#8220;Islamisierung: Die Herrschaft des gr&#252;nen P&#246;bels&#8221;, &#8220;Wir werden dekonstruiert&#8221;. Ich empfehle auch &#8211; besonders wichtig &#8211; meinen Artikel &#252;ber &#8220;Wolfgang Wippermann: Autobahn zum Mutterkreuz&#8221;. Entschuldige, dass ich sie jetzt nicht alle verlinke.</p>
<p>Zweitens: Bestimmte Grundannahmen werden <i>nicht</i> mehr diskutiert, n&#228;mlich alle, mit denen gesellschaftliche Machtungleichgewichte (M&#228;nner/Frauen, Klerus/Laien, Inl&#228;nder/Ausdl&#228;nder) verteufelt werden. Das f&#228;llt Dir nur deshalb nicht auf, weil Du die ideologischen Grundannahmen im Grunde teilst. Solange man denen nicht widerspricht, kommt man auch nicht auf die Idee, dass der sogenannte &#246;ffentliche Diskurs in einem ideologischen Korsett stattfindet. Wer sich nicht bewegt, sp&#252;rt keine Fesseln. Richtig ist, dass das Internet eine Gegenmacht darstellt. Aber lies meinen Artikel &#252;ber Wippermann bitte auch in diesem Zusammenhang.</p>
<p>(Bei dieser Gelegenheit: Pardon, dass die Suchfunktion in dem neuen Layout nur die Volltexte auswirft; das macht die Suche nicht gerade &#252;bersichtlich. Sollte ich es nicht hinkriegen, das zu &#228;ndern, werde ich noch eine benutzerdefiniert Google-Suchmaschine ausschlie&#223;lich f&#252;r diesen Blog einstellen.)</p>
<p>Gute Nacht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1306</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 23:14:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1306</guid>
		<description>@Mona Lisa: Danke f&#252;r die sehr aufschlussreichen Zitate inklusive Erl&#228;uterung !  In der Tat scheinen viele Menschen, inklusive meiner Wenigkeit, das falsch verstanden zu haben, auch sicher genug, die sich im Gegensatz zu mir immer noch stolz Christen nennen.  

Mir kam es stets so vor, als w&#252;rden &#252;bermenschliche F&#228;higkeiten von einem verlangt oder einem zumindest als anzustrebendes Ideal angeraten werden. Das Wangen-Zitat ist da ein Musterbeispiel f&#252;r.  Auch das st&#228;ndige Beharren auf Verzeihung. Wobei es sich nat&#252;rlich auch da nur um einen guten Rat bzgl. eigenem Seelenheil handeln mag, weil Hass einen auf Dauer selbst zerst&#246;rt. Oder dass man den Armen helfen soll. Sprich: erst die Armen, dann erst Du selbst.   Selbstopferung f&#252;r Andere als Ziel also. Das lehne ich massiv ab. 

Vlt. sollte ich mich wirklich mal mehr in christliche Religion (oder &#252;berhaupt Religion) einlesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Mona Lisa: Danke f&#252;r die sehr aufschlussreichen Zitate inklusive Erl&#228;uterung !  In der Tat scheinen viele Menschen, inklusive meiner Wenigkeit, das falsch verstanden zu haben, auch sicher genug, die sich im Gegensatz zu mir immer noch stolz Christen nennen.  </p>
<p>Mir kam es stets so vor, als w&#252;rden &#252;bermenschliche F&#228;higkeiten von einem verlangt oder einem zumindest als anzustrebendes Ideal angeraten werden. Das Wangen-Zitat ist da ein Musterbeispiel f&#252;r.  Auch das st&#228;ndige Beharren auf Verzeihung. Wobei es sich nat&#252;rlich auch da nur um einen guten Rat bzgl. eigenem Seelenheil handeln mag, weil Hass einen auf Dauer selbst zerst&#246;rt. Oder dass man den Armen helfen soll. Sprich: erst die Armen, dann erst Du selbst.   Selbstopferung f&#252;r Andere als Ziel also. Das lehne ich massiv ab. </p>
<p>Vlt. sollte ich mich wirklich mal mehr in christliche Religion (oder &#252;berhaupt Religion) einlesen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1305</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 22:18:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1305</guid>
		<description>@Manfred:  Ich finde Meinungsfreiheit bspw. rational, weil Meinungsfreiheit etwas Eigenn&#252;tziges ist. Zum einen weil man nat&#252;rlich selber seine Meinung sagen will und daher dieses positive Recht haben m&#246;chte, zum Anderen, weil man durchaus Vorteile von hat, wenn andere Menschen, gerade welche mit gegenteiliger Meinung, dies auch d&#252;rfen. Da jeder von uns sicher schon mal seine Meinung ge&#228;ndert hat nachdem man sich Argumente der Gegenseite angeh&#246;rt hat und einsehen musste dass man falsch lag, sollte man ja wohl Pluralismus zu sch&#228;tzen wissen. Zudem entsteht so eben ein Wettbewerb von Ideen, wo sich hoffentlich die Beste auf Dauer durchsetzt und das ist wiederum auch in meinem eigenen Interesse. Wenn Dir das nicht stark genug ist, w&#252;rde ich gerne wissen inwiefern Religion das anzustrebende Ziel besser erreichen soll. Funktioniert das nur weil man Angst vorm Jenseits bzw. vor einem g&#246;ttlichen, strafenden Wesen hat ?

&lt;i&gt;&quot;Ich kann nicht erkennen, dass die Einschr&#228;nkung von Freiheitsrechten heutzutage prim&#228;r von Konservativen ausgeht.&quot;&lt;/i&gt;

Sehe ich ja auch nicht so. Wie geschrieben, die heutige sog. Linke und ihre selbst in weiten Teilen der b&#252;rgerlichen Parteien &#252;bernommene Ideologie betreibt massiv Sozialklempnerei und dem muss man sich entgegenstellen. Sind wir absolut einer Meinung.

Was verstehst Du unter Konservativen ?  (Da gibt es ja vor allem zwischen den L&#228;ndern gro&#223;e Unterschiede, die amerikanischen Urkonservativen bspw. stehen direkt neben mir als Erzliberale :D)  In punkto &#220;berwachungsstaat und B&#252;rgerrechte wie bspw. Bankgeheimnis  (CDU, Sch&#228;uble) oder auch Drogenpolitik richtet sich meine Kritik jedoch durchaus auch (!) an deutsche Konservative.

Die linkstotalit&#228;ren Ideologen (gemeint sind vermutlich krawallmachende Autonome, Milli-G&#246;rus-Steinewerfer oder pro-K&#246;ln-Gegendemonstranten udgl.) kritisiere ich ebenso massiv wie Du, weil sie- ungeachtet ihrer pers&#246;nlichen Meinung- einfach keine demokratische Kultur kennen und die Fundamente des Rechtsstaates unterh&#246;hlen.   Allerdings widerspreche ich Dir bei der Aussage der Nicht-Nutzung des Staatsapparates. Frauenquoten, Antidiskriminierungsgesetze, HC-Paragraphen, anyone?

&lt;i&gt;&quot;Der Staatsapparat, solange er rechtlich effektiv kontrolliert ist, kann niemals so repressiv sein wie ein von allen Kontrollen befreiter Mob.&quot;&lt;/i&gt; 

Das ist richtig, jedoch kann er schlimm genug werden, wenn er zu ideologisch wird. Selbst in der sanften, demokratischen Form.

&lt;i&gt; &quot;Es ist nicht einmal von einem liberalen Standpunkt zul&#228;ssig, einem demokratischen Gemeinwesen dieses Recht abzusprechen.&quot; &lt;/i&gt;

Schwierig. Realpolitisch hast Du schon recht, daher versuche ich ja auch Leute f&#252;r meine Ideen zu gewinnen und schreie nicht nach einer Diktatur, einem monarchistischen Minimalstaat à la Hoppe odgl. Dennoch w&#228;re eben das Verbot von Pornographie Zensur. Du w&#252;rdest doch sicher genauso massiv eine demokratische Mehrheit kritisieren, die die Junge Freiheit verbietet. Nat&#252;rlich machen einzelne solcher Verbote noch 
keinen gef&#228;hrlichen Staat aus. Da ich jedoch meine ideologische Reinheit bewahren m&#246;chte, werde ich dennoch sagen, dass alle opferlosen Straftaten legalisiert geh&#246;ren ;-)))

Bzgl. Autonomie von Kirche und Staat/Politik sind wir uns wohl vollkommen einig. 

Aber ich sehe nicht, wo Du totalit&#228;re Strukturen ausgemacht sehen willst. &#220;ber Familienstrukturen, Religion und Glauben, Kunst und Wissenschaftsthemen wird doch enorm kontrovers immer noch diskutiert und das ist auch gut so. 

Vor allem dank Internet sind die M&#246;glichkeiten heute doch quasi grenzenlos, sich und seine Ideen in die &#246;ffentlichen Debatten einzubringen. Klar, gibt es totalit&#228;re Anwandlungen, die bek&#228;mpft geh&#246;ren, aber das System an sich ist eben bei weitem noch nicht totalit&#228;r. Gottseidank ! Wobei vieles jetzt schon schlimm genug ist.

Innerhalb des Feminismus gibt es auch verschiedenste Str&#246;mungen und eine feministische Theologie wird auch sicher nicht die dominante Theologie werden ;-)
 
Deine Kritik in Ehren, vieles teile ich ja sogar auch, aber ist das nicht alles ein wenig zu hysterisch den Teufel an die Wand gemalt ? Ich habe kaum Probleme mit b&#246;sen PC-W&#228;chtern (naja vom Thema Islamophobie vlt. mal abgesehen) und Du wirst ja wohl sicher nicht behaupten, ich sei komplett PC ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Manfred:  Ich finde Meinungsfreiheit bspw. rational, weil Meinungsfreiheit etwas Eigenn&#252;tziges ist. Zum einen weil man nat&#252;rlich selber seine Meinung sagen will und daher dieses positive Recht haben m&#246;chte, zum Anderen, weil man durchaus Vorteile von hat, wenn andere Menschen, gerade welche mit gegenteiliger Meinung, dies auch d&#252;rfen. Da jeder von uns sicher schon mal seine Meinung ge&#228;ndert hat nachdem man sich Argumente der Gegenseite angeh&#246;rt hat und einsehen musste dass man falsch lag, sollte man ja wohl Pluralismus zu sch&#228;tzen wissen. Zudem entsteht so eben ein Wettbewerb von Ideen, wo sich hoffentlich die Beste auf Dauer durchsetzt und das ist wiederum auch in meinem eigenen Interesse. Wenn Dir das nicht stark genug ist, w&#252;rde ich gerne wissen inwiefern Religion das anzustrebende Ziel besser erreichen soll. Funktioniert das nur weil man Angst vorm Jenseits bzw. vor einem g&#246;ttlichen, strafenden Wesen hat ?</p>
<p><i>&#8220;Ich kann nicht erkennen, dass die Einschr&#228;nkung von Freiheitsrechten heutzutage prim&#228;r von Konservativen ausgeht.&#8221;</i></p>
<p>Sehe ich ja auch nicht so. Wie geschrieben, die heutige sog. Linke und ihre selbst in weiten Teilen der b&#252;rgerlichen Parteien &#252;bernommene Ideologie betreibt massiv Sozialklempnerei und dem muss man sich entgegenstellen. Sind wir absolut einer Meinung.</p>
<p>Was verstehst Du unter Konservativen ?  (Da gibt es ja vor allem zwischen den L&#228;ndern gro&#223;e Unterschiede, die amerikanischen Urkonservativen bspw. stehen direkt neben mir als Erzliberale <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> )  In punkto &#220;berwachungsstaat und B&#252;rgerrechte wie bspw. Bankgeheimnis  (CDU, Sch&#228;uble) oder auch Drogenpolitik richtet sich meine Kritik jedoch durchaus auch (!) an deutsche Konservative.</p>
<p>Die linkstotalit&#228;ren Ideologen (gemeint sind vermutlich krawallmachende Autonome, Milli-G&#246;rus-Steinewerfer oder pro-K&#246;ln-Gegendemonstranten udgl.) kritisiere ich ebenso massiv wie Du, weil sie- ungeachtet ihrer pers&#246;nlichen Meinung- einfach keine demokratische Kultur kennen und die Fundamente des Rechtsstaates unterh&#246;hlen.   Allerdings widerspreche ich Dir bei der Aussage der Nicht-Nutzung des Staatsapparates. Frauenquoten, Antidiskriminierungsgesetze, HC-Paragraphen, anyone?</p>
<p><i>&#8220;Der Staatsapparat, solange er rechtlich effektiv kontrolliert ist, kann niemals so repressiv sein wie ein von allen Kontrollen befreiter Mob.&#8221;</i> </p>
<p>Das ist richtig, jedoch kann er schlimm genug werden, wenn er zu ideologisch wird. Selbst in der sanften, demokratischen Form.</p>
<p><i> &#8220;Es ist nicht einmal von einem liberalen Standpunkt zul&#228;ssig, einem demokratischen Gemeinwesen dieses Recht abzusprechen.&#8221; </i></p>
<p>Schwierig. Realpolitisch hast Du schon recht, daher versuche ich ja auch Leute f&#252;r meine Ideen zu gewinnen und schreie nicht nach einer Diktatur, einem monarchistischen Minimalstaat à la Hoppe odgl. Dennoch w&#228;re eben das Verbot von Pornographie Zensur. Du w&#252;rdest doch sicher genauso massiv eine demokratische Mehrheit kritisieren, die die Junge Freiheit verbietet. Nat&#252;rlich machen einzelne solcher Verbote noch<br />
keinen gef&#228;hrlichen Staat aus. Da ich jedoch meine ideologische Reinheit bewahren m&#246;chte, werde ich dennoch sagen, dass alle opferlosen Straftaten legalisiert geh&#246;ren <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ))</p>
<p>Bzgl. Autonomie von Kirche und Staat/Politik sind wir uns wohl vollkommen einig. </p>
<p>Aber ich sehe nicht, wo Du totalit&#228;re Strukturen ausgemacht sehen willst. &#220;ber Familienstrukturen, Religion und Glauben, Kunst und Wissenschaftsthemen wird doch enorm kontrovers immer noch diskutiert und das ist auch gut so. </p>
<p>Vor allem dank Internet sind die M&#246;glichkeiten heute doch quasi grenzenlos, sich und seine Ideen in die &#246;ffentlichen Debatten einzubringen. Klar, gibt es totalit&#228;re Anwandlungen, die bek&#228;mpft geh&#246;ren, aber das System an sich ist eben bei weitem noch nicht totalit&#228;r. Gottseidank ! Wobei vieles jetzt schon schlimm genug ist.</p>
<p>Innerhalb des Feminismus gibt es auch verschiedenste Str&#246;mungen und eine feministische Theologie wird auch sicher nicht die dominante Theologie werden <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Deine Kritik in Ehren, vieles teile ich ja sogar auch, aber ist das nicht alles ein wenig zu hysterisch den Teufel an die Wand gemalt ? Ich habe kaum Probleme mit b&#246;sen PC-W&#228;chtern (naja vom Thema Islamophobie vlt. mal abgesehen) und Du wirst ja wohl sicher nicht behaupten, ich sei komplett PC <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1304</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 20:38:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1304</guid>
		<description>@ CK: 

Danke f&#252;r die R&#252;cksicht, aber ich finde die Debatte keineswegs OT.

&quot;Dazu braucht es ein starkes, philosophisches Fundament. Nicht jedoch eine Religion, Religion ist m.E. Privatsache.&quot; 

&lt;i&gt;Die&lt;/i&gt; Philosophie w&#252;rde ich gerne einmal sehen, aus der nicht nur hervorgeht, dass die Beachtung des Kategorischen Imperatives bzw. der Goldenen Regel w&#252;nschenswert ist, weil die Gesellschaft sonst nicht existieren kann (Das zu beweisen ist nat&#252;rlich ganz leicht.), sondern die den Nachweis erbringt, dass es f&#252;r den &lt;i&gt;Einzelnen&lt;/i&gt; rational ist, diese ethischen Regeln zu befolgen. Das zu beweisen ist unm&#246;glich, jedenfalls solange man intellektuell redlich bleibt und das eigene Denken nicht durch p&#228;dagogisch gutgemeinte Taschenspielertricks kompromittiert - und wir reden hier ja von Philosophie, nicht von P&#228;dagogik.

Ich vermute, Du meinst im folgenden Zitat mit &quot;Ihr&quot; die Konservativen schlechthin:

&quot;Jedoch ist es nicht hilfreich wenn die Konservativen dann selber teilweise eine freiheitsfeindliche Agenda vertreten indem sie dem Individuum religi&#246;se Normen aufzwingen wollen, die eine freiheitliche Gesellschaft nunmal m.E. nicht braucht. (...)

Das schlie&#223;t ja nicht aus, dass man pers&#246;nlich moralisch abscheulich findet was Andere machen und sich von ihnen fernh&#228;lt, vlt. auch gegen ihr Tun anredet (so d&#252;rft ihr in Publikationen von mir aus gerne die Pornoindustrie kritisieren, ihr habt aber kein Recht per Staatsapparat dieselbe zu verbieten.&quot;

Also zun&#228;chst: Ich kann nicht erkennen, dass die Einschr&#228;nkung von Freiheitsrechten heutzutage prim&#228;r von Konservativen ausgeht. Gerade &lt;i&gt;diejenigen&lt;/i&gt; Freiheitsrechte, deren Beseitigung identisch ist mit der Beseitigung der freiheitsverb&#252;rgenden demokratischen Ordnung &#252;berhaupt, also die im weitesten Sinne politischen Rechte Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Religionsfreiheit, Vereinigungsfreiheit geraten unter den Druck linkstotalit&#228;rer Ideologen, die dabei in einem rechtsfreien Raum agieren und dabei zwar auf die Nutzung des Staatsapparates verzichten, damit aber auch dessen rechtliche Kontrollen umgehen. Der Staatsapparat, solange er rechtlich effektiv kontrolliert ist, kann niemals so repressiv sein wie ein von allen Kontrollen befreiter Mob. 

Zweitens: Was die Gesellschaft braucht, wieviel Freiheit m&#246;glich, wieviel Zwang notwendig ist, entscheidet in demokratischen L&#228;ndern der Gesetzgeber im Rahmen der Verfassung. Es ist nicht einmal von einem liberalen Standpunkt zul&#228;ssig, einem demokratischen Gemeinwesen dieses Recht abzusprechen. 

Drittens: Mein Anliegen ist es, die gegenseitige Autonomie von Religion und Politik zu verteidigen. &quot;Autonomie&quot; hei&#223;t aber nicht, dass diese Bereiche nichts miteinander zu tun haben d&#252;rften, sondern dass ihre Eigenlogik nicht kompromittiert werden darf: 

Als zum Beispiel die Kirche im US-Pr&#228;sidentschaftswahlkampf 2004 dem Kandidaten Kerry aus Protest gegen dessen Politik die Sakramente verweigerte, war das ein durch nichts zu rechtfertigender theokratischer &#220;bergriff in die politische Sph&#228;re; es war die religi&#246;se Erpressung eines Politikers. (Bezeichnenderweise gab es damals &lt;i&gt;keinen&lt;/i&gt; Aufschrei der &#214;ffentlichkeit. Nat&#252;rlich nicht. Man h&#228;tte sich damit ja zugleich das Recht abgesprochen, die Kirche unter politischen Druck zu setzen, wie es jetzt geschieht.) 

Etwas v&#246;llig anderes ist es, wenn die Kirche bei ihren &lt;i&gt;eigenen&lt;/i&gt; Entscheidungen auch politische Gesichtspunkte ber&#252;cksichtigt. Das ist legitim. Und legitim ist es genauso, wenn die Politik in ihren Entscheidungen R&#252;cksicht auf religi&#246;se Wervorstellungen nimmt, ebenso wie sie auch rechtliche Vorgaben, wissenschaftliche Erkenntnisse, wirtschaftliche Interessen usw. ber&#252;cksichtigt.

Diese Eigenlogik nichtpolitischer Lebensbereiche ist die Voraussetzung von Freiheit &#252;berhaupt. Die Freiheit stirbt nicht, wenn meintwegen Nacktbaden verboten wird, sie stirbt aber, wenn die gesamte Sph&#228;re des Sozialen von politischer Ideologie durchtr&#228;nkt wird. Nicht zuf&#228;llig erkennt man totalit&#228;re Ideologien zuverl&#228;ssig genau &lt;i&gt; daran&lt;/i&gt;, dass politische Wertvorstellungen ma&#223;geblich werden f&#252;r die Kunst (&quot;sozialistischer Realismus&quot;, &quot;deutsche Kunst&quot;), die Religion (&quot;arischer Christus&quot;), die Wissenschaft (&quot;deutsche Physik&quot;, &quot;sozialistische Biologie&quot;), das Familienleben (&quot;dem F&#252;hrer einen Sohn schenken&quot;). 

Man vergleiche nun damit Phrasen wie &quot;Das Private ist politisch&quot;, &quot;feministische Theologie&quot;, &quot;engagierte Kunst&quot; oder wissenschaftliche Konstrukte vom Kaliber der &quot;gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit&quot;, dann erkennt man, dass die gesamte PC-Ideologie, eben weil sie die Autonomie nichtpolitischer Lebensbereiche nicht respektiert, totalit&#228;r ist. Und dies keineswegs nur in der Theorie: Was wir zur Zeit erleben, ist, dass die wissenschafts-, medien- und religionseigenen Standards, die bezeichnenderweise auf ihre je eigene Weise alle etwas mit &quot;Wahrheit&quot; zu tun haben, einer &lt;i&gt;politischen&lt;/i&gt; Ideologie unterworfen werden, und dass Widerspruch dagegen mit wachsendem Erfolg mundtot gemacht wird - nur eben nicht mit den Mitteln des Staates, sondern durch das kollusive Zusammenwirken von Funktionseliten, die dieser ideologie verpflichtet sind, aber keiner Kontrolle unterliegen. Wenn wir dulden, dass dieser Prozess andauert, dann werden wir am Ende mit einer Verfassung dastehen, die auf Papier so freiheitlich ist wie die Stalin-Verfassung von 1936. Und in der Praxis eben auch.

Die katholische Kirche geh&#246;rt zu den letzten Institutionen - wenn sie nicht &#252;berhaupt die letzte ist, die sich dem Zugriff linker Ideologie entziehen. Genau deswegen wird sie in so hasserf&#252;llter Weise angegriffen. Und weil das so ist, w&#252;rde ich diese Kirche - ganz unabh&#228;ngig von meinem eigenen religi&#246;sen Standpunkt, denn ich spreche jetzt als Liberaler, nicht als christ - selbst dann verteidigen, wenn sie tats&#228;chlich so verscroben und r&#252;ckst&#228;ndig w&#228;re, wie ihre Feinde behaupten. Mit der Sturheit, mit der sie ihre eigene Autonomie verteidigt, verteidigt sie n&#228;mlich die Freiheit von uns allen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ CK: </p>
<p>Danke f&#252;r die R&#252;cksicht, aber ich finde die Debatte keineswegs OT.</p>
<p>&#8220;Dazu braucht es ein starkes, philosophisches Fundament. Nicht jedoch eine Religion, Religion ist m.E. Privatsache.&#8221; </p>
<p><i>Die</i> Philosophie w&#252;rde ich gerne einmal sehen, aus der nicht nur hervorgeht, dass die Beachtung des Kategorischen Imperatives bzw. der Goldenen Regel w&#252;nschenswert ist, weil die Gesellschaft sonst nicht existieren kann (Das zu beweisen ist nat&#252;rlich ganz leicht.), sondern die den Nachweis erbringt, dass es f&#252;r den <i>Einzelnen</i> rational ist, diese ethischen Regeln zu befolgen. Das zu beweisen ist unm&#246;glich, jedenfalls solange man intellektuell redlich bleibt und das eigene Denken nicht durch p&#228;dagogisch gutgemeinte Taschenspielertricks kompromittiert &#8211; und wir reden hier ja von Philosophie, nicht von P&#228;dagogik.</p>
<p>Ich vermute, Du meinst im folgenden Zitat mit &#8220;Ihr&#8221; die Konservativen schlechthin:</p>
<p>&#8220;Jedoch ist es nicht hilfreich wenn die Konservativen dann selber teilweise eine freiheitsfeindliche Agenda vertreten indem sie dem Individuum religi&#246;se Normen aufzwingen wollen, die eine freiheitliche Gesellschaft nunmal m.E. nicht braucht. (&#8230;)</p>
<p>Das schlie&#223;t ja nicht aus, dass man pers&#246;nlich moralisch abscheulich findet was Andere machen und sich von ihnen fernh&#228;lt, vlt. auch gegen ihr Tun anredet (so d&#252;rft ihr in Publikationen von mir aus gerne die Pornoindustrie kritisieren, ihr habt aber kein Recht per Staatsapparat dieselbe zu verbieten.&#8221;</p>
<p>Also zun&#228;chst: Ich kann nicht erkennen, dass die Einschr&#228;nkung von Freiheitsrechten heutzutage prim&#228;r von Konservativen ausgeht. Gerade <i>diejenigen</i> Freiheitsrechte, deren Beseitigung identisch ist mit der Beseitigung der freiheitsverb&#252;rgenden demokratischen Ordnung &#252;berhaupt, also die im weitesten Sinne politischen Rechte Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Religionsfreiheit, Vereinigungsfreiheit geraten unter den Druck linkstotalit&#228;rer Ideologen, die dabei in einem rechtsfreien Raum agieren und dabei zwar auf die Nutzung des Staatsapparates verzichten, damit aber auch dessen rechtliche Kontrollen umgehen. Der Staatsapparat, solange er rechtlich effektiv kontrolliert ist, kann niemals so repressiv sein wie ein von allen Kontrollen befreiter Mob. </p>
<p>Zweitens: Was die Gesellschaft braucht, wieviel Freiheit m&#246;glich, wieviel Zwang notwendig ist, entscheidet in demokratischen L&#228;ndern der Gesetzgeber im Rahmen der Verfassung. Es ist nicht einmal von einem liberalen Standpunkt zul&#228;ssig, einem demokratischen Gemeinwesen dieses Recht abzusprechen. </p>
<p>Drittens: Mein Anliegen ist es, die gegenseitige Autonomie von Religion und Politik zu verteidigen. &#8220;Autonomie&#8221; hei&#223;t aber nicht, dass diese Bereiche nichts miteinander zu tun haben d&#252;rften, sondern dass ihre Eigenlogik nicht kompromittiert werden darf: </p>
<p>Als zum Beispiel die Kirche im US-Pr&#228;sidentschaftswahlkampf 2004 dem Kandidaten Kerry aus Protest gegen dessen Politik die Sakramente verweigerte, war das ein durch nichts zu rechtfertigender theokratischer &#220;bergriff in die politische Sph&#228;re; es war die religi&#246;se Erpressung eines Politikers. (Bezeichnenderweise gab es damals <i>keinen</i> Aufschrei der &#214;ffentlichkeit. Nat&#252;rlich nicht. Man h&#228;tte sich damit ja zugleich das Recht abgesprochen, die Kirche unter politischen Druck zu setzen, wie es jetzt geschieht.) </p>
<p>Etwas v&#246;llig anderes ist es, wenn die Kirche bei ihren <i>eigenen</i> Entscheidungen auch politische Gesichtspunkte ber&#252;cksichtigt. Das ist legitim. Und legitim ist es genauso, wenn die Politik in ihren Entscheidungen R&#252;cksicht auf religi&#246;se Wervorstellungen nimmt, ebenso wie sie auch rechtliche Vorgaben, wissenschaftliche Erkenntnisse, wirtschaftliche Interessen usw. ber&#252;cksichtigt.</p>
<p>Diese Eigenlogik nichtpolitischer Lebensbereiche ist die Voraussetzung von Freiheit &#252;berhaupt. Die Freiheit stirbt nicht, wenn meintwegen Nacktbaden verboten wird, sie stirbt aber, wenn die gesamte Sph&#228;re des Sozialen von politischer Ideologie durchtr&#228;nkt wird. Nicht zuf&#228;llig erkennt man totalit&#228;re Ideologien zuverl&#228;ssig genau <i> daran</i>, dass politische Wertvorstellungen ma&#223;geblich werden f&#252;r die Kunst (&#8220;sozialistischer Realismus&#8221;, &#8220;deutsche Kunst&#8221;), die Religion (&#8220;arischer Christus&#8221;), die Wissenschaft (&#8220;deutsche Physik&#8221;, &#8220;sozialistische Biologie&#8221;), das Familienleben (&#8220;dem F&#252;hrer einen Sohn schenken&#8221;). </p>
<p>Man vergleiche nun damit Phrasen wie &#8220;Das Private ist politisch&#8221;, &#8220;feministische Theologie&#8221;, &#8220;engagierte Kunst&#8221; oder wissenschaftliche Konstrukte vom Kaliber der &#8220;gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit&#8221;, dann erkennt man, dass die gesamte PC-Ideologie, eben weil sie die Autonomie nichtpolitischer Lebensbereiche nicht respektiert, totalit&#228;r ist. Und dies keineswegs nur in der Theorie: Was wir zur Zeit erleben, ist, dass die wissenschafts-, medien- und religionseigenen Standards, die bezeichnenderweise auf ihre je eigene Weise alle etwas mit &#8220;Wahrheit&#8221; zu tun haben, einer <i>politischen</i> Ideologie unterworfen werden, und dass Widerspruch dagegen mit wachsendem Erfolg mundtot gemacht wird &#8211; nur eben nicht mit den Mitteln des Staates, sondern durch das kollusive Zusammenwirken von Funktionseliten, die dieser ideologie verpflichtet sind, aber keiner Kontrolle unterliegen. Wenn wir dulden, dass dieser Prozess andauert, dann werden wir am Ende mit einer Verfassung dastehen, die auf Papier so freiheitlich ist wie die Stalin-Verfassung von 1936. Und in der Praxis eben auch.</p>
<p>Die katholische Kirche geh&#246;rt zu den letzten Institutionen &#8211; wenn sie nicht &#252;berhaupt die letzte ist, die sich dem Zugriff linker Ideologie entziehen. Genau deswegen wird sie in so hasserf&#252;llter Weise angegriffen. Und weil das so ist, w&#252;rde ich diese Kirche &#8211; ganz unabh&#228;ngig von meinem eigenen religi&#246;sen Standpunkt, denn ich spreche jetzt als Liberaler, nicht als christ &#8211; selbst dann verteidigen, wenn sie tats&#228;chlich so verscroben und r&#252;ckst&#228;ndig w&#228;re, wie ihre Feinde behaupten. Mit der Sturheit, mit der sie ihre eigene Autonomie verteidigt, verteidigt sie n&#228;mlich die Freiheit von uns allen!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Monalisa</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1303</link>
		<dc:creator>Monalisa</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 19:51:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1303</guid>
		<description>@Manfred

Solange die Theologie des doppelten oder zweifachen Bundes noch nicht im Katechismus verankert ist, k&#246;nnte sich die Haltung innerhalb der RKK mit dem n&#228;chsten Papst wieder &#228;ndern. 

Der Artikel von Spengler legt ja nahe, dass es eine nicht zu untersch&#228;tzende Opposition von einerseits &quot;One-worldern/Linken&quot; gibt, die prinzipiell jede Besondernheit und damit schon die Idee eines Bundes an sich ablehnen und Konservativen, bishin zu durchgeknallen Antisemiten wie den Piusbr&#252;dern, die sich gegen die Verankerung der Anerkennung Israels als dem Volk Gottes im Fleisch wehren werden.

@CK

Nochmal zur &quot;irrationalen Opferethik&quot;. Bevor man zu dieser Einsch&#228;tzung kommt, sollte man christliche Standpunkte zun&#228;chst wahrnehmen:

&lt;/i&gt;
2264 Die Liebe zu sich selbst bleibt ein Grundprinzip der Sittenlehre. Somit darf man sein eigenes Recht auf das Leben geltend machen. Wer sein Leben verteidigt, macht sich keines Mordes schuldig, selbst wenn er gezwungen ist, seinem Angreifer einen t&#246;dlichen Schlag zu versetzen:

„Wenn jemand zur Verteidigung des eigenen Lebens gr&#246;&#223;ere Gewalt anwendet als n&#246;tig, ist das unerlaubt. Wenn er die Gewalt aber mit Ma&#223; zur&#252;ckst&#246;&#223;t, ist die Verteidigung erlaubt ... Es ist zum Heil nicht notwendig, auf den Akt des ma&#223;vollen Schutzes zu verzichten, um die T&#246;tung des anderen zu vermeiden; denn der Mensch ist mehr gehalten, f&#252;r das eigene Leben als f&#252;r das fremde Leben zu sorgen&quot; (Thomas v. A., s. th. 2-2, 64, 7).

 2265 Die Notwehr kann f&#252;r den, der f&#252;r das Leben anderer oder f&#252;r das Wohl seiner Familie oder de Gemeinwesens verantwortlich ist, nicht nur ein Recht, sondern eine schwerwiegende Verpflichtung sein.

2266 Der Schutz des Gemeinwohls der Gesellschaft erfordert, da&#223; der Angreifer au&#223;erstande gesetzt wird schaden. Aus diesem Grund hat die &#252;berlieferte Lehre der Kirche die Rechtm&#228;&#223;igkeit des Rechtes und der Pflicht der gesetzm&#228;&#223;igen &#246;ffentlichen Gewalt anerkannt, der Schwere des Verbrechens angemessene Strafen zu verh&#228;ngen, ohne in schwerwiegendsten F&#228;llen die Todesstrafe auszuschlie&#223;en. Aus analogen Gr&#252;nden haben die Verantwortungstr&#228;ger das Recht, diejenigen, die das Gemeinwesen, f&#252;r das sie verantwortlich sind, angreifen, mit Waffengewalt abzuwehren. &lt;/i&gt;

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM#92

Und nun eine reformierte Stimme:

Nun ist die Frage: Darf sich der Christ in so einer Situation zur Wehr setzen? Darf er eine Waffe gebrauchen, um den Angreifer unsch&#228;dlich zu machen oder zu vernichten? Oder soll er Gewaltlosigkeit vertreten bis zum &#228;u&#223;ersten; das hei&#223;t, lieber den Angriff erdulden und sich gewisserma&#223;en in Gottes Hand begeben?

Genau um diese zentrale Frage geht&#039;s uns. Wie steht die Kirche dazu?

Da mu&#223; ich vorausschicken, da&#223; es keine theologische Einheitslehre gibt, die man hier pr&#228;sentieren k&#246;nnte. Es gibt sehr verschiedene Ansichten. Da ist die katholische Lehre, die das Notwehrrecht im sogenannten Naturrecht begr&#252;ndet. Diese &quot;Lex naturae&quot; erlaubt es dem Menschen, sich in einem solchen Fall zu wehren, selbst bis zur T&#246;tung des Angreifers. Diese naturrechtliche Begr&#252;ndung ist in der Theologie immer wieder vorgebracht worden, auch auf protestantischer Seite. Ich m&#246;chte aber das Notwehrrecht noch etwas tiefer begr&#252;nden als blo&#223; mit einem sogenannten Naturrecht. Und damit komme ich auf die Frage der betreffenden biblischen Stellen zu sprechen.

Und die lauten?

Erstens ist da nat&#252;rlich das ber&#252;hmte Gebot: &quot;Du sollst nicht t&#246;ten&quot;, 2. Mose 20. Zweitens die Stelle in der Bergpredigt: &quot;Ihr sollt dem B&#246;sen nicht widerstehen&quot; und das Gebot der Feindesliebe: &quot;So dich jemand auf deine rechte Wange schl&#228;gt, so reiche ihm auch die linke dar&quot;, Matth&#228;us 5.

Das letzte wird mit Vorliebe von den &quot;Gewaltlosen&quot; zitiert!

Als drittes findet man, ebenfalls im Matth&#228;us-Evangelium und in Parallelstellen, die Aufforderung an Petrus, der im Garten Gethsemane das Schwert zieht und Malchus, dem Knecht des Hohepriesters, das Ohr abschl&#228;gt; da sagt Jesus: &quot;Stecke dein Schwert in die Scheide, denn wer das Schwert zieht, der wird durch das Schwert umkommen!&quot;

Ja, das ist deutlich.

Dann gibt&#039;s aber noch eine weitere Stelle. Vielleicht die wichtigste von allen - R&#246;mer 13, also im R&#246;merbrief des Paulus, die ganzen Ausf&#252;hrungen &#252;ber die Schwertgewalt des Staates. Da wird gesagt: Der Staat ist die Ordinatio Dei - die Ordnung Gottes -, die eingesetzt ist auf dieser Welt zur Eind&#228;mmung des jederzeit lauernden und Macht an sich rei&#223;enden B&#246;sen: &quot;Sie tr&#228;gt das Schwert nicht umsonst,&quot; (die Obrigkeit) &quot;... sondern zur Bestrafung der B&#246;sen und zur Belohnung der Guten.&quot; Das hei&#223;t, es ist die prim&#228;re Aufgabe des Staates, dem B&#246;sen in dieser Welt Widerstand zu leisten, und Paulus sagt in diesem Zusammenhang: Es ist Pflicht des Christen, den Staat in dieser Funktion zu unterst&#252;tzen.

Nat&#252;rlich m&#252;sste man nun jede einzelne dieser Stellen untersuchen.

Ja. &quot;Du sollst nicht t&#246;ten&quot; im Alten Testament hei&#223;t ganz eindeutig: &quot;Du sollst nicht MORDEN&quot;. Also nicht einfach ein absolutes T&#246;tungsverbot, so da&#223; man keine Fliege und kein Kaninchen t&#246;ten d&#252;rfte. Es ist damit auch kein absolutes T&#246;tungsverbot in Bezug auf das menschliche Leben gemeint. Das kennt n&#228;mlich das Alte Testament nicht. Das Alte Testament kennt ja auch die Todesstrafe, und so weiter, und damit ist sicher auch die Notwehr inbegriffen. Wenn aus diesem alttestamentlichen Gebot eine Verneinung der Notwehr abgeleitet w&#252;rde, w&#228;re das nicht textgern&#228;&#223;.

Gut, aber die Stellen im Neuen Testament?

Anders verh&#228;lt es sich bei der Stelle aus der Bergpredigt: &quot;Ihr sollt dem B&#246;sen nicht widerstehen&quot;, und dem Zitat wegen der Ohrfeige. Ich glaube aber, da&#223; Jesus dort gar keinen Angriff auf das Leben im Auge hat. Er hat die Feindesliebe im Auge. Das hei&#223;t, meine Liebe soll so stark sein, da&#223; sie auch den Feind einschlie&#223;t und durch das Gute zu &#252;berwinden und zu gewinnen versucht, statt durch Gewalt. Damit ist aber nicht so sehr der Feind gemeint, der mein Leben bedroht, als einfach der Feind, der mich beleidigt. Das geht ja aus der Stelle mit der Ohrfeige hervor: Es ist der Beleidiger, dem ich nicht mit der selben Waffe heimzahlen soll.

Eben, es handelt sich eher um Rache und Hass ...

Es geht um den Beleidiger. Den soll ich entwaffnen durch die st&#228;rkere Kraft meiner Liebesf&#228;higkeit. Da&#223; die Vertreter der Gewaltlosigkeit sich auf diese Stelle in der Bergpredigt berufen, halte ich zwar nicht f&#252;r einen Irrtum, aber f&#252;r eine viel zu weitgehende Folgerung aus dem, was Jesus dort meint: den pers&#246;nlichen Feind, der mir Schaden zuf&#252;gen will und der mich ha&#223;t. Deshalb ist diese Aufforderung nicht &#252;bertragbar auf das Problem der Notwehr.

Und die Stelle von Petrus und dem Schwert?

Dort sagt Jesus ja zu Petrus, der mit dem Schwert losschl&#228;gt: &quot;Stecke dein Schwert in die Scheide ... &quot; Das k&#246;nnte man nat&#252;rlich so verstehen, als ob die Schwertgewalt oder &#252;berhaupt die Verteidigung abgelehnt w&#252;rde.

Ja. Schlie&#223;lich folgt die allgemeine Feststellung: &quot;Wer zum Schwert greift, der wird durch das Schwert umkommen&quot;.

Nun stellt sich die Frage: Ist Petrus in diesem Moment der Angreifer, oder ist er derjenige, der sich zur Wehr setzt? Das ist das Kernproblem. Petrus ist hier n&#228;mlich der Angreifer. Er zieht das Schwert, und Jesus verbietet ihm, anzugreifen. Es ist also der Angreifer, der durch das Schwert vernichtet werden soll.

Das hei&#223;t, man k&#246;nnte den Spie&#223; umdrehen?

Ja, genau, in dem Sinne, da&#223; Jesus sagt: Die g&#246;ttliche Ordnung will, da&#223; der Angreifer vernichtet wird durch Schwertgewalt. Diese Stelle ist zumindest ambivalent.
Wenn man spitzfindig sein wollte, k&#246;nnte man gerade mit ihr die Schwertgewalt des Staates, aber auch das individuelle Recht auf Notwehr begr&#252;nden. Die Stelle von R&#246;mer 13 eignet sich dazu nat&#252;rlich besser. Dort ist es ganz klar: Der Staat hat daf&#252;r zu sorgen, da&#223; das B&#246;se in jeder Gestalt einged&#228;rnmt wird, und zu diesem Zweck ist ihm die Schwertgewalt - das hei&#223;t, die Polizei- und Armeegewalt - anvertraut. Das ist die eigentliche Funktion des Staates, und wenn er die aus&#252;bt - also die Verteidigung des Guten, der Ordnung, des Lebens, gegen&#252;ber dem Angriff des B&#246;sen - dann ist der Staat wirklich eine &quot;Ordinatio Dei&quot;, dann ist es in seinen g&#246;ttlichen Grenzen.

Aber zur&#252;ck zur Frage der Notwehr ...

Wie gesagt, die Berufung auf das Naturrecht, die in der katholischen Theologie, aber auch in einem gewissen juristischen Denken &#252;blich ist, gen&#252;gt mir nicht, sondern ich mu&#223; sie vertiefen durch die Berufung auf das Liebesgebot.

Was bedeutet das konkret?

Liebe hei&#223; im eigentlichen Sinne des Neuen Testaments, unter Absehung von allen sentimentalen Mi&#223;verst&#228;ndnissen: Schutz und Bewahrung allen Lebens, soweit dies in meinem Verantwortungsbereich liegt. Man k&#246;nnte als Christ vielleicht sagen: Ich will lieber leiden, will lieber den Angriff erdulden, als da&#223; ich Gewalt aus&#252;be, als da&#223; ich den Gegner vernichte, Ich k&#246;nnte die Bergpredigt so auffassen. Also: Ich dulde den Angriff und nehme halt unter Umst&#228;nden das Martyrium oder den Tod auf mich und habe mir damit reine H&#228;nde bewahrt.

Das w&#228;re die buchst&#228;bliche Erf&#252;llung der Bergpredigt, nicht?

Diese Auffassung scheint mir aber ganz falsch. Ich verteidige ja nicht nur mein eigenes Leben, sondern auch das Leben meiner N&#228;chsten. Man kann noch weitergehen und sagen: Indem ich mich wehre gegen&#252;ber dem eindeutig b&#246;sartigen Angreifer, tue ich zweierlei: Erstens verteidige ich mein eigenes Leben deshalb, weil dieses Leben ja nicht nur mir geh&#246;rt, so da&#223; ich es wegwerfen k&#246;nnte, wenn ich angegriffen werde. Zum Beispiel als Pfarrer geh&#246;re ich ja nicht nur mir selber, ich geh&#246;re auch der Gemeinde, die mir zur Seelsorge anvertraut ist. Als Arzt geh&#246;re ich meinen Patienten, als Lehrer meinen Sch&#252;lern; ich bin nicht nur Individualperson, sondern ich bin immer irgendwie Mensch in der Gemeinschaft, und indem ich mein eigenes Leben verteidige, bewahre ich auch ein Leben vor der Vernichtung, das einen Schutz und einen Wert f&#252;r andere darstellt.

Das ist ein interessanter Standpunkt!

Das Zweite ist ein Gedanke, den Luther stark betont hat. Luther hat sich meines Wissens mit dem Problem der Notwehr mehrfach auseinandergesetzt. Und er hat gesagt, nat&#252;rlich, in einer extremen Haltung kann man sich sagen: Ich will lieber Unrecht leiden und dabei untergehen, als anderen Gewalt zuzuf&#252;gen. Aber das ist v&#246;llig falsch gedacht. Ich handle in dem Moment, da ich mich gegen den b&#246;sartigen Angreifer wehre, als Vertreter der Staatsgewalt, die ja in dem Moment nicht da ist, indem ich dem r&#228;uberischen Chaos entgegentrete. Es ist die Aufgabe der Staatsgewalt, das r&#228;uberische Chaos zu verhindern, sonst wird ja das ganze Leben zur Beute des Starken, und der Schwache geht dabei unter.
Indem ich dem Anspruch des Gewaltt&#228;tigen, des skrupellosen Kriminellen, entgegentrete, verteidige ich eine ganz bestimmte g&#246;ttliche Ordnung dieses Lebens. Ich bin der Repr&#228;sentant dieser g&#246;ttlichen Ordnung.

Notwehr ist also erlaubt.

Wenn ich nun die Konsequenz aus alledem ziehe, mu&#223; ich sagen: Jawohl, Notwehr ist dem Christen nicht nur erlaubt, auf Grund einer Lex naturae, sondern die Notwehr ist dem Christen sogar geboten, weil er bei Verzicht darauf die ganze Ordnung des menschlichen Zusammenlebens in Frage stellt.

http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231&amp;cat1=IW%C3%96+Service&amp;cat2=Fakten+-+Berichte&amp;cat3=Fachartikel&amp;cat4=&amp;mehr=

Gru&#223;, Ml</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Manfred</p>
<p>Solange die Theologie des doppelten oder zweifachen Bundes noch nicht im Katechismus verankert ist, k&#246;nnte sich die Haltung innerhalb der RKK mit dem n&#228;chsten Papst wieder &#228;ndern. </p>
<p>Der Artikel von Spengler legt ja nahe, dass es eine nicht zu untersch&#228;tzende Opposition von einerseits &#8220;One-worldern/Linken&#8221; gibt, die prinzipiell jede Besondernheit und damit schon die Idee eines Bundes an sich ablehnen und Konservativen, bishin zu durchgeknallen Antisemiten wie den Piusbr&#252;dern, die sich gegen die Verankerung der Anerkennung Israels als dem Volk Gottes im Fleisch wehren werden.</p>
<p>@CK</p>
<p>Nochmal zur &#8220;irrationalen Opferethik&#8221;. Bevor man zu dieser Einsch&#228;tzung kommt, sollte man christliche Standpunkte zun&#228;chst wahrnehmen:</p>
<p>2264 Die Liebe zu sich selbst bleibt ein Grundprinzip der Sittenlehre. Somit darf man sein eigenes Recht auf das Leben geltend machen. Wer sein Leben verteidigt, macht sich keines Mordes schuldig, selbst wenn er gezwungen ist, seinem Angreifer einen t&#246;dlichen Schlag zu versetzen:</p>
<p>„Wenn jemand zur Verteidigung des eigenen Lebens gr&#246;&#223;ere Gewalt anwendet als n&#246;tig, ist das unerlaubt. Wenn er die Gewalt aber mit Ma&#223; zur&#252;ckst&#246;&#223;t, ist die Verteidigung erlaubt &#8230; Es ist zum Heil nicht notwendig, auf den Akt des ma&#223;vollen Schutzes zu verzichten, um die T&#246;tung des anderen zu vermeiden; denn der Mensch ist mehr gehalten, f&#252;r das eigene Leben als f&#252;r das fremde Leben zu sorgen&#8221; (Thomas v. A., s. th. 2-2, 64, 7).</p>
<p> 2265 Die Notwehr kann f&#252;r den, der f&#252;r das Leben anderer oder f&#252;r das Wohl seiner Familie oder de Gemeinwesens verantwortlich ist, nicht nur ein Recht, sondern eine schwerwiegende Verpflichtung sein.</p>
<p>2266 Der Schutz des Gemeinwohls der Gesellschaft erfordert, da&#223; der Angreifer au&#223;erstande gesetzt wird schaden. Aus diesem Grund hat die &#252;berlieferte Lehre der Kirche die Rechtm&#228;&#223;igkeit des Rechtes und der Pflicht der gesetzm&#228;&#223;igen &#246;ffentlichen Gewalt anerkannt, der Schwere des Verbrechens angemessene Strafen zu verh&#228;ngen, ohne in schwerwiegendsten F&#228;llen die Todesstrafe auszuschlie&#223;en. Aus analogen Gr&#252;nden haben die Verantwortungstr&#228;ger das Recht, diejenigen, die das Gemeinwesen, f&#252;r das sie verantwortlich sind, angreifen, mit Waffengewalt abzuwehren. </p>
<p><a href="http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM#92" rel="nofollow" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM_92?referer=');"></a><a href='http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM#92' onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM_92?referer=');">http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM#92</a></p>
<p>Und nun eine reformierte Stimme:</p>
<p>Nun ist die Frage: Darf sich der Christ in so einer Situation zur Wehr setzen? Darf er eine Waffe gebrauchen, um den Angreifer unsch&#228;dlich zu machen oder zu vernichten? Oder soll er Gewaltlosigkeit vertreten bis zum &#228;u&#223;ersten; das hei&#223;t, lieber den Angriff erdulden und sich gewisserma&#223;en in Gottes Hand begeben?</p>
<p>Genau um diese zentrale Frage geht&#8217;s uns. Wie steht die Kirche dazu?</p>
<p>Da mu&#223; ich vorausschicken, da&#223; es keine theologische Einheitslehre gibt, die man hier pr&#228;sentieren k&#246;nnte. Es gibt sehr verschiedene Ansichten. Da ist die katholische Lehre, die das Notwehrrecht im sogenannten Naturrecht begr&#252;ndet. Diese &#8220;Lex naturae&#8221; erlaubt es dem Menschen, sich in einem solchen Fall zu wehren, selbst bis zur T&#246;tung des Angreifers. Diese naturrechtliche Begr&#252;ndung ist in der Theologie immer wieder vorgebracht worden, auch auf protestantischer Seite. Ich m&#246;chte aber das Notwehrrecht noch etwas tiefer begr&#252;nden als blo&#223; mit einem sogenannten Naturrecht. Und damit komme ich auf die Frage der betreffenden biblischen Stellen zu sprechen.</p>
<p>Und die lauten?</p>
<p>Erstens ist da nat&#252;rlich das ber&#252;hmte Gebot: &#8220;Du sollst nicht t&#246;ten&#8221;, 2. Mose 20. Zweitens die Stelle in der Bergpredigt: &#8220;Ihr sollt dem B&#246;sen nicht widerstehen&#8221; und das Gebot der Feindesliebe: &#8220;So dich jemand auf deine rechte Wange schl&#228;gt, so reiche ihm auch die linke dar&#8221;, Matth&#228;us 5.</p>
<p>Das letzte wird mit Vorliebe von den &#8220;Gewaltlosen&#8221; zitiert!</p>
<p>Als drittes findet man, ebenfalls im Matth&#228;us-Evangelium und in Parallelstellen, die Aufforderung an Petrus, der im Garten Gethsemane das Schwert zieht und Malchus, dem Knecht des Hohepriesters, das Ohr abschl&#228;gt; da sagt Jesus: &#8220;Stecke dein Schwert in die Scheide, denn wer das Schwert zieht, der wird durch das Schwert umkommen!&#8221;</p>
<p>Ja, das ist deutlich.</p>
<p>Dann gibt&#8217;s aber noch eine weitere Stelle. Vielleicht die wichtigste von allen &#8211; R&#246;mer 13, also im R&#246;merbrief des Paulus, die ganzen Ausf&#252;hrungen &#252;ber die Schwertgewalt des Staates. Da wird gesagt: Der Staat ist die Ordinatio Dei &#8211; die Ordnung Gottes -, die eingesetzt ist auf dieser Welt zur Eind&#228;mmung des jederzeit lauernden und Macht an sich rei&#223;enden B&#246;sen: &#8220;Sie tr&#228;gt das Schwert nicht umsonst,&#8221; (die Obrigkeit) &#8220;&#8230; sondern zur Bestrafung der B&#246;sen und zur Belohnung der Guten.&#8221; Das hei&#223;t, es ist die prim&#228;re Aufgabe des Staates, dem B&#246;sen in dieser Welt Widerstand zu leisten, und Paulus sagt in diesem Zusammenhang: Es ist Pflicht des Christen, den Staat in dieser Funktion zu unterst&#252;tzen.</p>
<p>Nat&#252;rlich m&#252;sste man nun jede einzelne dieser Stellen untersuchen.</p>
<p>Ja. &#8220;Du sollst nicht t&#246;ten&#8221; im Alten Testament hei&#223;t ganz eindeutig: &#8220;Du sollst nicht MORDEN&#8221;. Also nicht einfach ein absolutes T&#246;tungsverbot, so da&#223; man keine Fliege und kein Kaninchen t&#246;ten d&#252;rfte. Es ist damit auch kein absolutes T&#246;tungsverbot in Bezug auf das menschliche Leben gemeint. Das kennt n&#228;mlich das Alte Testament nicht. Das Alte Testament kennt ja auch die Todesstrafe, und so weiter, und damit ist sicher auch die Notwehr inbegriffen. Wenn aus diesem alttestamentlichen Gebot eine Verneinung der Notwehr abgeleitet w&#252;rde, w&#228;re das nicht textgern&#228;&#223;.</p>
<p>Gut, aber die Stellen im Neuen Testament?</p>
<p>Anders verh&#228;lt es sich bei der Stelle aus der Bergpredigt: &#8220;Ihr sollt dem B&#246;sen nicht widerstehen&#8221;, und dem Zitat wegen der Ohrfeige. Ich glaube aber, da&#223; Jesus dort gar keinen Angriff auf das Leben im Auge hat. Er hat die Feindesliebe im Auge. Das hei&#223;t, meine Liebe soll so stark sein, da&#223; sie auch den Feind einschlie&#223;t und durch das Gute zu &#252;berwinden und zu gewinnen versucht, statt durch Gewalt. Damit ist aber nicht so sehr der Feind gemeint, der mein Leben bedroht, als einfach der Feind, der mich beleidigt. Das geht ja aus der Stelle mit der Ohrfeige hervor: Es ist der Beleidiger, dem ich nicht mit der selben Waffe heimzahlen soll.</p>
<p>Eben, es handelt sich eher um Rache und Hass &#8230;</p>
<p>Es geht um den Beleidiger. Den soll ich entwaffnen durch die st&#228;rkere Kraft meiner Liebesf&#228;higkeit. Da&#223; die Vertreter der Gewaltlosigkeit sich auf diese Stelle in der Bergpredigt berufen, halte ich zwar nicht f&#252;r einen Irrtum, aber f&#252;r eine viel zu weitgehende Folgerung aus dem, was Jesus dort meint: den pers&#246;nlichen Feind, der mir Schaden zuf&#252;gen will und der mich ha&#223;t. Deshalb ist diese Aufforderung nicht &#252;bertragbar auf das Problem der Notwehr.</p>
<p>Und die Stelle von Petrus und dem Schwert?</p>
<p>Dort sagt Jesus ja zu Petrus, der mit dem Schwert losschl&#228;gt: &#8220;Stecke dein Schwert in die Scheide &#8230; &#8221; Das k&#246;nnte man nat&#252;rlich so verstehen, als ob die Schwertgewalt oder &#252;berhaupt die Verteidigung abgelehnt w&#252;rde.</p>
<p>Ja. Schlie&#223;lich folgt die allgemeine Feststellung: &#8220;Wer zum Schwert greift, der wird durch das Schwert umkommen&#8221;.</p>
<p>Nun stellt sich die Frage: Ist Petrus in diesem Moment der Angreifer, oder ist er derjenige, der sich zur Wehr setzt? Das ist das Kernproblem. Petrus ist hier n&#228;mlich der Angreifer. Er zieht das Schwert, und Jesus verbietet ihm, anzugreifen. Es ist also der Angreifer, der durch das Schwert vernichtet werden soll.</p>
<p>Das hei&#223;t, man k&#246;nnte den Spie&#223; umdrehen?</p>
<p>Ja, genau, in dem Sinne, da&#223; Jesus sagt: Die g&#246;ttliche Ordnung will, da&#223; der Angreifer vernichtet wird durch Schwertgewalt. Diese Stelle ist zumindest ambivalent.<br />
Wenn man spitzfindig sein wollte, k&#246;nnte man gerade mit ihr die Schwertgewalt des Staates, aber auch das individuelle Recht auf Notwehr begr&#252;nden. Die Stelle von R&#246;mer 13 eignet sich dazu nat&#252;rlich besser. Dort ist es ganz klar: Der Staat hat daf&#252;r zu sorgen, da&#223; das B&#246;se in jeder Gestalt einged&#228;rnmt wird, und zu diesem Zweck ist ihm die Schwertgewalt &#8211; das hei&#223;t, die Polizei- und Armeegewalt &#8211; anvertraut. Das ist die eigentliche Funktion des Staates, und wenn er die aus&#252;bt &#8211; also die Verteidigung des Guten, der Ordnung, des Lebens, gegen&#252;ber dem Angriff des B&#246;sen &#8211; dann ist der Staat wirklich eine &#8220;Ordinatio Dei&#8221;, dann ist es in seinen g&#246;ttlichen Grenzen.</p>
<p>Aber zur&#252;ck zur Frage der Notwehr &#8230;</p>
<p>Wie gesagt, die Berufung auf das Naturrecht, die in der katholischen Theologie, aber auch in einem gewissen juristischen Denken &#252;blich ist, gen&#252;gt mir nicht, sondern ich mu&#223; sie vertiefen durch die Berufung auf das Liebesgebot.</p>
<p>Was bedeutet das konkret?</p>
<p>Liebe hei&#223; im eigentlichen Sinne des Neuen Testaments, unter Absehung von allen sentimentalen Mi&#223;verst&#228;ndnissen: Schutz und Bewahrung allen Lebens, soweit dies in meinem Verantwortungsbereich liegt. Man k&#246;nnte als Christ vielleicht sagen: Ich will lieber leiden, will lieber den Angriff erdulden, als da&#223; ich Gewalt aus&#252;be, als da&#223; ich den Gegner vernichte, Ich k&#246;nnte die Bergpredigt so auffassen. Also: Ich dulde den Angriff und nehme halt unter Umst&#228;nden das Martyrium oder den Tod auf mich und habe mir damit reine H&#228;nde bewahrt.</p>
<p>Das w&#228;re die buchst&#228;bliche Erf&#252;llung der Bergpredigt, nicht?</p>
<p>Diese Auffassung scheint mir aber ganz falsch. Ich verteidige ja nicht nur mein eigenes Leben, sondern auch das Leben meiner N&#228;chsten. Man kann noch weitergehen und sagen: Indem ich mich wehre gegen&#252;ber dem eindeutig b&#246;sartigen Angreifer, tue ich zweierlei: Erstens verteidige ich mein eigenes Leben deshalb, weil dieses Leben ja nicht nur mir geh&#246;rt, so da&#223; ich es wegwerfen k&#246;nnte, wenn ich angegriffen werde. Zum Beispiel als Pfarrer geh&#246;re ich ja nicht nur mir selber, ich geh&#246;re auch der Gemeinde, die mir zur Seelsorge anvertraut ist. Als Arzt geh&#246;re ich meinen Patienten, als Lehrer meinen Sch&#252;lern; ich bin nicht nur Individualperson, sondern ich bin immer irgendwie Mensch in der Gemeinschaft, und indem ich mein eigenes Leben verteidige, bewahre ich auch ein Leben vor der Vernichtung, das einen Schutz und einen Wert f&#252;r andere darstellt.</p>
<p>Das ist ein interessanter Standpunkt!</p>
<p>Das Zweite ist ein Gedanke, den Luther stark betont hat. Luther hat sich meines Wissens mit dem Problem der Notwehr mehrfach auseinandergesetzt. Und er hat gesagt, nat&#252;rlich, in einer extremen Haltung kann man sich sagen: Ich will lieber Unrecht leiden und dabei untergehen, als anderen Gewalt zuzuf&#252;gen. Aber das ist v&#246;llig falsch gedacht. Ich handle in dem Moment, da ich mich gegen den b&#246;sartigen Angreifer wehre, als Vertreter der Staatsgewalt, die ja in dem Moment nicht da ist, indem ich dem r&#228;uberischen Chaos entgegentrete. Es ist die Aufgabe der Staatsgewalt, das r&#228;uberische Chaos zu verhindern, sonst wird ja das ganze Leben zur Beute des Starken, und der Schwache geht dabei unter.<br />
Indem ich dem Anspruch des Gewaltt&#228;tigen, des skrupellosen Kriminellen, entgegentrete, verteidige ich eine ganz bestimmte g&#246;ttliche Ordnung dieses Lebens. Ich bin der Repr&#228;sentant dieser g&#246;ttlichen Ordnung.</p>
<p>Notwehr ist also erlaubt.</p>
<p>Wenn ich nun die Konsequenz aus alledem ziehe, mu&#223; ich sagen: Jawohl, Notwehr ist dem Christen nicht nur erlaubt, auf Grund einer Lex naturae, sondern die Notwehr ist dem Christen sogar geboten, weil er bei Verzicht darauf die ganze Ordnung des menschlichen Zusammenlebens in Frage stellt.</p>
<p><a href="http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231&amp;cat1=IW%C3%96+Service&amp;cat2=Fakten+-+Berichte&amp;cat3=Fachartikel&amp;cat4=&amp;mehr=" rel="nofollow" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231_amp_cat1=IW_C3_96+Service_amp_cat2=Fakten+-+Berichte_amp_cat3=Fachartikel_amp_cat4=_amp_mehr=&amp;referer=');"></a><a href='http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231&amp;cat1=IW%C3%96+Service&amp;cat2=Fakten+-+Berichte&amp;cat3=Fachartikel&amp;cat4=&amp;mehr=' onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231_amp_cat1=IW_C3_96+Service_amp_cat2=Fakten+-+Berichte_amp_cat3=Fachartikel_amp_cat4=_amp_mehr=&amp;referer=');">http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231&amp;cat1=IW%C3%96+Service&amp;cat2=Fakten+-+Berichte&amp;cat3=Fachartikel&amp;cat4=&amp;mehr=</a></p>
<p>Gru&#223;, Ml</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1302</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 19:25:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1302</guid>
		<description>@ Thatcher:
Ich glaube gar nicht, dass man das Christentum so sehr &quot;verbiegen&quot; muss, um es quasi wetterfest zu machen. Ich glaube, das Christus den Menschen nicht gesagt hat, was sie zu &lt;i&gt;tun&lt;/i&gt;, sondern wie sie zu &lt;i&gt;sein&lt;/i&gt; haben. Die christliche Ethik beschreibt eine innere Haltung, und ist allenfalls in zweiter Linie eine Handlungsethik. Drastisch formuliert: Den Feind zu lieben hei&#223;t nicht, dass man ihm nicht den Sch&#228;del einhauen k&#246;nnte.

Wollte man die Bergpredigt als &lt;i&gt;Handlungsanweisung&lt;/i&gt; verstehen und ernsthaft danach leben, so w&#252;rde man damit tats&#228;chlich nur Unheil anrichten; wollte man sie sogar zur Grundlage der &#246;ffentlichen Moral machen, so w&#252;rde die Gesellschaft, die auf einem solchen Christentum basierte, in der Tat schnell verschwinden, mitsamt dem Christentum selbst. Das, was die Theologie auf den Begriff der &quot;Erbs&#252;nde&quot; gebracht hat, umschreibt den paradoxen Sachverhalt, dass der, der im christlichen Sinne &quot;Gutes&quot; tun will, damit oft B&#246;ses bewirkt, und dass das Gute, das tats&#228;chlich bewirkt wird, oft genug mit Blut und Gewalt, sprich: dem B&#246;sen kontaminiert ist.

@ K.Schweiger:

Diesen Satz von Ihnen m&#246;chte ich noch einmal hinschreiben, und zwar fett und mit vielen Ausrufezeichen:

&lt;strong&gt;&quot;Auch die Kommentare im Blog sind mehr wert als die gesamte Informationsflut der &#246;ffentlich-rechtlichen Indoktrinationsanstalten und der gleichf&#246;rmigen Tages- und Wochenzeitungen mit ihren selektiven Leserbriefen.&quot;!!!!!&lt;/strong&gt;

So ist es, und deshalb nochmal vielen Dank an die Kommentatoren, die an diesem Blog mitschreiben, und ohne die er nur halb so gut w&#228;re! Ich wei&#223;, was ich an Euch habe!


@ Mona Lisa:

Dieser Artikel ist sehr aufschlussreich. Ich habe ihn gleich in die Sammlung &quot;Interessantes...&quot; aufgenommen. Ich war immer der Meinung gewesen, dass der Fortbestand des Alten Bundes nicht nur die theologische Meinung zweier P&#228;pste darstellt, sondern damit auch die Position der Kirche wiedergibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Thatcher:<br />
Ich glaube gar nicht, dass man das Christentum so sehr &#8220;verbiegen&#8221; muss, um es quasi wetterfest zu machen. Ich glaube, das Christus den Menschen nicht gesagt hat, was sie zu <i>tun</i>, sondern wie sie zu <i>sein</i> haben. Die christliche Ethik beschreibt eine innere Haltung, und ist allenfalls in zweiter Linie eine Handlungsethik. Drastisch formuliert: Den Feind zu lieben hei&#223;t nicht, dass man ihm nicht den Sch&#228;del einhauen k&#246;nnte.</p>
<p>Wollte man die Bergpredigt als <i>Handlungsanweisung</i> verstehen und ernsthaft danach leben, so w&#252;rde man damit tats&#228;chlich nur Unheil anrichten; wollte man sie sogar zur Grundlage der &#246;ffentlichen Moral machen, so w&#252;rde die Gesellschaft, die auf einem solchen Christentum basierte, in der Tat schnell verschwinden, mitsamt dem Christentum selbst. Das, was die Theologie auf den Begriff der &#8220;Erbs&#252;nde&#8221; gebracht hat, umschreibt den paradoxen Sachverhalt, dass der, der im christlichen Sinne &#8220;Gutes&#8221; tun will, damit oft B&#246;ses bewirkt, und dass das Gute, das tats&#228;chlich bewirkt wird, oft genug mit Blut und Gewalt, sprich: dem B&#246;sen kontaminiert ist.</p>
<p>@ K.Schweiger:</p>
<p>Diesen Satz von Ihnen m&#246;chte ich noch einmal hinschreiben, und zwar fett und mit vielen Ausrufezeichen:</p>
<p><strong>&#8220;Auch die Kommentare im Blog sind mehr wert als die gesamte Informationsflut der &#246;ffentlich-rechtlichen Indoktrinationsanstalten und der gleichf&#246;rmigen Tages- und Wochenzeitungen mit ihren selektiven Leserbriefen.&#8221;!!!!!</strong></p>
<p>So ist es, und deshalb nochmal vielen Dank an die Kommentatoren, die an diesem Blog mitschreiben, und ohne die er nur halb so gut w&#228;re! Ich wei&#223;, was ich an Euch habe!</p>
<p>@ Mona Lisa:</p>
<p>Dieser Artikel ist sehr aufschlussreich. Ich habe ihn gleich in die Sammlung &#8220;Interessantes&#8230;&#8221; aufgenommen. Ich war immer der Meinung gewesen, dass der Fortbestand des Alten Bundes nicht nur die theologische Meinung zweier P&#228;pste darstellt, sondern damit auch die Position der Kirche wiedergibt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1301</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 18:57:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1301</guid>
		<description>&lt;i&gt; Kurzsichtig wie von einem Radikalliberalen nicht anders zu erwarten. Man bekommt immer Schwierigkeiten, irgendeine moralische Ordnung, und sei es eine, die lediglich dar&#252;ber wacht, dass die den Liberalen wichtigen Eigentumsgesetze Geltung bekommen, ohne eine allgemeinverbindliche Religion zu etablieren. &lt;/i&gt;

Wie nett mal gleich Andersdenkende als kurzsichtig zu bezeichnen. 

Richtig ist: Eine moralische Ordnung braucht allgemeinverbindliche Regeln, Normen und Werte, damit die Gesellschaft nicht auseinanderbricht. Jene m&#252;ssen notfalls mit Zwang und Gewalt durchgesetzt werden, was die Aufgabe eines Staates ist (hier grenze ich mich von Anarchisten ab mit der gleichen Argumentation wie Ludwig von Mises).

Dazu braucht es ein starkes, philosophisches Fundament. Nicht jedoch eine Religion, Religion ist m.E. Privatsache. 

Wichtig ist zu begreifen, dass jedes Individuum unver&#228;u&#223;erliche Rechte hat, die niemand Anderes, auch der Staat nicht, grundlos verletzen darf. Das sind die sog. Vernunft- oder auch Naturrechte. Man kann diese aus der eigenn&#252;tzigen Natur des Menschen und aus seiner Vernunft ableiten oder von mir aus- wenn man unbedingt mag- auch von Gott. (Den reinen Glauben an (einen) Gott w&#252;rde ich &#252;brigens sowieso von Kirche und Religion trennen.) Dieser Rechtekatalog nun stellt einen sehr strengen ethischen Kodex dar, der schon sehr viele Handlungen von selbst verbietet und aus dem sich allerhand Regeln und Konventionen, auch des respektvollen Zusammenlebens, ableiten lassen. Das alles steht nicht mal im Widerspruch zum Christentum, denn der Begriff Vernunftrechte wurde u.a. von Thomas von Aquin gepr&#228;gt und es gibt ja auch heute jede Menge christliche Liberale (Roland Baader bspw.) 

Selbstkritik ist selbstverst&#228;ndlich sehr wichtig, keine Frage. Ein Mensch sollte sich stets bewusst sein, dass er kein allwissender Gott ist und daher auch nicht wie ein solcher urteilen und handeln darf.  Es soll auch keineswegs das Recht des St&#228;rkeren herrschen, sondern m&#246;glichst objektives, neutrales Recht.

Es stimmt, dass teilweise eine negative Werteerosion stattfand/-findet, die wir Liberale auch kritisieren.  Ein teilweise v&#246;llig falsches Freiheitsverst&#228;ndnis macht sich mancherorts breit. Freiheit auf Kosten Anderer (was im Grunde nur triebgeleitete Despotie und Tyrannei ist, keine Freiheit jedoch), Freiheit ohne Verantwortung bzw. mit Verantwortungsabw&#228;lzung auf den Staat, Reduktion auf Materialismus, Werterelativismus unter dem Deckmantel eines falschen Toleranz und Multikulti-Verst&#228;ndnisses (was einer gesunden, multikulturellen Gesellschaft eher abtr&#228;glich ist), extremer Subjektivismus bis hin zu normativer Indifferenz und Nihilismus (teilweise auch bei sog. Libert&#228;ren leider ein Problem). Inwiefern daran die 68er Schuld sein, sei mal dahingestellt. Nicht alles an 68 war m.E. falsch (genauso wie nicht alles vorher Gold war, was gl&#228;nzte, zu keiner Zeit gab es eine perfekte Gesellschaft), aber vieles hat in der Tat leider zu Problemen gef&#252;hrt.  Wie aber soll man auch Respekt vor seinem Gegen&#252;ber haben, wenn man bspw. lernt, dass man einen Anspruch auf dessen Eigentum hat und irgendein kollektives, gutgemeintes Ziel schnell dazu legitimiert die Rechte des Anderen in Frage zu stellen ?

Ich sehe mich selber immer noch als Wertelinker, sehe aber die heutige sog. Linke in der Tat als gef&#228;hrlich an. Viele urspr&#252;nglich begr&#252;ssenswerte Ideen wurden komplett pervertiert. 

Die rechtliche Gleichstellung und Emanzipation der Frau wurde erk&#228;mpft um heute zu erleben wie GM-IdeologInnen irgendwelche kruden, egalitaristischen Agendaziele anstreben. Aus Umweltschutz wurde &#214;kologismus, aus der Liebe zur Natur Esoterik, aus Weltoffenheit teilweise Verrat am Westen und falsches Verst&#228;ndnis f&#252;r Diktaturen.

Die Idee eines gemeinsamen Europas finde ich auch immer noch toll, aber leider wurde die EU zu einem b&#252;rokratischen Monster, was immer mehr Umverteilung, Gleichmacherei und Zentralismus anstrebt.

Antifaschismus und Antirassismus werden offiziell hochgehalten um dann zum Rassismus und Faschismus der Islamisten zu schweigen.

Krieg wurde f&#252;r immer ge&#228;chtet und Frieden zum Ziel erkoren um heute Appeasement zu propagieren und in Gaza Israel zum imperialistischen Agressor zu deklarieren. 

Eine solche Linke geh&#246;rt bek&#228;mpft, ohne Wenn und Aber, hier kann eine Zweckallianz mit Konservativen durchaus Sinn machen um dieser Sozialklempnerei Einhalt zu gebieten. Ich denke sogar dass in einer spontanen Ordnung sehr vieles, was den Konservativen lieb ist (bspw. Familien und deren nat&#252;rliche Bindungen) sich von selbst durchsetzen w&#252;rden.

Jedoch ist es nicht hilfreich wenn die Konservativen dann selber teilweise eine freiheitsfeindliche Agenda vertreten indem sie dem Individuum religi&#246;se Normen aufzwingen wollen, die eine freiheitliche Gesellschaft nunmal m.E. nicht braucht. Achtung und Respekt vor dem Individuum, dem Einzelnen, seiner Freiheit und und seinem Eigentum, sollte doch gen&#252;gen um ein friedliches Zusammenleben auch mit Gegnern in einer radikalpluralistischen, offenen Gesellschaft zu gew&#228;hrleisten. 

Das schliesst ja nicht aus, dass man pers&#246;nlich moralisch abscheulich findet was Andere machen und sich von ihnen fernh&#228;lt, vlt. auch gegen ihr Tun anredet (so d&#252;rft ihr in Publikationen von mir aus gerne die Pornoindustrie kritisieren, ihr habt aber kein Recht per Staatsapparat dieselbe zu verbieten.)

Ad Feindesliebe) Genau diese komplett irrationale, masochistische Opferethik kritisiere ich eben auch.

Zur “Vergewaltigung der Bibel und des reinen Christentums”: wenn die RKK, wenn es politisch opportun ist, ohnehin Kompromisse eingeht, wo bleibt dann eure ideologische Reinheit? ;-)

&lt;i&gt; „Irgendeine machtvolle und gleichzeitig f&#252;r alle Angeh&#246;rigen ihres Kulturkreises verbindliche Organisation, die sich, um dauerhaft sein zu k&#246;nnen, per Rekurs auf eine g&#246;ttliche Entit&#228;t legitimiert (vulgo: eine katholische Kirche), muss es wohl oder &#252;bel geben.“ &lt;/i&gt;

Ein gemeinsamer, strenger Wertekanon reicht m.E. eben komplett aus.

Und noch etwas f&#252;r euch sehr Provokatives: anscheinend haben Christen und Moslems manchmal auch durchaus einiges gemeinsam:
http://objektivismus.blogspot.com/2007/09/das-infame-buch-eines-konservativen.html

(Zugleich eine Antwort an BeforeDawn, dem ich hierbei vollkommen zustimme: „Es ist ja wohl kaum zu bezweifeln, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem R&#252;ckzug der Religion und dem Anwachsen an Quantit&#228;t und Einfluss der utopistischen Heilslehren und Ersatzreligionen.“  JA, LEIDER !!! )

Und Hitler und Goebbels hatten &#252;brigens soviel mit Vernunft und gesundem Eigennutz zu tun wie ein Vegetarier mit Fleischverzehr.

Soviel dazu. Allerdings weiss ich nicht ob diese Diskussion hier noch im Interesse Manfreds ist, da sie doch sehr offtopic mittlerweile ist ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i> Kurzsichtig wie von einem Radikalliberalen nicht anders zu erwarten. Man bekommt immer Schwierigkeiten, irgendeine moralische Ordnung, und sei es eine, die lediglich dar&#252;ber wacht, dass die den Liberalen wichtigen Eigentumsgesetze Geltung bekommen, ohne eine allgemeinverbindliche Religion zu etablieren. </i></p>
<p>Wie nett mal gleich Andersdenkende als kurzsichtig zu bezeichnen. </p>
<p>Richtig ist: Eine moralische Ordnung braucht allgemeinverbindliche Regeln, Normen und Werte, damit die Gesellschaft nicht auseinanderbricht. Jene m&#252;ssen notfalls mit Zwang und Gewalt durchgesetzt werden, was die Aufgabe eines Staates ist (hier grenze ich mich von Anarchisten ab mit der gleichen Argumentation wie Ludwig von Mises).</p>
<p>Dazu braucht es ein starkes, philosophisches Fundament. Nicht jedoch eine Religion, Religion ist m.E. Privatsache. </p>
<p>Wichtig ist zu begreifen, dass jedes Individuum unver&#228;u&#223;erliche Rechte hat, die niemand Anderes, auch der Staat nicht, grundlos verletzen darf. Das sind die sog. Vernunft- oder auch Naturrechte. Man kann diese aus der eigenn&#252;tzigen Natur des Menschen und aus seiner Vernunft ableiten oder von mir aus- wenn man unbedingt mag- auch von Gott. (Den reinen Glauben an (einen) Gott w&#252;rde ich &#252;brigens sowieso von Kirche und Religion trennen.) Dieser Rechtekatalog nun stellt einen sehr strengen ethischen Kodex dar, der schon sehr viele Handlungen von selbst verbietet und aus dem sich allerhand Regeln und Konventionen, auch des respektvollen Zusammenlebens, ableiten lassen. Das alles steht nicht mal im Widerspruch zum Christentum, denn der Begriff Vernunftrechte wurde u.a. von Thomas von Aquin gepr&#228;gt und es gibt ja auch heute jede Menge christliche Liberale (Roland Baader bspw.) </p>
<p>Selbstkritik ist selbstverst&#228;ndlich sehr wichtig, keine Frage. Ein Mensch sollte sich stets bewusst sein, dass er kein allwissender Gott ist und daher auch nicht wie ein solcher urteilen und handeln darf.  Es soll auch keineswegs das Recht des St&#228;rkeren herrschen, sondern m&#246;glichst objektives, neutrales Recht.</p>
<p>Es stimmt, dass teilweise eine negative Werteerosion stattfand/-findet, die wir Liberale auch kritisieren.  Ein teilweise v&#246;llig falsches Freiheitsverst&#228;ndnis macht sich mancherorts breit. Freiheit auf Kosten Anderer (was im Grunde nur triebgeleitete Despotie und Tyrannei ist, keine Freiheit jedoch), Freiheit ohne Verantwortung bzw. mit Verantwortungsabw&#228;lzung auf den Staat, Reduktion auf Materialismus, Werterelativismus unter dem Deckmantel eines falschen Toleranz und Multikulti-Verst&#228;ndnisses (was einer gesunden, multikulturellen Gesellschaft eher abtr&#228;glich ist), extremer Subjektivismus bis hin zu normativer Indifferenz und Nihilismus (teilweise auch bei sog. Libert&#228;ren leider ein Problem). Inwiefern daran die 68er Schuld sein, sei mal dahingestellt. Nicht alles an 68 war m.E. falsch (genauso wie nicht alles vorher Gold war, was gl&#228;nzte, zu keiner Zeit gab es eine perfekte Gesellschaft), aber vieles hat in der Tat leider zu Problemen gef&#252;hrt.  Wie aber soll man auch Respekt vor seinem Gegen&#252;ber haben, wenn man bspw. lernt, dass man einen Anspruch auf dessen Eigentum hat und irgendein kollektives, gutgemeintes Ziel schnell dazu legitimiert die Rechte des Anderen in Frage zu stellen ?</p>
<p>Ich sehe mich selber immer noch als Wertelinker, sehe aber die heutige sog. Linke in der Tat als gef&#228;hrlich an. Viele urspr&#252;nglich begr&#252;ssenswerte Ideen wurden komplett pervertiert. </p>
<p>Die rechtliche Gleichstellung und Emanzipation der Frau wurde erk&#228;mpft um heute zu erleben wie GM-IdeologInnen irgendwelche kruden, egalitaristischen Agendaziele anstreben. Aus Umweltschutz wurde &#214;kologismus, aus der Liebe zur Natur Esoterik, aus Weltoffenheit teilweise Verrat am Westen und falsches Verst&#228;ndnis f&#252;r Diktaturen.</p>
<p>Die Idee eines gemeinsamen Europas finde ich auch immer noch toll, aber leider wurde die EU zu einem b&#252;rokratischen Monster, was immer mehr Umverteilung, Gleichmacherei und Zentralismus anstrebt.</p>
<p>Antifaschismus und Antirassismus werden offiziell hochgehalten um dann zum Rassismus und Faschismus der Islamisten zu schweigen.</p>
<p>Krieg wurde f&#252;r immer ge&#228;chtet und Frieden zum Ziel erkoren um heute Appeasement zu propagieren und in Gaza Israel zum imperialistischen Agressor zu deklarieren. </p>
<p>Eine solche Linke geh&#246;rt bek&#228;mpft, ohne Wenn und Aber, hier kann eine Zweckallianz mit Konservativen durchaus Sinn machen um dieser Sozialklempnerei Einhalt zu gebieten. Ich denke sogar dass in einer spontanen Ordnung sehr vieles, was den Konservativen lieb ist (bspw. Familien und deren nat&#252;rliche Bindungen) sich von selbst durchsetzen w&#252;rden.</p>
<p>Jedoch ist es nicht hilfreich wenn die Konservativen dann selber teilweise eine freiheitsfeindliche Agenda vertreten indem sie dem Individuum religi&#246;se Normen aufzwingen wollen, die eine freiheitliche Gesellschaft nunmal m.E. nicht braucht. Achtung und Respekt vor dem Individuum, dem Einzelnen, seiner Freiheit und und seinem Eigentum, sollte doch gen&#252;gen um ein friedliches Zusammenleben auch mit Gegnern in einer radikalpluralistischen, offenen Gesellschaft zu gew&#228;hrleisten. </p>
<p>Das schliesst ja nicht aus, dass man pers&#246;nlich moralisch abscheulich findet was Andere machen und sich von ihnen fernh&#228;lt, vlt. auch gegen ihr Tun anredet (so d&#252;rft ihr in Publikationen von mir aus gerne die Pornoindustrie kritisieren, ihr habt aber kein Recht per Staatsapparat dieselbe zu verbieten.)</p>
<p>Ad Feindesliebe) Genau diese komplett irrationale, masochistische Opferethik kritisiere ich eben auch.</p>
<p>Zur “Vergewaltigung der Bibel und des reinen Christentums”: wenn die RKK, wenn es politisch opportun ist, ohnehin Kompromisse eingeht, wo bleibt dann eure ideologische Reinheit? <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><i> „Irgendeine machtvolle und gleichzeitig f&#252;r alle Angeh&#246;rigen ihres Kulturkreises verbindliche Organisation, die sich, um dauerhaft sein zu k&#246;nnen, per Rekurs auf eine g&#246;ttliche Entit&#228;t legitimiert (vulgo: eine katholische Kirche), muss es wohl oder &#252;bel geben.“ </i></p>
<p>Ein gemeinsamer, strenger Wertekanon reicht m.E. eben komplett aus.</p>
<p>Und noch etwas f&#252;r euch sehr Provokatives: anscheinend haben Christen und Moslems manchmal auch durchaus einiges gemeinsam:<br />
<a href="http://objektivismus.blogspot.com/2007/09/das-infame-buch-eines-konservativen.html" rel="nofollow" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/objektivismus.blogspot.com/2007/09/das-infame-buch-eines-konservativen.html?referer=');"></a><a href='http://objektivismus.blogspot.com/2007/09/das-infame-buch-eines-konservativen.html' onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/objektivismus.blogspot.com/2007/09/das-infame-buch-eines-konservativen.html?referer=');">http://objektivismus.blogspot.com/2007/09/das-infame-buch-eines-konservativen.html</a></p>
<p>(Zugleich eine Antwort an BeforeDawn, dem ich hierbei vollkommen zustimme: „Es ist ja wohl kaum zu bezweifeln, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem R&#252;ckzug der Religion und dem Anwachsen an Quantit&#228;t und Einfluss der utopistischen Heilslehren und Ersatzreligionen.“  JA, LEIDER !!! )</p>
<p>Und Hitler und Goebbels hatten &#252;brigens soviel mit Vernunft und gesundem Eigennutz zu tun wie ein Vegetarier mit Fleischverzehr.</p>
<p>Soviel dazu. Allerdings weiss ich nicht ob diese Diskussion hier noch im Interesse Manfreds ist, da sie doch sehr offtopic mittlerweile ist &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Monalisa</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1299</link>
		<dc:creator>Monalisa</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 14:44:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1299</guid>
		<description>Aufschlussreicher Kommentar von Spengler:

http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/KB10Ak02.html

&lt;i&gt;Benedict XVI horrifies the Catholic left. As I reported in June 2008 in  The pope, the president and politics of faith, a leading Jesuit Islamologist denounced the Pope in the Order&#039;s Italian-language monthly Popoli for receiving into the Church the Italian journalist Magdi Allam at the Easter Vigil last year. The Curia was aghast at the Pope&#039;s September 2006 criticisms of Islam at Regensburg. But the issue that separates the sheep and the goats inside the Curia is the Jewish issue.

Most of the Curia looks at the State of Israel as a gross inconvenience at best, and as a stumbling-block at worst. The leftist sentiments of the Curia play out in theology: the Catholic left and right never accepted the affirmation of John Paul II and Benedict XVI that God&#039;s covenant with the Jewish people never was revoked. Benedict XVI is the most prominent opponent of substitution theology in the Church, and his nuanced and sympathetic understanding of Jewish theology is evident in his 2007 book Jesus of Nazareth.

As Sandro Magister reports, &quot;In the Catholic camp, not everyone accepts the road marked out by Ratzinger in dialogue with Judaism. It is opposed by the so-called &#039;theology of substitution&#039;, both in its &#039;left-wing&#039; pro-Palestinian versions, and in its traditionalist &#039;right-wing&#039; versions. According to this theology, the covenant with Israel has been revoked by God, and only the Church is the new chosen people. For some, this view amounts to a substantial rejection of the Old Testament.&quot; The misnomered &quot;traditionalist&quot;right does not want a People of God, that is, a congregation, but rather the restoration of Catholic theocracy; the left wants a multicultural stew rather than a unified People of God. In a perverse sort of coincidentia oppositorum, the two extremes join in their hatred of the Jews. 

[...]

Although John Paul II and Benedict XVI hold this position, it never has been incorporated into the Catechism of the Catholic Church, the ultimate authority on Catholic doctrine. The Italian rabbis should embrace the prayer, and embrace every opportunity for dialogue, and nag the Church until it amends the Catechism - to the eternal discomfiture of the &quot;substitutionist&quot; theologians of right and left.

Not just obtuseness, but fear prompted the Italian rabbis to step away from dialogue with the Church, as three of Italy&#039;s Jewish leaders explained in a letter to Italy&#039;s leading daily, Corriere della Sera, last December 4, under the title, &quot;The Dialogue Should Not Be Anti-Islamic.&quot; The authors write [my translation],

    The Jewish-Christian dialogue, particularly the dialogue with the Catholic Church, is certainly a most important thing ... it is unique and special given and the connection and the long common history of the two faiths; but this, nonetheless, never has been and should not be used as an instrument of the West against Islam ... certainly it is necessary to oppose fanatics, but not just ones of Islamic origin! Such an instrumental concept of the dialogue is therefore unacceptable, intellectually, morally and religiously. It should be remembered that relations between Judaism and Islam generally have been more productive and serene than have been relations between Judaism and Christianity ... but that&#039;s another story.&quot;

It is true that Jewish relations with Islam in 1492 were better than relations with Christianity, for Spain (and shortly after Portugal) expelled those Jews who refused to convert, and Muslim countries took many of them in. That was a long time ago, and Jews well might ask what the Muslims have done for them lately. One of the three signers of the December 4 letter was Amos Luzzato, a distinguished physician and Jewish scholar, and the scion of one of the great rabbinic families.

Amos Luzzato is not remotely stupid; he has published learned translations and commentaries on The Book of Job and Song of Songs. He is frightened. I wonder how he would render into Italian, &quot;God of mercy, choose another people!&quot;? Alone among the leaders of the Western world, Benedict XVI drew a bright line between Israel - which he understands to be the Catholic Church as well as the physical descendants of Abraham, in some mystical way - and Islam. His Regensburg speech in September 2006 frightened the European Jews more than anyone; after all, the Jews of Europe live in a continent whose Muslim population may become a majority in a hundred years. The Italian Jews have lived there comfortably for centuries; the Luzzato family&#039;s roots in Venice go back to the first half of the 16th century. They do not want to stand with Benedict for the West; they want a deal with the Muslims. &lt;/i&gt;

@Thatcher

Protestanten sind nicht automatisch die Peaceniks unter den Christen und das Recht auf Selbstverteidigung l&#228;sst sich durchaus ohne Vergewaltigung der biblischen Grundlagen behaupten. 

Vgl.

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM#92

oder:

http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231&amp;cat1=IW%C3%96+Service&amp;cat2=Fakten+-+Berichte&amp;cat3=Fachartikel&amp;cat4=&amp;mehr=

Gru&#223;, Ml</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aufschlussreicher Kommentar von Spengler:</p>
<p><a href="http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/KB10Ak02.html" rel="nofollow" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.atimes.com/atimes/Middle_East/KB10Ak02.html?referer=');"></a><a href='http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/KB10Ak02.html' onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.atimes.com/atimes/Middle_East/KB10Ak02.html?referer=');">http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/KB10Ak02.html</a></p>
<p><i>Benedict XVI horrifies the Catholic left. As I reported in June 2008 in  The pope, the president and politics of faith, a leading Jesuit Islamologist denounced the Pope in the Order&#8217;s Italian-language monthly Popoli for receiving into the Church the Italian journalist Magdi Allam at the Easter Vigil last year. The Curia was aghast at the Pope&#8217;s September 2006 criticisms of Islam at Regensburg. But the issue that separates the sheep and the goats inside the Curia is the Jewish issue.</p>
<p>Most of the Curia looks at the State of Israel as a gross inconvenience at best, and as a stumbling-block at worst. The leftist sentiments of the Curia play out in theology: the Catholic left and right never accepted the affirmation of John Paul II and Benedict XVI that God&#8217;s covenant with the Jewish people never was revoked. Benedict XVI is the most prominent opponent of substitution theology in the Church, and his nuanced and sympathetic understanding of Jewish theology is evident in his 2007 book Jesus of Nazareth.</p>
<p>As Sandro Magister reports, &#8220;In the Catholic camp, not everyone accepts the road marked out by Ratzinger in dialogue with Judaism. It is opposed by the so-called &#8216;theology of substitution&#8217;, both in its &#8216;left-wing&#8217; pro-Palestinian versions, and in its traditionalist &#8216;right-wing&#8217; versions. According to this theology, the covenant with Israel has been revoked by God, and only the Church is the new chosen people. For some, this view amounts to a substantial rejection of the Old Testament.&#8221; The misnomered &#8220;traditionalist&#8221;right does not want a People of God, that is, a congregation, but rather the restoration of Catholic theocracy; the left wants a multicultural stew rather than a unified People of God. In a perverse sort of coincidentia oppositorum, the two extremes join in their hatred of the Jews. </p>
<p>[...]</p>
<p>Although John Paul II and Benedict XVI hold this position, it never has been incorporated into the Catechism of the Catholic Church, the ultimate authority on Catholic doctrine. The Italian rabbis should embrace the prayer, and embrace every opportunity for dialogue, and nag the Church until it amends the Catechism &#8211; to the eternal discomfiture of the &#8220;substitutionist&#8221; theologians of right and left.</p>
<p>Not just obtuseness, but fear prompted the Italian rabbis to step away from dialogue with the Church, as three of Italy&#8217;s Jewish leaders explained in a letter to Italy&#8217;s leading daily, Corriere della Sera, last December 4, under the title, &#8220;The Dialogue Should Not Be Anti-Islamic.&#8221; The authors write [my translation],</p>
<p>    The Jewish-Christian dialogue, particularly the dialogue with the Catholic Church, is certainly a most important thing &#8230; it is unique and special given and the connection and the long common history of the two faiths; but this, nonetheless, never has been and should not be used as an instrument of the West against Islam &#8230; certainly it is necessary to oppose fanatics, but not just ones of Islamic origin! Such an instrumental concept of the dialogue is therefore unacceptable, intellectually, morally and religiously. It should be remembered that relations between Judaism and Islam generally have been more productive and serene than have been relations between Judaism and Christianity &#8230; but that&#8217;s another story.&#8221;</p>
<p>It is true that Jewish relations with Islam in 1492 were better than relations with Christianity, for Spain (and shortly after Portugal) expelled those Jews who refused to convert, and Muslim countries took many of them in. That was a long time ago, and Jews well might ask what the Muslims have done for them lately. One of the three signers of the December 4 letter was Amos Luzzato, a distinguished physician and Jewish scholar, and the scion of one of the great rabbinic families.</p>
<p>Amos Luzzato is not remotely stupid; he has published learned translations and commentaries on The Book of Job and Song of Songs. He is frightened. I wonder how he would render into Italian, &#8220;God of mercy, choose another people!&#8221;? Alone among the leaders of the Western world, Benedict XVI drew a bright line between Israel &#8211; which he understands to be the Catholic Church as well as the physical descendants of Abraham, in some mystical way &#8211; and Islam. His Regensburg speech in September 2006 frightened the European Jews more than anyone; after all, the Jews of Europe live in a continent whose Muslim population may become a majority in a hundred years. The Italian Jews have lived there comfortably for centuries; the Luzzato family&#8217;s roots in Venice go back to the first half of the 16th century. They do not want to stand with Benedict for the West; they want a deal with the Muslims. </i></p>
<p>@Thatcher</p>
<p>Protestanten sind nicht automatisch die Peaceniks unter den Christen und das Recht auf Selbstverteidigung l&#228;sst sich durchaus ohne Vergewaltigung der biblischen Grundlagen behaupten. </p>
<p>Vgl.</p>
<p><a href="http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM#92" rel="nofollow" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM_92?referer=');"></a><a href='http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM#92' onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM_92?referer=');">http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM#92</a></p>
<p>oder:</p>
<p><a href="http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231&amp;cat1=IW%C3%96+Service&amp;cat2=Fakten+-+Berichte&amp;cat3=Fachartikel&amp;cat4=&amp;mehr=" rel="nofollow" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231_amp_cat1=IW_C3_96+Service_amp_cat2=Fakten+-+Berichte_amp_cat3=Fachartikel_amp_cat4=_amp_mehr=&amp;referer=');"></a><a href='http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231&amp;cat1=IW%C3%96+Service&amp;cat2=Fakten+-+Berichte&amp;cat3=Fachartikel&amp;cat4=&amp;mehr=' onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231_amp_cat1=IW_C3_96+Service_amp_cat2=Fakten+-+Berichte_amp_cat3=Fachartikel_amp_cat4=_amp_mehr=&amp;referer=');">http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?id=231&amp;cat1=IW%C3%96+Service&amp;cat2=Fakten+-+Berichte&amp;cat3=Fachartikel&amp;cat4=&amp;mehr=</a></p>
<p>Gru&#223;, Ml</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: BeforeDawn</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1298</link>
		<dc:creator>BeforeDawn</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 13:26:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1298</guid>
		<description>@Thatcher
Klasse Kommentar! Weitestgehende Zustimmung!

@CK
Zum &quot;gesunden Menschenverstand&quot;: Das ist ein v&#246;llig inhaltsleerer, wertfreier Begriff, der f&#252;r eine Gesellschaft, eine Gemeinschaft von Menschen, keinerlei Richtschnur f&#252;r die Gestaltung des Gemeinwesens hergibt, sondern nur im t&#228;glichen Lebensvollzug von Individuen als eine pragmatische Anleitung, was als N&#228;chstes sinnvollerweise zu tun w&#228;re, als wirksam vorstellbar ist. Es ist ja  wohl kaum zu bezweifeln, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem R&#252;ckzug der Religion und dem Anwachsen an Quantit&#228;t und Einfluss der utopistischen Heilslehren und Ersatzreligionen, die den Konsens, den es ja gibt, &#252;ber die Unzul&#228;nglichkeit der menschlichen Verh&#228;ltnisse zum Ausgangspunkt nehmen, um uns eine bessere Welt als machbar zu versprechen, aber alle an der Natur des Menschen vorbeigehen, teils wohl ehrlich gemeinte idealistische Konstrukte sind, teils aber eher von ihren Konstrukteuren ausgedacht erscheinen, um ihrem eigenen Ego und Machtstreben zu dienen, wozu sie als Weltrettungssysteme und dem daraus resultierenden totalit&#228;ren Charakter auch hervorragend geeignet sind. Und in dem Ma&#223;e, wie diese Lehren immer mehr werden, wird die allgemeine Verwirrung in den K&#246;pfen immer gr&#246;&#223;er. Dieses bis zum Anbruch der Moderne einged&#228;mmt zu haben, ist die Funktion der allgemein verbindlichen christlichen Religion gewesen, die kein Weltrettungssystem ist, sondern den einzelnen Menschen (und seine Seele) anspricht und der zudem ein ziemlich realistisches Menschenbild zu eigen ist. Dass das Christentum zur Gewaltlosigkeit erziehen will, dagegen ist ja prinzipiell nichts einzuwenden, solange aber eine andere gewaltt&#228;tige Religion als Feind daherkommt, nat&#252;rlich sehr problematisch. Diese Gewaltlosigkeit, zusammen mit der diffusen Vorstellung, man m&#252;sse irgendwie was Gutes tun, ist nun das, was in unserer dekadenten(?), alle Einengung und Zw&#228;nge vermeidenden Kultur noch einzig und allein vom Christentum &#252;brig zu bleiben droht.
Religionen sind unbequem (und der Katholizismus ist unbequemer als der Protestantismus)!

Die zwei wichtigsten Fragen in unserem Jahrhundert sind, und da stimme ich mit Manfred und Thatcher &#252;berein: Kann eine v&#246;llig s&#228;kularisierte (westliche) Zivilisation Bestand haben? Und: Welche letzten Pfl&#246;cke d&#252;rfen nicht ausgerissen werden, wenn etwas, das den Namen &quot;Zivilisation&quot; verdient, weiter bestehen soll? Der &quot;gesunde Menschenverstand&quot;, weil inhaltsleer, liefert hierauf &#252;berhaupt keine Antwort, die Ersatzreligionen nur eine Scheinantwort,  die Holokaust-Religion, die uns Deutsche vor erneutem Unheil bewahren will, ist nur ein Unterwerfungsinstrument der anti-nationalen Linken, wohl aber tut es der christliche Glaube. Ob das &quot;antik-christliche kulturelle Erbe in s&#228;kularisierter Form&quot; es auch tun k&#246;nnte? Zu dessen Zertr&#252;mmerung setzen die Dekonstruktivisten seit l&#228;ngerem erfolgreich an, und in den K&#246;pfen der meisten, die nach ´68 zur Schule gegangen sind, ist nicht mehr viel davon zu finden; bei den Linken ist dieser Wissenskomplex als &quot;Narrativ des wei&#223;en Mannes&quot; diffamiert und zum Vergessen freigegeben (weshalb ich es f&#252;r sinnvoll halte, Fjordman-Essays zu &#252;bersetzen).

W&#228;re der gesunde Menschenverstand etwas, das menschliche Kollektive zum richtigen politischen Handeln und Gestalten anleitete, w&#228;ren ja die momentanen Verh&#228;ltnisse nicht zu erkl&#228;ren, w&#228;ren unsere Blogs &#252;berfl&#252;ssig, w&#228;re das Ph&#228;nomen der Hitler- und G&#246;bbelsanbeter im 3. Reich (und das Dritte Reich &#252;berhaupt), w&#228;ren Kommunismus und Sozialismus usw. usf. nicht zu erkl&#228;ren. Es ist doch wohl eine verbindlichere (religio = R&#252;ckbindung!) Anleitungsinstanz vonn&#246;ten. 
Und das f&#252;hrt zur Frage nach der Freiheit . . .</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thatcher<br />
Klasse Kommentar! Weitestgehende Zustimmung!</p>
<p>@CK<br />
Zum &#8220;gesunden Menschenverstand&#8221;: Das ist ein v&#246;llig inhaltsleerer, wertfreier Begriff, der f&#252;r eine Gesellschaft, eine Gemeinschaft von Menschen, keinerlei Richtschnur f&#252;r die Gestaltung des Gemeinwesens hergibt, sondern nur im t&#228;glichen Lebensvollzug von Individuen als eine pragmatische Anleitung, was als N&#228;chstes sinnvollerweise zu tun w&#228;re, als wirksam vorstellbar ist. Es ist ja  wohl kaum zu bezweifeln, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem R&#252;ckzug der Religion und dem Anwachsen an Quantit&#228;t und Einfluss der utopistischen Heilslehren und Ersatzreligionen, die den Konsens, den es ja gibt, &#252;ber die Unzul&#228;nglichkeit der menschlichen Verh&#228;ltnisse zum Ausgangspunkt nehmen, um uns eine bessere Welt als machbar zu versprechen, aber alle an der Natur des Menschen vorbeigehen, teils wohl ehrlich gemeinte idealistische Konstrukte sind, teils aber eher von ihren Konstrukteuren ausgedacht erscheinen, um ihrem eigenen Ego und Machtstreben zu dienen, wozu sie als Weltrettungssysteme und dem daraus resultierenden totalit&#228;ren Charakter auch hervorragend geeignet sind. Und in dem Ma&#223;e, wie diese Lehren immer mehr werden, wird die allgemeine Verwirrung in den K&#246;pfen immer gr&#246;&#223;er. Dieses bis zum Anbruch der Moderne einged&#228;mmt zu haben, ist die Funktion der allgemein verbindlichen christlichen Religion gewesen, die kein Weltrettungssystem ist, sondern den einzelnen Menschen (und seine Seele) anspricht und der zudem ein ziemlich realistisches Menschenbild zu eigen ist. Dass das Christentum zur Gewaltlosigkeit erziehen will, dagegen ist ja prinzipiell nichts einzuwenden, solange aber eine andere gewaltt&#228;tige Religion als Feind daherkommt, nat&#252;rlich sehr problematisch. Diese Gewaltlosigkeit, zusammen mit der diffusen Vorstellung, man m&#252;sse irgendwie was Gutes tun, ist nun das, was in unserer dekadenten(?), alle Einengung und Zw&#228;nge vermeidenden Kultur noch einzig und allein vom Christentum &#252;brig zu bleiben droht.<br />
Religionen sind unbequem (und der Katholizismus ist unbequemer als der Protestantismus)!</p>
<p>Die zwei wichtigsten Fragen in unserem Jahrhundert sind, und da stimme ich mit Manfred und Thatcher &#252;berein: Kann eine v&#246;llig s&#228;kularisierte (westliche) Zivilisation Bestand haben? Und: Welche letzten Pfl&#246;cke d&#252;rfen nicht ausgerissen werden, wenn etwas, das den Namen &#8220;Zivilisation&#8221; verdient, weiter bestehen soll? Der &#8220;gesunde Menschenverstand&#8221;, weil inhaltsleer, liefert hierauf &#252;berhaupt keine Antwort, die Ersatzreligionen nur eine Scheinantwort,  die Holokaust-Religion, die uns Deutsche vor erneutem Unheil bewahren will, ist nur ein Unterwerfungsinstrument der anti-nationalen Linken, wohl aber tut es der christliche Glaube. Ob das &#8220;antik-christliche kulturelle Erbe in s&#228;kularisierter Form&#8221; es auch tun k&#246;nnte? Zu dessen Zertr&#252;mmerung setzen die Dekonstruktivisten seit l&#228;ngerem erfolgreich an, und in den K&#246;pfen der meisten, die nach ´68 zur Schule gegangen sind, ist nicht mehr viel davon zu finden; bei den Linken ist dieser Wissenskomplex als &#8220;Narrativ des wei&#223;en Mannes&#8221; diffamiert und zum Vergessen freigegeben (weshalb ich es f&#252;r sinnvoll halte, Fjordman-Essays zu &#252;bersetzen).</p>
<p>W&#228;re der gesunde Menschenverstand etwas, das menschliche Kollektive zum richtigen politischen Handeln und Gestalten anleitete, w&#228;ren ja die momentanen Verh&#228;ltnisse nicht zu erkl&#228;ren, w&#228;ren unsere Blogs &#252;berfl&#252;ssig, w&#228;re das Ph&#228;nomen der Hitler- und G&#246;bbelsanbeter im 3. Reich (und das Dritte Reich &#252;berhaupt), w&#228;ren Kommunismus und Sozialismus usw. usf. nicht zu erkl&#228;ren. Es ist doch wohl eine verbindlichere (religio = R&#252;ckbindung!) Anleitungsinstanz vonn&#246;ten.<br />
Und das f&#252;hrt zur Frage nach der Freiheit . . .</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: K.Schweiger</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1297</link>
		<dc:creator>K.Schweiger</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 10:06:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1297</guid>
		<description>Durch einen Zufallslink &#252;ber PI bin ich auf Ihre Seite gestossen. Mein Kompliment: hier wird mit grosser Ernsthaftigkeit und fundiertem Hintergrundwissen ein politischer und ethischer Standpunkt vertreten, der meinem zu 95 % entspricht. Auch die Kommentare im Blog sind mehr wert als  die gesamte Informationsflut der &#246;ffentlich-rechtlichen Indoktrinationsanstalten und  der gleichf&#246;rmigen Tages- und Wochenzeitungen mit ihren selektiven Leserbriefen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Durch einen Zufallslink &#252;ber PI bin ich auf Ihre Seite gestossen. Mein Kompliment: hier wird mit grosser Ernsthaftigkeit und fundiertem Hintergrundwissen ein politischer und ethischer Standpunkt vertreten, der meinem zu 95 % entspricht. Auch die Kommentare im Blog sind mehr wert als  die gesamte Informationsflut der &#246;ffentlich-rechtlichen Indoktrinationsanstalten und  der gleichf&#246;rmigen Tages- und Wochenzeitungen mit ihren selektiven Leserbriefen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thatcher</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1294</link>
		<dc:creator>Thatcher</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 01:25:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1294</guid>
		<description>@CK
Kurzsichtig wie von einem Radikalliberalen nicht anders zu erwarten. Man bekommt immer Schwierigkeiten, irgendeine moralische Ordnung, und sei es eine, die lediglich dar&#252;ber wacht, dass die den Liberalen wichtigen Eigentumsgesetze Geltung bekommen, ohne eine allgemeinverbindliche Religion zu etablieren. Nur zwischen Menschen, die gemeinsam von der Existenz einer Entit&#228;t ausgehen, die weitaus m&#228;chtiger ist als irgendeine menschliche Hervorbringung (Staaten, Parteien, Lobbies etc.), die zur selbstkritischen Gewissenspr&#252;fung dr&#228;ngt, ob man den moralischen Vorgaben auch gen&#252;gt (vulgo: einer Gottheit), l&#228;&#223;t sich Sicherheit gewinnen, dass sich beide dauerhaft kooperativ verhalten, auch wenn sie das nicht unbedingt m&#252;ssten. Setzen sich &#220;berzeugungen der Art, dass eine solche Entit&#228;t nicht existiert (Atheismus) oder nur als &quot;God of the Gaps&quot;, als nicht n&#228;her bestimmbares &quot;philosophisches Omega&quot; oder als demiurgischer, aber moralisch unverbindlicher &quot;Allm&#228;chtiger Baumeister aller Welten&quot; (Masonismus) existiert, so ist die Konsequenz, dass sich der jeweils St&#228;rkste und M&#228;chtigste nicht mehr an irgendwelche Moralen, Konventionen oder Regeln gebunden f&#252;hlen muss und daher im zwischenmenschlichen Umgang das Recht des St&#228;rkeren herrscht. Der Islam zeigt und, wie es geht, auch obwohl dort st&#228;ndig auf einen &quot;Allah&quot; verwiesen wird, der aber niemals den Starken behindert h&#228;tte, sondern immer nur den Schwachen nahelegt, sich in ihr Schicksal, n&#228;mlich der Herrschaft des momentan St&#228;rksten, zu ergeben. Die EU und das kommende NWO-System werden nach demselben Prinzip funktionieren, daher erkl&#228;rt sich auch m.M.n. die Islam-Affinit&#228;t der One-Worlder jeglicher Couleur.

Und wenn man auch denkt, dass alle Heiligen Schriften und alles prunkvolle Brimborium nur eine - wenngleich perfekt gemachte - Verschw&#246;rung darstelle, die den Zweck hat, m&#246;glichst allen Menschen die Existenz einer solchen Entit&#228;t zu plausibilisieren, dann sprechen die Erfahrungen, die wir gemacht haben, seitdem sich der &quot;Tod Gottes&quot; allgemein herumgesprochen hat, eher daf&#252;r, die gro&#223;artigen Illusionen aufrecht zu erhalten, die die bisherigen Hochkulturen der Menschheit seit 5000 Jahren gepflegt haben, als das pseudoaufkl&#228;rerische Projekt &quot;St&#252;rzt Gott vom Thron, und setzt an seine Stelle den Menschen&quot; weiterzubetreiben.

Das hier ist eher als ein Pl&#228;doyer f&#252;r den institutionellen Vatikan-Apparat zu verstehen als als eines f&#252;r das Christentum. Dieser Apparat muss m.E. als getrennt von den Glaubensinhalten der konkreten Religion &quot;Christentum&quot; gedacht werden, so sehr er sich zur Selbstlegitimierung auch genau darauf berufen muss. Inhaltlich ist das Christentum als Religion n&#228;mlich h&#246;chst problematisch f&#252;r die Bestandssicherung einer Hochkultur, das historisch bereits mehrfach katastrophal versagt hat - und immer gegen denselben Gegner, mit dem es das Abendland jetzt wieder zu tun bekommt. Das Christentum lehrt nicht nur N&#228;chsten-, sondern auch Feindesliebe, und da letztere das christliche Alleinstellungsmerkmal ist, gilt es den Christen als die h&#246;here Tugend (&quot;Wenn Ihr nur die liebt, die auch Euch lieben - tun das nicht auch die Heuchler?&quot;; Mt 5,46; Lk 6,33) was in der Praxis des heutigen Christentums zu Sympathie f&#252;r die heuchlerischen moslemischen Opferdarsteller und ihre kulturrevolution&#228;r motivierten T&#252;r&#246;ffner und Festung-Europa-von-innen-Knacker f&#252;hrt. Genauso verh&#228;lt es sich mit der jesuanischen Anweisung, &quot;dem B&#246;sen, das Euch angreift, keinen Widerstand zu leisten&quot; (Mt 5,39) bzw. der Prophezeiung Jesajas, dass die V&#246;lker dereinst &quot;den Krieg nicht mehr lernen&quot; w&#252;rden (Jes 2,4) - die Konsequenz ist eine ewig misstrauische Haltung gegen&#252;ber den eigenen Milit&#228;rapparaten und eine Tendenz zum Verrat der eigenen V&#246;lker. Das Byzantinische Reich hatte in dem Moment alle Chancen auf Selbstbehauptung gegen die mit koranischer Legitimation und djihadistischem Eifer k&#228;mpfenden Osmanen verloren, als ein Konzil von Bisch&#246;fen eine Anpassung der Lehre dahingehend, dass der ins Feld ziehende Soldat angesichts des eigenen Todes keine Verdammnis wegen der unzweifelhaft auszuf&#252;hrenden T&#246;tungen mehr zu bef&#252;rchten habe, ablehnte. Die katholische Kirche gab dagegen Bibeln f&#252;r Feldgeistliche heraus, in denen beim F&#252;nften Gebot der Zusatz stand, dass es im Kriege nicht gelte. Solche &quot;Verbiegungen&quot; der allzu fromm en reinen biblischen Doktrin sind einfach zur Selbstbehauptung von V&#246;lkern notwendig, und wenn sich der Vatikan aus protestantischer Sicht zu diesem h&#246;heren Zweck einer &quot;Vergewaltigung der Bibel und des reinen Christentums&quot; schuldig gemacht haben sollte, so sei es ihm vielfach gedankt, dass er es nicht vers&#228;umte.

Daher sehe ich die Gefahr, dass die katholische Kirche infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils den protestantischen, demokratischen und dem Zeitgeist folgenden Auffassungen nicht nur &#228;u&#223;erlich, sondern auch nach Lehre und Praxis ann&#228;herte und vorher unaufgebbare Traditionen aufgab, &quot;zu christlich&quot; werden k&#246;nnte, was angesichts eines skrupellos angreifenden Islam den westlichen Kulturraum genau in die Rolle dr&#228;ngt, den die Feinde in ihm ohnehin sehen: n&#228;mlich die des Masochisten, der sich der Gewalt des Sadisten willig beugt und sich widerstandslos erobern und ausbeuten l&#228;&#223;t. Die Organisation der Kreuzz&#252;ge im Hochmittelalter, die kein einzelnes K&#246;nigreich der damalighen Zeit so hinbekommen h&#228;tte und die daher &#252;ber die einzige Institution laufen musste, die alle europ&#228;ischen Nationen unter einem Dach vereinigte, war das Meisterst&#252;ck der katholischen Kirche, auch wenn wir diesen Teil der Geschichte aus der heutigen, hypermoralisierenden Weltsicht als einen d&#252;steren wahrnehmen (sollen). Es war aber auf jeden Fall keine christliche Meisterleistung. Und insofern uns die EU, die zumindest die Machtposition der damaligen Kirche geerbt hat, gegen den erneuten Ansturm der dank unserer Petrodollars wiedererstarkten Mohammedaner nach Kr&#228;ften wehrlos machen will, so geschieht dies weit eher aus christlichem Geist als damals die R&#252;ckeroberung der Heiligen St&#228;tten. 

Irgendeine machtvolle und gleichzeitig f&#252;r alle Angeh&#246;rigen ihres Kulturkreises verbindliche Organisation, die sich, um dauerhaft sein zu k&#246;nnen, per Rekurs auf eine g&#246;ttliche Entit&#228;t legitimiert (vulgo: eine katholische Kirche), muss es wohl oder &#252;bel geben. Wenn aber diese Organisation einer wie auch immer geregelten Selbstkontrolle folgt und ihre Machtf&#252;lle verantwortlich, im Sinne &quot;ewiger, g&#246;ttlicher&quot; Gesetze einsetzt, dann ist das gegen&#252;ber einer blo&#223;en Institutionalisierung des Rechts des St&#228;rkeren, wie sie die EU und der Islam gemeinsam praktizieren, eindeutig die Alternative, die man bevorzugen sollte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@CK<br />
Kurzsichtig wie von einem Radikalliberalen nicht anders zu erwarten. Man bekommt immer Schwierigkeiten, irgendeine moralische Ordnung, und sei es eine, die lediglich dar&#252;ber wacht, dass die den Liberalen wichtigen Eigentumsgesetze Geltung bekommen, ohne eine allgemeinverbindliche Religion zu etablieren. Nur zwischen Menschen, die gemeinsam von der Existenz einer Entit&#228;t ausgehen, die weitaus m&#228;chtiger ist als irgendeine menschliche Hervorbringung (Staaten, Parteien, Lobbies etc.), die zur selbstkritischen Gewissenspr&#252;fung dr&#228;ngt, ob man den moralischen Vorgaben auch gen&#252;gt (vulgo: einer Gottheit), l&#228;&#223;t sich Sicherheit gewinnen, dass sich beide dauerhaft kooperativ verhalten, auch wenn sie das nicht unbedingt m&#252;ssten. Setzen sich &#220;berzeugungen der Art, dass eine solche Entit&#228;t nicht existiert (Atheismus) oder nur als &#8220;God of the Gaps&#8221;, als nicht n&#228;her bestimmbares &#8220;philosophisches Omega&#8221; oder als demiurgischer, aber moralisch unverbindlicher &#8220;Allm&#228;chtiger Baumeister aller Welten&#8221; (Masonismus) existiert, so ist die Konsequenz, dass sich der jeweils St&#228;rkste und M&#228;chtigste nicht mehr an irgendwelche Moralen, Konventionen oder Regeln gebunden f&#252;hlen muss und daher im zwischenmenschlichen Umgang das Recht des St&#228;rkeren herrscht. Der Islam zeigt und, wie es geht, auch obwohl dort st&#228;ndig auf einen &#8220;Allah&#8221; verwiesen wird, der aber niemals den Starken behindert h&#228;tte, sondern immer nur den Schwachen nahelegt, sich in ihr Schicksal, n&#228;mlich der Herrschaft des momentan St&#228;rksten, zu ergeben. Die EU und das kommende NWO-System werden nach demselben Prinzip funktionieren, daher erkl&#228;rt sich auch m.M.n. die Islam-Affinit&#228;t der One-Worlder jeglicher Couleur.</p>
<p>Und wenn man auch denkt, dass alle Heiligen Schriften und alles prunkvolle Brimborium nur eine &#8211; wenngleich perfekt gemachte &#8211; Verschw&#246;rung darstelle, die den Zweck hat, m&#246;glichst allen Menschen die Existenz einer solchen Entit&#228;t zu plausibilisieren, dann sprechen die Erfahrungen, die wir gemacht haben, seitdem sich der &#8220;Tod Gottes&#8221; allgemein herumgesprochen hat, eher daf&#252;r, die gro&#223;artigen Illusionen aufrecht zu erhalten, die die bisherigen Hochkulturen der Menschheit seit 5000 Jahren gepflegt haben, als das pseudoaufkl&#228;rerische Projekt &#8220;St&#252;rzt Gott vom Thron, und setzt an seine Stelle den Menschen&#8221; weiterzubetreiben.</p>
<p>Das hier ist eher als ein Pl&#228;doyer f&#252;r den institutionellen Vatikan-Apparat zu verstehen als als eines f&#252;r das Christentum. Dieser Apparat muss m.E. als getrennt von den Glaubensinhalten der konkreten Religion &#8220;Christentum&#8221; gedacht werden, so sehr er sich zur Selbstlegitimierung auch genau darauf berufen muss. Inhaltlich ist das Christentum als Religion n&#228;mlich h&#246;chst problematisch f&#252;r die Bestandssicherung einer Hochkultur, das historisch bereits mehrfach katastrophal versagt hat &#8211; und immer gegen denselben Gegner, mit dem es das Abendland jetzt wieder zu tun bekommt. Das Christentum lehrt nicht nur N&#228;chsten-, sondern auch Feindesliebe, und da letztere das christliche Alleinstellungsmerkmal ist, gilt es den Christen als die h&#246;here Tugend (&#8220;Wenn Ihr nur die liebt, die auch Euch lieben &#8211; tun das nicht auch die Heuchler?&#8221;; Mt 5,46; Lk 6,33) was in der Praxis des heutigen Christentums zu Sympathie f&#252;r die heuchlerischen moslemischen Opferdarsteller und ihre kulturrevolution&#228;r motivierten T&#252;r&#246;ffner und Festung-Europa-von-innen-Knacker f&#252;hrt. Genauso verh&#228;lt es sich mit der jesuanischen Anweisung, &#8220;dem B&#246;sen, das Euch angreift, keinen Widerstand zu leisten&#8221; (Mt 5,39) bzw. der Prophezeiung Jesajas, dass die V&#246;lker dereinst &#8220;den Krieg nicht mehr lernen&#8221; w&#252;rden (Jes 2,4) &#8211; die Konsequenz ist eine ewig misstrauische Haltung gegen&#252;ber den eigenen Milit&#228;rapparaten und eine Tendenz zum Verrat der eigenen V&#246;lker. Das Byzantinische Reich hatte in dem Moment alle Chancen auf Selbstbehauptung gegen die mit koranischer Legitimation und djihadistischem Eifer k&#228;mpfenden Osmanen verloren, als ein Konzil von Bisch&#246;fen eine Anpassung der Lehre dahingehend, dass der ins Feld ziehende Soldat angesichts des eigenen Todes keine Verdammnis wegen der unzweifelhaft auszuf&#252;hrenden T&#246;tungen mehr zu bef&#252;rchten habe, ablehnte. Die katholische Kirche gab dagegen Bibeln f&#252;r Feldgeistliche heraus, in denen beim F&#252;nften Gebot der Zusatz stand, dass es im Kriege nicht gelte. Solche &#8220;Verbiegungen&#8221; der allzu fromm en reinen biblischen Doktrin sind einfach zur Selbstbehauptung von V&#246;lkern notwendig, und wenn sich der Vatikan aus protestantischer Sicht zu diesem h&#246;heren Zweck einer &#8220;Vergewaltigung der Bibel und des reinen Christentums&#8221; schuldig gemacht haben sollte, so sei es ihm vielfach gedankt, dass er es nicht vers&#228;umte.</p>
<p>Daher sehe ich die Gefahr, dass die katholische Kirche infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils den protestantischen, demokratischen und dem Zeitgeist folgenden Auffassungen nicht nur &#228;u&#223;erlich, sondern auch nach Lehre und Praxis ann&#228;herte und vorher unaufgebbare Traditionen aufgab, &#8220;zu christlich&#8221; werden k&#246;nnte, was angesichts eines skrupellos angreifenden Islam den westlichen Kulturraum genau in die Rolle dr&#228;ngt, den die Feinde in ihm ohnehin sehen: n&#228;mlich die des Masochisten, der sich der Gewalt des Sadisten willig beugt und sich widerstandslos erobern und ausbeuten l&#228;&#223;t. Die Organisation der Kreuzz&#252;ge im Hochmittelalter, die kein einzelnes K&#246;nigreich der damalighen Zeit so hinbekommen h&#228;tte und die daher &#252;ber die einzige Institution laufen musste, die alle europ&#228;ischen Nationen unter einem Dach vereinigte, war das Meisterst&#252;ck der katholischen Kirche, auch wenn wir diesen Teil der Geschichte aus der heutigen, hypermoralisierenden Weltsicht als einen d&#252;steren wahrnehmen (sollen). Es war aber auf jeden Fall keine christliche Meisterleistung. Und insofern uns die EU, die zumindest die Machtposition der damaligen Kirche geerbt hat, gegen den erneuten Ansturm der dank unserer Petrodollars wiedererstarkten Mohammedaner nach Kr&#228;ften wehrlos machen will, so geschieht dies weit eher aus christlichem Geist als damals die R&#252;ckeroberung der Heiligen St&#228;tten. </p>
<p>Irgendeine machtvolle und gleichzeitig f&#252;r alle Angeh&#246;rigen ihres Kulturkreises verbindliche Organisation, die sich, um dauerhaft sein zu k&#246;nnen, per Rekurs auf eine g&#246;ttliche Entit&#228;t legitimiert (vulgo: eine katholische Kirche), muss es wohl oder &#252;bel geben. Wenn aber diese Organisation einer wie auch immer geregelten Selbstkontrolle folgt und ihre Machtf&#252;lle verantwortlich, im Sinne &#8220;ewiger, g&#246;ttlicher&#8221; Gesetze einsetzt, dann ist das gegen&#252;ber einer blo&#223;en Institutionalisierung des Rechts des St&#228;rkeren, wie sie die EU und der Islam gemeinsam praktizieren, eindeutig die Alternative, die man bevorzugen sollte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1293</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 21:56:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1293</guid>
		<description>@Manfred: Du schreibst: &quot;Nur ziehe ich es vor, in einer Gesellschaft zu leben, in der die moralischen Standards notfalls durch einen Haufen z&#246;libat&#228;rer alter M&#228;nner ohne praktische eigene Erfahrung aufrechterhalten werden, als in einer, in der sich Jeder seine Standards selber macht und sie gegebenenfalls auch auf Kosten Anderer auslebt.&quot; - Sch&#246;n, dass ein Haufen alter Herren nicht nur f&#252;r sich selbst, sondern auch f&#252;r alle Anderen gleich mitdefiniert was moralisch ist und was nicht. 

Ich ziehe eine freiheitliche Gesellschaft in der jeder nach seinem Gusto leben darf- solange dies nicht auf Kosten Anderer geht nat&#252;rlich (hier sehe ich in der Tat heute Defizite)- dann doch einer religi&#246;sen Gesellschaft vor (und ich habe sicher nichts gegen religi&#246;se Menschen, Pluralit&#228;t ist etwas Tolles, aber ich brauche selber halt keine Religion oder Sekte zum Leben). Das ist halt der Unterschied zwischen Liberalen und Konservativen.  

Selbstverst&#228;ndlich ist es v&#246;llig verr&#252;ckt in meinen pers&#246;nlichen Augen sich an manche sog. moralischen Standards zu halten. So bin ich bspw. der Meinung, dass jeder Mensch die freie Wahl zwischen Polygamie und Monogamie haben sollte ;-) 

Mir ist jedoch klar, dass die meisten Menschen eine Religion anscheinend brauchen und wer keine hat, w&#228;hlt stattdessen einen u.U. noch schlimmeren Ersatz aus (bspw. Kommunismus.) Brauche ich jedoch nicht.

Moralisch ist f&#252;r mich ganz einfach, was freiwillig und einvernehmlich passiert, unmoralisch was durch Zwang und Gewalt durchgesetzt wird. Der Staat als Zwang- und Gewaltmonopolist hat Leben, Freiheit und Eigentum seiner B&#252;rger zu sch&#252;tzen, nicht mehr, nicht weniger. Der Rest ist ganz einfach Selbstorganisation und spontane Ordnung. Die Konservativen trauen den Menschen aber oft dies nicht zu und meinen daher, externe Autorit&#228;ten und Institutionen wie die RKK m&#252;ssen allgemeing&#252;ltige Standards vorgeben statt sich das selbst entwickeln zu lassen.

Das bedeutet nicht, dass ich nicht auch solidarisch und sozial denke und handle (so wie das Christentum es verlangt), aber ich tue das eben aus freien St&#252;cken dann, aber nicht weil es eine moralische Pflicht sein soll, mit Anderen zu teilen, schon gar nicht mit jedermann-anonym, ich suche mir diejenigen aus, die meine Hilfe verdient haben. Eine Pflicht jedermann zu helfen gibt es n&#228;mlich m.E. nicht und die ganzen netten, emotionalen, altruistischen Argumente rechtfertigen auch keinen Zwang dazu. Aber es darf ja jeder predigen was er will. 

Nur wenn die Kirche schon so tapfer eisern sich nicht Kunden anbiedern will (was man vlt. tats&#228;chlich bewundern kann), sollte sie wenigstens so konsequent sein und auf Zwangseinnahmen durch Steuern verzichten. Ich sehe nicht ein wieso ich das Gehalt von Priestern mitbezahlen sollte, die sind bei uns sogar Staatsbeamte, gr&#228;sslich ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Manfred: Du schreibst: &#8220;Nur ziehe ich es vor, in einer Gesellschaft zu leben, in der die moralischen Standards notfalls durch einen Haufen z&#246;libat&#228;rer alter M&#228;nner ohne praktische eigene Erfahrung aufrechterhalten werden, als in einer, in der sich Jeder seine Standards selber macht und sie gegebenenfalls auch auf Kosten Anderer auslebt.&#8221; &#8211; Sch&#246;n, dass ein Haufen alter Herren nicht nur f&#252;r sich selbst, sondern auch f&#252;r alle Anderen gleich mitdefiniert was moralisch ist und was nicht. </p>
<p>Ich ziehe eine freiheitliche Gesellschaft in der jeder nach seinem Gusto leben darf- solange dies nicht auf Kosten Anderer geht nat&#252;rlich (hier sehe ich in der Tat heute Defizite)- dann doch einer religi&#246;sen Gesellschaft vor (und ich habe sicher nichts gegen religi&#246;se Menschen, Pluralit&#228;t ist etwas Tolles, aber ich brauche selber halt keine Religion oder Sekte zum Leben). Das ist halt der Unterschied zwischen Liberalen und Konservativen.  </p>
<p>Selbstverst&#228;ndlich ist es v&#246;llig verr&#252;ckt in meinen pers&#246;nlichen Augen sich an manche sog. moralischen Standards zu halten. So bin ich bspw. der Meinung, dass jeder Mensch die freie Wahl zwischen Polygamie und Monogamie haben sollte <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Mir ist jedoch klar, dass die meisten Menschen eine Religion anscheinend brauchen und wer keine hat, w&#228;hlt stattdessen einen u.U. noch schlimmeren Ersatz aus (bspw. Kommunismus.) Brauche ich jedoch nicht.</p>
<p>Moralisch ist f&#252;r mich ganz einfach, was freiwillig und einvernehmlich passiert, unmoralisch was durch Zwang und Gewalt durchgesetzt wird. Der Staat als Zwang- und Gewaltmonopolist hat Leben, Freiheit und Eigentum seiner B&#252;rger zu sch&#252;tzen, nicht mehr, nicht weniger. Der Rest ist ganz einfach Selbstorganisation und spontane Ordnung. Die Konservativen trauen den Menschen aber oft dies nicht zu und meinen daher, externe Autorit&#228;ten und Institutionen wie die RKK m&#252;ssen allgemeing&#252;ltige Standards vorgeben statt sich das selbst entwickeln zu lassen.</p>
<p>Das bedeutet nicht, dass ich nicht auch solidarisch und sozial denke und handle (so wie das Christentum es verlangt), aber ich tue das eben aus freien St&#252;cken dann, aber nicht weil es eine moralische Pflicht sein soll, mit Anderen zu teilen, schon gar nicht mit jedermann-anonym, ich suche mir diejenigen aus, die meine Hilfe verdient haben. Eine Pflicht jedermann zu helfen gibt es n&#228;mlich m.E. nicht und die ganzen netten, emotionalen, altruistischen Argumente rechtfertigen auch keinen Zwang dazu. Aber es darf ja jeder predigen was er will. </p>
<p>Nur wenn die Kirche schon so tapfer eisern sich nicht Kunden anbiedern will (was man vlt. tats&#228;chlich bewundern kann), sollte sie wenigstens so konsequent sein und auf Zwangseinnahmen durch Steuern verzichten. Ich sehe nicht ein wieso ich das Gehalt von Priestern mitbezahlen sollte, die sind bei uns sogar Staatsbeamte, gr&#228;sslich &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1289</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 19:36:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1289</guid>
		<description>@ ck, apokryphe, ts: 
Wir haben gleichzeitig geschrieben, deswegen kommt meine Antwort mit etwas Versp&#228;tung:

@ apokryphe:

&quot;diese sektiererische Pius-Bruderschaft gef&#228;llt mir nicht. Die antisemitisch durchtr&#228;nkten Theorien d&#252;rfen innerhalb der katholischen Kirche nicht unwidersprochen stehen bleiben.&quot; - Da bin ich ganz Deiner Meinung. Allerdings bleiben sie auch nicht unwidersprochen: Sowohl der jetzige Papst als auch sein Vorg&#228;nger haben sich v&#246;llig unzweideutig vom Antisemitismus distanziert, und dies nicht nur verbal und oberfl&#228;chlich, sondern auch in ihren theologischen Aussagen.

Das Christentum hat sich jetzt zweitausend Jahre lang gegen&#252;ber der j&#252;dischen Mutterreligion benommen wie ein pubertierender Lackel, der die Abl&#246;sung vom Elternhaus nicht anders bewerkstelligen kann als dadurch, dass er sich von seinen Eltern ein Feindbild malt; und ich bin entschieden der Meinung, dass zweitausend Jahre Pubert&#228;t genug sind. Man vergibt sich nichts, und man treibt auch keine Religionsvermischung, wenn man anerkennt, dass der j&#252;dische Glaube den innersten Kern des christlichen ausmacht. Man sollte sich aber keine Illusionen dar&#252;ber machen, dass es noch lange dauern wird, bis auch der letzte Nachz&#252;gler seine antisemitischen Vorbehalte abgestreift hat. Etwas anderes zu erwarten ist schlicht unrealistisch.


@ CK:
&quot;Ich w&#252;rde doch bitte mal eines gerne wissen wollen: welche Existenzberechtigung hat eine Kirche noch, die keine Mitglieder mehr findet ?&quot; - Also, erstens halte ich diese Frage bei einer Milliarde Katholiken f&#252;r reichlich akademisch, zweitens h&#228;ngt die Existenzberechtigung einer Religion nicht von der Zahl ihrer Mitglieder ab; die Religionsfreiheit gilt auch f&#252;r Ein-Mann-Sekten, drittens bestreite ich ganz entschieden Deine These, Werte seien &quot;nicht auf eine Religion angewiesen&quot;, gesunder Menschenverstand reiche auch, und zwar deswegen, weil Du mit dem gesunden Menschenverstand problemlos beweisen kannst, dass es v&#246;llig verr&#252;ckt ist, sich an irgendwelche moralischen Gebote zu halten, weswegen viertens die Frage nach der Existenz&lt;i&gt;f&#228;higkeit&lt;/i&gt; einer g&#228;nzlich irreligi&#246;sen Gesellschaft m.E. weitaus dringlicher ist als die nach der Existenz&lt;i&gt;berechtigung&lt;/i&gt; einer Religion.

&#220;brigens: Falls Du einen Theologen suchst, der niemals die Intelligenz seiner Leser beleidigt, sondern im Gegenteil &quot;radikal logisch&quot; argumentiert, empfehle ich die B&#252;cher eines gewissen Professor Ratzinger.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ ck, apokryphe, ts:<br />
Wir haben gleichzeitig geschrieben, deswegen kommt meine Antwort mit etwas Versp&#228;tung:</p>
<p>@ apokryphe:</p>
<p>&#8220;diese sektiererische Pius-Bruderschaft gef&#228;llt mir nicht. Die antisemitisch durchtr&#228;nkten Theorien d&#252;rfen innerhalb der katholischen Kirche nicht unwidersprochen stehen bleiben.&#8221; &#8211; Da bin ich ganz Deiner Meinung. Allerdings bleiben sie auch nicht unwidersprochen: Sowohl der jetzige Papst als auch sein Vorg&#228;nger haben sich v&#246;llig unzweideutig vom Antisemitismus distanziert, und dies nicht nur verbal und oberfl&#228;chlich, sondern auch in ihren theologischen Aussagen.</p>
<p>Das Christentum hat sich jetzt zweitausend Jahre lang gegen&#252;ber der j&#252;dischen Mutterreligion benommen wie ein pubertierender Lackel, der die Abl&#246;sung vom Elternhaus nicht anders bewerkstelligen kann als dadurch, dass er sich von seinen Eltern ein Feindbild malt; und ich bin entschieden der Meinung, dass zweitausend Jahre Pubert&#228;t genug sind. Man vergibt sich nichts, und man treibt auch keine Religionsvermischung, wenn man anerkennt, dass der j&#252;dische Glaube den innersten Kern des christlichen ausmacht. Man sollte sich aber keine Illusionen dar&#252;ber machen, dass es noch lange dauern wird, bis auch der letzte Nachz&#252;gler seine antisemitischen Vorbehalte abgestreift hat. Etwas anderes zu erwarten ist schlicht unrealistisch.</p>
<p>@ CK:<br />
&#8220;Ich w&#252;rde doch bitte mal eines gerne wissen wollen: welche Existenzberechtigung hat eine Kirche noch, die keine Mitglieder mehr findet ?&#8221; &#8211; Also, erstens halte ich diese Frage bei einer Milliarde Katholiken f&#252;r reichlich akademisch, zweitens h&#228;ngt die Existenzberechtigung einer Religion nicht von der Zahl ihrer Mitglieder ab; die Religionsfreiheit gilt auch f&#252;r Ein-Mann-Sekten, drittens bestreite ich ganz entschieden Deine These, Werte seien &#8220;nicht auf eine Religion angewiesen&#8221;, gesunder Menschenverstand reiche auch, und zwar deswegen, weil Du mit dem gesunden Menschenverstand problemlos beweisen kannst, dass es v&#246;llig verr&#252;ckt ist, sich an irgendwelche moralischen Gebote zu halten, weswegen viertens die Frage nach der Existenz<i>f&#228;higkeit</i> einer g&#228;nzlich irreligi&#246;sen Gesellschaft m.E. weitaus dringlicher ist als die nach der Existenz<i>berechtigung</i> einer Religion.</p>
<p>&#220;brigens: Falls Du einen Theologen suchst, der niemals die Intelligenz seiner Leser beleidigt, sondern im Gegenteil &#8220;radikal logisch&#8221; argumentiert, empfehle ich die B&#252;cher eines gewissen Professor Ratzinger.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1288</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 18:43:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1288</guid>
		<description>Donnerwetter, ich staune und freue mich dar&#252;ber, was dieser Artikel f&#252;r Wellen schl&#228;gt.

@ alonso:
Vielen Dank f&#252;r den Hinweis; ich habe es gleich korrigiert.

@ Netzklempnerin:
&quot;Tja, es ist ja auch ein Haufen z&#246;libat&#228;rer alter M&#228;nner bestens dazu qualifiziert, en Detail das Sexualleben andererer Leute (v.a. wenn diese weiblich sind) zu reglementieren, gelle?&quot; - Touché. Nur ziehe ich es vor, in einer Gesellschaft zu leben, in der die moralischen Standards notfalls durch einen Haufen z&#246;libat&#228;rer alter M&#228;nner ohne praktische eigene Erfahrung aufrechterhalten werden, als in einer, in der sich Jeder seine Standards selber macht und sie gegebenenfalls auch auf Kosten Anderer auslebt.

@ BeforeDawn:
Deswegen lege ich auch keinen gro&#223;en Wert darauf, dass die Kirche &quot;nahe bei den Menschen&quot; ist. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es von Institutionen nur so wimmelt, die nahe bei den Menschen sein wollen - von der Polizei, dem &quot;Freund und Helfer&quot;, &#252;ber &quot;die Bank an ihrer Seite&quot; bis zu jenen politischen Parteien, die angeblich &quot;mitten im Leben&quot; stehen. Das mag ja auch alles ganz in Ordnung sein, solange es um Polizei, Banken und Parteien geht, aber ich sch&#228;tze es, dass es in Form der Kirche wenigstens &lt;i&gt;eine&lt;/i&gt; Institution gibt, die ihren Kunden nicht hinterherl&#228;uft und sich deshalb auch nicht kompromittiert. Wobei ich nat&#252;rlich verstehe, dass meine Perspektive sehr speziell ist. Wenn einer wie Gei&#223;ler in ein katholisches Milieu hineingeboren ist und deshalb den Volkskatholizismus als Norm im Kopf hat, dann verstehe ich, dass er sich dar&#252;ber nicht so leicht hinwegsetzen kann. Nur muss der Volkskatholizismus vom &lt;i&gt;Volk&lt;/i&gt; praktiziert werden, nicht vom Klerus. Wenn das Volk mit dem Katholizismus nichts mehr anfangen kann, dann wird die Kirche es nicht dadurch &#228;ndern k&#246;nnen, dass sie ihm hinterherl&#228;uft. Da gilt die alte Weisheit: &quot;Nur ein schlechter Verk&#228;ufer geht mit dem Preis runter.&quot;

@ Mega Dux:
&quot;ein Sammelbecken in dem jeder glauben kann, was er will, solange er nicht selbst in Wort und Tag offen gegen die „Heilige r&#246;misch-katholische Kirche“ opponiert. Solange die Autorit&#228;t des Papstes anerkannt wird, ist alles O.K&quot; - Da ist allerdings etwas dran, aber genau diese Gefahr, dass die Substanz des Glaubens der Autorit&#228;t der schieren Institution geopfert wird, ist der Grund, warum ich von der historische Notwendigkeit des Protestantismus gesprochen habe. Solange diese Herausforderung besteht, ist der Gefahr der Vermachtung ein Riegel vorgeschoben - so wie sich eben auch umgekehrt der Protestantismus vom katholischen Standpunkt herausfordern lassen muss. 

Insofern bin ich gar nicht so sicher, ob die Einheit der Christenheit wirklich w&#252;nschenswert ist. Vielleicht l&#228;sst sich die im Christentum angelegte Spannung zwischen dem Glauben als dem spontanen und individuellen Aspekt der Religion und der Religion als dem objektiven und sozialen Moment des Glaubens gar nicht anders leben und aushalten als in der Spannung zweier aufeinander bezogener Konfessionen.

Die Gefahr des Synkretismus sehe ich, anders als Du, eher beim Protestantismus, eben weil er die demokratischere Konfession ist, in der sich alle Zeitgeiststr&#246;mungen nur schwach gefiltert niederschlagen. Deswegen kann ich - pardon - im Protestantismus beim besten Willen keine Gegenkraft zu den Erscheinungen gesellschaftlichen Verfalls mehr erkennen. Ich achte es nicht gering, dass es dort auch Leute wie Dich gibt, nur bringt ihr einfach zu wenig auf die Waage und seid obendrein noch mit der Gegenseite in denselben Kirchen zwangsvereinigt.

&#220;brigens: Ich beuge mich niemandem. Was ich tue, tue ich aus &#220;berzeugung, und ich bei Bedarf kritisiere ich die katholische Kirche wie jede andere Institution auch; ich verspreche allen Lesern, dass mein Blog keine Filiale von Radio Vatikan wird.  :D</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Donnerwetter, ich staune und freue mich dar&#252;ber, was dieser Artikel f&#252;r Wellen schl&#228;gt.</p>
<p>@ alonso:<br />
Vielen Dank f&#252;r den Hinweis; ich habe es gleich korrigiert.</p>
<p>@ Netzklempnerin:<br />
&#8220;Tja, es ist ja auch ein Haufen z&#246;libat&#228;rer alter M&#228;nner bestens dazu qualifiziert, en Detail das Sexualleben andererer Leute (v.a. wenn diese weiblich sind) zu reglementieren, gelle?&#8221; &#8211; Touché. Nur ziehe ich es vor, in einer Gesellschaft zu leben, in der die moralischen Standards notfalls durch einen Haufen z&#246;libat&#228;rer alter M&#228;nner ohne praktische eigene Erfahrung aufrechterhalten werden, als in einer, in der sich Jeder seine Standards selber macht und sie gegebenenfalls auch auf Kosten Anderer auslebt.</p>
<p>@ BeforeDawn:<br />
Deswegen lege ich auch keinen gro&#223;en Wert darauf, dass die Kirche &#8220;nahe bei den Menschen&#8221; ist. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es von Institutionen nur so wimmelt, die nahe bei den Menschen sein wollen &#8211; von der Polizei, dem &#8220;Freund und Helfer&#8221;, &#252;ber &#8220;die Bank an ihrer Seite&#8221; bis zu jenen politischen Parteien, die angeblich &#8220;mitten im Leben&#8221; stehen. Das mag ja auch alles ganz in Ordnung sein, solange es um Polizei, Banken und Parteien geht, aber ich sch&#228;tze es, dass es in Form der Kirche wenigstens <i>eine</i> Institution gibt, die ihren Kunden nicht hinterherl&#228;uft und sich deshalb auch nicht kompromittiert. Wobei ich nat&#252;rlich verstehe, dass meine Perspektive sehr speziell ist. Wenn einer wie Gei&#223;ler in ein katholisches Milieu hineingeboren ist und deshalb den Volkskatholizismus als Norm im Kopf hat, dann verstehe ich, dass er sich dar&#252;ber nicht so leicht hinwegsetzen kann. Nur muss der Volkskatholizismus vom <i>Volk</i> praktiziert werden, nicht vom Klerus. Wenn das Volk mit dem Katholizismus nichts mehr anfangen kann, dann wird die Kirche es nicht dadurch &#228;ndern k&#246;nnen, dass sie ihm hinterherl&#228;uft. Da gilt die alte Weisheit: &#8220;Nur ein schlechter Verk&#228;ufer geht mit dem Preis runter.&#8221;</p>
<p>@ Mega Dux:<br />
&#8220;ein Sammelbecken in dem jeder glauben kann, was er will, solange er nicht selbst in Wort und Tag offen gegen die „Heilige r&#246;misch-katholische Kirche“ opponiert. Solange die Autorit&#228;t des Papstes anerkannt wird, ist alles O.K&#8221; &#8211; Da ist allerdings etwas dran, aber genau diese Gefahr, dass die Substanz des Glaubens der Autorit&#228;t der schieren Institution geopfert wird, ist der Grund, warum ich von der historische Notwendigkeit des Protestantismus gesprochen habe. Solange diese Herausforderung besteht, ist der Gefahr der Vermachtung ein Riegel vorgeschoben &#8211; so wie sich eben auch umgekehrt der Protestantismus vom katholischen Standpunkt herausfordern lassen muss. </p>
<p>Insofern bin ich gar nicht so sicher, ob die Einheit der Christenheit wirklich w&#252;nschenswert ist. Vielleicht l&#228;sst sich die im Christentum angelegte Spannung zwischen dem Glauben als dem spontanen und individuellen Aspekt der Religion und der Religion als dem objektiven und sozialen Moment des Glaubens gar nicht anders leben und aushalten als in der Spannung zweier aufeinander bezogener Konfessionen.</p>
<p>Die Gefahr des Synkretismus sehe ich, anders als Du, eher beim Protestantismus, eben weil er die demokratischere Konfession ist, in der sich alle Zeitgeiststr&#246;mungen nur schwach gefiltert niederschlagen. Deswegen kann ich &#8211; pardon &#8211; im Protestantismus beim besten Willen keine Gegenkraft zu den Erscheinungen gesellschaftlichen Verfalls mehr erkennen. Ich achte es nicht gering, dass es dort auch Leute wie Dich gibt, nur bringt ihr einfach zu wenig auf die Waage und seid obendrein noch mit der Gegenseite in denselben Kirchen zwangsvereinigt.</p>
<p>&#220;brigens: Ich beuge mich niemandem. Was ich tue, tue ich aus &#220;berzeugung, und ich bei Bedarf kritisiere ich die katholische Kirche wie jede andere Institution auch; ich verspreche allen Lesern, dass mein Blog keine Filiale von Radio Vatikan wird.  <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ts</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1287</link>
		<dc:creator>ts</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 18:08:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1287</guid>
		<description>@ apokryphe

&lt;blockquote&gt;Sogar der eher linke Blog Lizaswelt hat einen, wie ich finde, sehr fairen Artikel &#252;ber die Affaire ver&#246;ffentlicht.&lt;/blockquote&gt;

Stimmt. Fairer Kommentar des Autors. Man mu&#223; nicht in der RKK sein, um zu begreifen, da&#223; bei dieser Berichterstattung vielerlei Dinge gewaltig schief h&#228;ngen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ apokryphe</p>
<blockquote><p>Sogar der eher linke Blog Lizaswelt hat einen, wie ich finde, sehr fairen Artikel &#252;ber die Affaire ver&#246;ffentlicht.</p></blockquote>
<p>Stimmt. Fairer Kommentar des Autors. Man mu&#223; nicht in der RKK sein, um zu begreifen, da&#223; bei dieser Berichterstattung vielerlei Dinge gewaltig schief h&#228;ngen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1286</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 17:54:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1286</guid>
		<description>@apokryphe: 

Das Gerede vom Werteverfall, der Konservativen liebstes Thema, halte ich f&#252;r sehr ambivalent. 

In der Tat sehe auch ich meine Werte unter Beschuss, aber da sehe ich den Papst und die katholische Kirche leider kaum als B&#252;ndnispartner. 

Wobei eins muss man der Religion ja lassen: sie kann auch durchaus dazu dienen den Einfluss des Staates/der Politik zur&#252;ckzudr&#228;ngen, wenn sie denn sich nicht mit demselben zusammentut, sondern gar opponiert, was der Machtteilung und Machtminimierung dient ;-)

Werte sind zudem m.E. nicht auf eine Religion angewiesen. Gesunder Menschenverstand reicht auch.

Aber sch&#246;n f&#252;r die Christen, wenn sie Zulauf aus Asien bekommen. Ich pers&#246;nlich kenne nur einen Theologen, der mich ansprechen w&#252;rde: Bultmann. Alle Anderen sind mir nicht radikal logisch genug ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@apokryphe: </p>
<p>Das Gerede vom Werteverfall, der Konservativen liebstes Thema, halte ich f&#252;r sehr ambivalent. </p>
<p>In der Tat sehe auch ich meine Werte unter Beschuss, aber da sehe ich den Papst und die katholische Kirche leider kaum als B&#252;ndnispartner. </p>
<p>Wobei eins muss man der Religion ja lassen: sie kann auch durchaus dazu dienen den Einfluss des Staates/der Politik zur&#252;ckzudr&#228;ngen, wenn sie denn sich nicht mit demselben zusammentut, sondern gar opponiert, was der Machtteilung und Machtminimierung dient <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Werte sind zudem m.E. nicht auf eine Religion angewiesen. Gesunder Menschenverstand reicht auch.</p>
<p>Aber sch&#246;n f&#252;r die Christen, wenn sie Zulauf aus Asien bekommen. Ich pers&#246;nlich kenne nur einen Theologen, der mich ansprechen w&#252;rde: Bultmann. Alle Anderen sind mir nicht radikal logisch genug <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: apokryphe</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1285</link>
		<dc:creator>apokryphe</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 17:15:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1285</guid>
		<description>CK: die Kirchen (auch die ev.) haben haupts&#228;chlich ein Problem in West-Europa.

Das hat haupts&#228;chlich etwas mit der Zerst&#246;rung s&#228;mtlicher Werte in unseren Gesellschaften zu tun.

Weltweit steigt die Zahl der Christen an, besonders stark in Ost-Asien. Gerade ca. 1 Milliarde Katholiken sind nicht ganz zu untersch&#228;tzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>CK: die Kirchen (auch die ev.) haben haupts&#228;chlich ein Problem in West-Europa.</p>
<p>Das hat haupts&#228;chlich etwas mit der Zerst&#246;rung s&#228;mtlicher Werte in unseren Gesellschaften zu tun.</p>
<p>Weltweit steigt die Zahl der Christen an, besonders stark in Ost-Asien. Gerade ca. 1 Milliarde Katholiken sind nicht ganz zu untersch&#228;tzen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: apokryphe</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1284</link>
		<dc:creator>apokryphe</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 17:13:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1284</guid>
		<description>achja, immerhin mehren sich im Internet die Stimmen, die die Kath. Kirche verteidigen.

Sogar der eher linke Blog Lizaswelt hat einen, wie ich finde, sehr fairen Artikel &#252;ber die Affaire ver&#246;ffentlicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>achja, immerhin mehren sich im Internet die Stimmen, die die Kath. Kirche verteidigen.</p>
<p>Sogar der eher linke Blog Lizaswelt hat einen, wie ich finde, sehr fairen Artikel &#252;ber die Affaire ver&#246;ffentlicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: CK</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1283</link>
		<dc:creator>CK</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 17:08:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1283</guid>
		<description>Die kath.Kirche und der Papst haben selbstverst&#228;ndlich das Recht, ihre Theologie zu vertreten, solange sie mir den Kram nicht aufzwingen (wollen). 

Ich w&#252;rde doch bitte mal eines gerne wissen wollen: welche Existenzberechtigung hat eine Kirche noch, die keine Mitglieder mehr findet ? Wenn langfristig die Anything goes-Basis sich abwendet, was dann ?

Die Kirche hat doch heute, insbes. bei der Jugend, ein Identifikationsproblem. Auch wegen v&#246;llig weltfremder Aussagen &#252;ber Sexualmoral udgl.  

Das k&#246;nnte das Ende der katholischen Theologie bedeuten.  Ein Verein ohne Mitglieder stirbt aus. Nicht dass ich das sonderlich bedauern w&#252;rde, ich frage mich nur ob die Strategie der ideologischen Reinheit dies der Kirche selbst wert sein kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die kath.Kirche und der Papst haben selbstverst&#228;ndlich das Recht, ihre Theologie zu vertreten, solange sie mir den Kram nicht aufzwingen (wollen). </p>
<p>Ich w&#252;rde doch bitte mal eines gerne wissen wollen: welche Existenzberechtigung hat eine Kirche noch, die keine Mitglieder mehr findet ? Wenn langfristig die Anything goes-Basis sich abwendet, was dann ?</p>
<p>Die Kirche hat doch heute, insbes. bei der Jugend, ein Identifikationsproblem. Auch wegen v&#246;llig weltfremder Aussagen &#252;ber Sexualmoral udgl.  </p>
<p>Das k&#246;nnte das Ende der katholischen Theologie bedeuten.  Ein Verein ohne Mitglieder stirbt aus. Nicht dass ich das sonderlich bedauern w&#252;rde, ich frage mich nur ob die Strategie der ideologischen Reinheit dies der Kirche selbst wert sein kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: apokryphe</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1282</link>
		<dc:creator>apokryphe</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 17:08:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1282</guid>
		<description>willkommen im Club, Manfred.

Ab jetzt darf Dich jeder Dorf-Atheisten-L&#252;mmel unter dem Beifall der anderen Schafe straflos beleidigen.

Aber dagegen entwickelt man ein dickes Fell.

Trotzdem: diese sektiererische Pius-Bruderschaft gef&#228;llt mir nicht. Die antisemitisch durchtr&#228;nkten Theorien d&#252;rfen innerhalb der katholischen Kirche nicht unwidersprochen stehen bleiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>willkommen im Club, Manfred.</p>
<p>Ab jetzt darf Dich jeder Dorf-Atheisten-L&#252;mmel unter dem Beifall der anderen Schafe straflos beleidigen.</p>
<p>Aber dagegen entwickelt man ein dickes Fell.</p>
<p>Trotzdem: diese sektiererische Pius-Bruderschaft gef&#228;llt mir nicht. Die antisemitisch durchtr&#228;nkten Theorien d&#252;rfen innerhalb der katholischen Kirche nicht unwidersprochen stehen bleiben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mega Dux</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1281</link>
		<dc:creator>Mega Dux</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 16:40:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1281</guid>
		<description>„Ich glaube, dass Vieles, was man als Protestant f&#252;r “Verrat” an der biblischen Wahrheit h&#228;lt, eine Folge von Notwendigkeiten ist, die sich einstellen, wenn eine Institution darauf ausgerichtet ist, H&#252;terin von Glaubenswahrheiten zu sein. Das objektive, institutionelle Moment von Religion bekommt dann ein starkes Eigengewicht. Nur ist genau dies offenbar die Voraussetzung daf&#252;r, dass die Christenheit nicht auseinanderl&#228;uft. „
Da muss nicht gezwungenerma&#223;en so sein, dass man die biblische Wahrheit den „Notwendigkeiten“ opfert. Die Kirche h&#228;tte die Kraft und die Macht die Christenheit zu einen, aber sie versteht sich mehr als ein Sammelbecken in dem jeder glauben kann, was er will, solange er nicht selbst in Wort und Tag offen gegen die „Heilige r&#246;misch-katholische Kirche“ opponiert. Solange die Autorit&#228;t des Papstes anerkannt wird, ist alles O.K. dann kann man auch an die heilige Maria als Mutter Gottes, und anzubetende Person glauben. Oder an die sich oft der Bibel widersprechenden Schriften der „Kirchenv&#228;ter“, die bei den Katholiken als gleichrangig gesehen werden. Die r&#246;misch-katholische Kirche ist eine reine Macht-Institution, die zwar die Wahrheit enth&#228;lt, diese durch tausende andere nichtbiblisch-synkretischtische Inhalte verdeckt und zudeckt.
„Ich bin aber nach reiflicher &#220;berlegung zu der Auffassung gelangt, dass die Grundentscheidung des Protestantismus, Kirche als religi&#246;sen Verein aufzufassen, dessen Theologie sich nach politischen Aushandlungsprozessen richtet, eine Fehlentscheidung war.“
Die Grundentscheidung des „Protestantismus“ war es nicht Kirche als religi&#246;sen Verein aufzufassen, sondern es im Zuge der Aufkl&#228;rung zuzulassen, Gott als Objekt der Wissenschaft zu sehen, und die sog. „Historisch-Kritische Methode“ als einziges legitimes Werkzeug die Bibel zu verstehen, zugelassen hat. Von da an, verlor die evangelische Kirche immer mehr an Kraft. Die Pr&#228;misse, die von da an in der Schriftauslegung galt, war dass Gott nicht mehr als Urheber hinter der Bibel gesehen werden durfte. Normalerweise war das biblische Mittel die christliche Gemeinschaft zu sch&#252;tzen der rechtzeitige Ausschluss von Apostaten aus der selbigen. Doch diesem ehernen Grundsatz, hat die katholische Kirche immer mehr umgekehrt. Alles in sich vereinen, wurde ihr Credo. Vor diesem Hintergrund verstehe ich auch das Bem&#252;hen der katholischen Kirche den Islam in sich zu integrieren. Ich bin &#252;berzeugt, auch daf&#252;r w&#228;re sie bereit Glaubenswahrheiten zu opfern – ja zu verraten -, sofern es eine M&#246;glichkeit g&#228;be.
„Ein solches Christentum w&#228;re kaum mehr als eine Religion erkennbar. Vor allem h&#228;tte es fatale &#196;hnlichkeit mit dem Christentum auf der arabischen Halbinsel zu Beginn des 7. Jahrhunderts.“
Das orthodoxe Christentum damals hatte durch die Vermischung von Staat und Kirche schon viel kraft verloren. Dort, wo Bisch&#246;fe und andere W&#252;rdentr&#228;ger von staatlichen Stellen ernannt werden konnten, war es mit der Korruption nicht mehr weit.
Aber trotzdem kann ich Deinen Schritt irgendwie nachvollziehen, auch wenn ich denke. „Schade, dass er sich der katholischen Kirche gebeugt hat“. Ich w&#252;nsche Dir viel Kraft, und Segen von oben. Denn ohne Christus wird es keine Ver&#228;nderung in der Kirche geben. Punkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich glaube, dass Vieles, was man als Protestant f&#252;r “Verrat” an der biblischen Wahrheit h&#228;lt, eine Folge von Notwendigkeiten ist, die sich einstellen, wenn eine Institution darauf ausgerichtet ist, H&#252;terin von Glaubenswahrheiten zu sein. Das objektive, institutionelle Moment von Religion bekommt dann ein starkes Eigengewicht. Nur ist genau dies offenbar die Voraussetzung daf&#252;r, dass die Christenheit nicht auseinanderl&#228;uft. „<br />
Da muss nicht gezwungenerma&#223;en so sein, dass man die biblische Wahrheit den „Notwendigkeiten“ opfert. Die Kirche h&#228;tte die Kraft und die Macht die Christenheit zu einen, aber sie versteht sich mehr als ein Sammelbecken in dem jeder glauben kann, was er will, solange er nicht selbst in Wort und Tag offen gegen die „Heilige r&#246;misch-katholische Kirche“ opponiert. Solange die Autorit&#228;t des Papstes anerkannt wird, ist alles O.K. dann kann man auch an die heilige Maria als Mutter Gottes, und anzubetende Person glauben. Oder an die sich oft der Bibel widersprechenden Schriften der „Kirchenv&#228;ter“, die bei den Katholiken als gleichrangig gesehen werden. Die r&#246;misch-katholische Kirche ist eine reine Macht-Institution, die zwar die Wahrheit enth&#228;lt, diese durch tausende andere nichtbiblisch-synkretischtische Inhalte verdeckt und zudeckt.<br />
„Ich bin aber nach reiflicher &#220;berlegung zu der Auffassung gelangt, dass die Grundentscheidung des Protestantismus, Kirche als religi&#246;sen Verein aufzufassen, dessen Theologie sich nach politischen Aushandlungsprozessen richtet, eine Fehlentscheidung war.“<br />
Die Grundentscheidung des „Protestantismus“ war es nicht Kirche als religi&#246;sen Verein aufzufassen, sondern es im Zuge der Aufkl&#228;rung zuzulassen, Gott als Objekt der Wissenschaft zu sehen, und die sog. „Historisch-Kritische Methode“ als einziges legitimes Werkzeug die Bibel zu verstehen, zugelassen hat. Von da an, verlor die evangelische Kirche immer mehr an Kraft. Die Pr&#228;misse, die von da an in der Schriftauslegung galt, war dass Gott nicht mehr als Urheber hinter der Bibel gesehen werden durfte. Normalerweise war das biblische Mittel die christliche Gemeinschaft zu sch&#252;tzen der rechtzeitige Ausschluss von Apostaten aus der selbigen. Doch diesem ehernen Grundsatz, hat die katholische Kirche immer mehr umgekehrt. Alles in sich vereinen, wurde ihr Credo. Vor diesem Hintergrund verstehe ich auch das Bem&#252;hen der katholischen Kirche den Islam in sich zu integrieren. Ich bin &#252;berzeugt, auch daf&#252;r w&#228;re sie bereit Glaubenswahrheiten zu opfern – ja zu verraten -, sofern es eine M&#246;glichkeit g&#228;be.<br />
„Ein solches Christentum w&#228;re kaum mehr als eine Religion erkennbar. Vor allem h&#228;tte es fatale &#196;hnlichkeit mit dem Christentum auf der arabischen Halbinsel zu Beginn des 7. Jahrhunderts.“<br />
Das orthodoxe Christentum damals hatte durch die Vermischung von Staat und Kirche schon viel kraft verloren. Dort, wo Bisch&#246;fe und andere W&#252;rdentr&#228;ger von staatlichen Stellen ernannt werden konnten, war es mit der Korruption nicht mehr weit.<br />
Aber trotzdem kann ich Deinen Schritt irgendwie nachvollziehen, auch wenn ich denke. „Schade, dass er sich der katholischen Kirche gebeugt hat“. Ich w&#252;nsche Dir viel Kraft, und Segen von oben. Denn ohne Christus wird es keine Ver&#228;nderung in der Kirche geben. Punkt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.Janowitz</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1280</link>
		<dc:creator>R.Janowitz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 15:27:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1280</guid>
		<description>Ganz gro&#223;es Kompliment an Sie f&#252;r diesen hervorragenden Aufsatz. Eine seltene Perle ! Es gibt in den Medien mittlerweile vereinzelte Artikel, die einen &#220;berblick &#252;ber diesen komplexen Sachverhalt zu geben versuchen, ohne einer sich inquisitorisch gebenden s&#228;kularen Toleranzreligion zu huldigen, Ihrer aber besticht wirklich durch gedankliche Klarheit. Und kn&#252;pft im &#252;brigen an eine zwar versch&#252;ttete, aber gute, alte Aquin´sche 
Tradition an, einen Standpunkt erst einmal in aller Breite darzulegen, bevor man ihn kritisiert. &quot;Politische Korrektheiten&quot; dagegen arbeiten durchgehend mit Vermutungen, Unterstellungen, Emp&#246;rungen, Verallgemeinerungen, groben Schlussfolgerungen, worunter leider nicht zuletzt die Logik leidet. 
Nun aber wirklich genug gelobt. Nur weiter so !</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz gro&#223;es Kompliment an Sie f&#252;r diesen hervorragenden Aufsatz. Eine seltene Perle ! Es gibt in den Medien mittlerweile vereinzelte Artikel, die einen &#220;berblick &#252;ber diesen komplexen Sachverhalt zu geben versuchen, ohne einer sich inquisitorisch gebenden s&#228;kularen Toleranzreligion zu huldigen, Ihrer aber besticht wirklich durch gedankliche Klarheit. Und kn&#252;pft im &#252;brigen an eine zwar versch&#252;ttete, aber gute, alte Aquin´sche<br />
Tradition an, einen Standpunkt erst einmal in aller Breite darzulegen, bevor man ihn kritisiert. &#8220;Politische Korrektheiten&#8221; dagegen arbeiten durchgehend mit Vermutungen, Unterstellungen, Emp&#246;rungen, Verallgemeinerungen, groben Schlussfolgerungen, worunter leider nicht zuletzt die Logik leidet.<br />
Nun aber wirklich genug gelobt. Nur weiter so !</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: BeforeDawn</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1279</link>
		<dc:creator>BeforeDawn</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 14:17:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1279</guid>
		<description>&quot;Die Deutschen wenden sich vom Papst ab&quot; dekretiert die Zeitung, die hier vor mir liegt (Neue Westf&#228;lische, SPD). Wenn die w&#252;ssten . . . !

Wer sich eh mit dem Gedanken getragen hat, zum Katholizismus &#252;berzutreten, f&#252;r den ist jetzt sicherlich der richtige Moment, diesen Schritt zu tun!

In Deinem Aufsatz und Deinen Kommentaren ist auch nicht zu &#252;bersehen, dass Du hier bereits als Katholik sprichst und von der Richtigkeit Deines Schrittes &#252;berzeugt bist, und auch ein bisschen Stolz wird sichtbar. Es ist ja auch ein grundlegender Schritt, dem einiges an Selbstpr&#252;fung vorausgegangen ist.

Was Du &#252;ber die Definitionsmacht des Katholizismus &#252;ber den Protestantismus schreibst, l&#228;sst mich als gelernten Lutheraner allerdings erstmal tief Luft holen, aber es ist (leider) v&#246;llig richtig, was Du schreibst. Eine Theologie, die immer jeweils ein Kompromiss mit dem Zeitgeist ist, ist ein Widerspruch in sich selbst. Aber andererseits: Ist nicht doch auch richtig, dass die katholische Kirche nicht nah genug an den Menschen ist, wie Geissler vorige Tage gesagt hat (er nannte Sexualmoral, Z&#246;libat, Frauen in der Kirche, aber auch Armut, Beschneidung, etc.)? Sich hier an die gesellschaftliche Realit&#228;t heranzubewegen, ohne die theologische Substanz aufzugeben, daf&#252;r ist aus meiner Sicht  noch einiges an Raum. Leugnet nicht der Vatikan in seiner gegenw&#228;rtigen Praxis auch die Natur des Menschen, wie die Linken, nur in umgekehrter Weise, indem er ihre nat&#252;rliche Dispositionen als s&#252;ndige unterdr&#252;ckt, ihre Existenz damit aber immerhin anerkennt, w&#228;hrend die Linke die Natur des Menschen &#252;berhaupt leugnet, alles als &quot;falsches Bewusstsein&quot; deklariert und ihn somit zum Umerziehungsobjekt macht? Wie man auf diesem Wege &quot;zu der Realit&#228;t der Menschen&quot; die Traditionalisten mitnehmen k&#246;nnte, ist mir allerdings schleierhaft. Ich hab dies Interview mit dem Schmidbauer gesehen: das erinnert einen schon an den &#252;berheblichen Starrsinn der Moslems, allerdings mit dem Unterschied der Gewaltlosigkeit.  Auf der anderen Seite des K. gibt es aber  auch einige, die den Dialog mit dem Islam auf dem Programm haben, wie z. B. pax Christi (waren auch im September in K&#246;ln vertreten). Die Einheit des Katholizismus zu bewahren, d&#252;rfte auf l&#228;ngere Sicht auch sehr schwierig werden. Aber unbestritten: er ist ein Fels in der Brandung des Zeitgeistes!

So sag ich mal von meinem Standpunkt: Gut f&#252;r die katholische Kirche, dass Du dort eintrittst! 
(Du wirst Dich sicher auch dort zu Wort melden.)

. . . und doch auch ein kleiner Schritt zur Integration einer konservativen Bewegung gegen die unheilige rot-gr&#252;ne Allianz!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die Deutschen wenden sich vom Papst ab&#8221; dekretiert die Zeitung, die hier vor mir liegt (Neue Westf&#228;lische, SPD). Wenn die w&#252;ssten . . . !</p>
<p>Wer sich eh mit dem Gedanken getragen hat, zum Katholizismus &#252;berzutreten, f&#252;r den ist jetzt sicherlich der richtige Moment, diesen Schritt zu tun!</p>
<p>In Deinem Aufsatz und Deinen Kommentaren ist auch nicht zu &#252;bersehen, dass Du hier bereits als Katholik sprichst und von der Richtigkeit Deines Schrittes &#252;berzeugt bist, und auch ein bisschen Stolz wird sichtbar. Es ist ja auch ein grundlegender Schritt, dem einiges an Selbstpr&#252;fung vorausgegangen ist.</p>
<p>Was Du &#252;ber die Definitionsmacht des Katholizismus &#252;ber den Protestantismus schreibst, l&#228;sst mich als gelernten Lutheraner allerdings erstmal tief Luft holen, aber es ist (leider) v&#246;llig richtig, was Du schreibst. Eine Theologie, die immer jeweils ein Kompromiss mit dem Zeitgeist ist, ist ein Widerspruch in sich selbst. Aber andererseits: Ist nicht doch auch richtig, dass die katholische Kirche nicht nah genug an den Menschen ist, wie Geissler vorige Tage gesagt hat (er nannte Sexualmoral, Z&#246;libat, Frauen in der Kirche, aber auch Armut, Beschneidung, etc.)? Sich hier an die gesellschaftliche Realit&#228;t heranzubewegen, ohne die theologische Substanz aufzugeben, daf&#252;r ist aus meiner Sicht  noch einiges an Raum. Leugnet nicht der Vatikan in seiner gegenw&#228;rtigen Praxis auch die Natur des Menschen, wie die Linken, nur in umgekehrter Weise, indem er ihre nat&#252;rliche Dispositionen als s&#252;ndige unterdr&#252;ckt, ihre Existenz damit aber immerhin anerkennt, w&#228;hrend die Linke die Natur des Menschen &#252;berhaupt leugnet, alles als &#8220;falsches Bewusstsein&#8221; deklariert und ihn somit zum Umerziehungsobjekt macht? Wie man auf diesem Wege &#8220;zu der Realit&#228;t der Menschen&#8221; die Traditionalisten mitnehmen k&#246;nnte, ist mir allerdings schleierhaft. Ich hab dies Interview mit dem Schmidbauer gesehen: das erinnert einen schon an den &#252;berheblichen Starrsinn der Moslems, allerdings mit dem Unterschied der Gewaltlosigkeit.  Auf der anderen Seite des K. gibt es aber  auch einige, die den Dialog mit dem Islam auf dem Programm haben, wie z. B. pax Christi (waren auch im September in K&#246;ln vertreten). Die Einheit des Katholizismus zu bewahren, d&#252;rfte auf l&#228;ngere Sicht auch sehr schwierig werden. Aber unbestritten: er ist ein Fels in der Brandung des Zeitgeistes!</p>
<p>So sag ich mal von meinem Standpunkt: Gut f&#252;r die katholische Kirche, dass Du dort eintrittst!<br />
(Du wirst Dich sicher auch dort zu Wort melden.)</p>
<p>. . . und doch auch ein kleiner Schritt zur Integration einer konservativen Bewegung gegen die unheilige rot-gr&#252;ne Allianz!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: alonso</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1278</link>
		<dc:creator>alonso</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 09:04:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1278</guid>
		<description>Die nachfolgende, versehentliche Auslassung m&#252;&#223;te in diesem hervorragenden Text bitte korrigiert werden:

(Und es macht – um auch dies zu erw&#228;hnen – die Dinge nicht besser, wenn der **** oder andere verblendete Kardinal meint, genau dieser ver&#246;ffentlichten Meinung hinterherlaufen und ins selbe Horn sto&#223;en zu m&#252;ssen.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die nachfolgende, versehentliche Auslassung m&#252;&#223;te in diesem hervorragenden Text bitte korrigiert werden:</p>
<p>(Und es macht – um auch dies zu erw&#228;hnen – die Dinge nicht besser, wenn der **** oder andere verblendete Kardinal meint, genau dieser ver&#246;ffentlichten Meinung hinterherlaufen und ins selbe Horn sto&#223;en zu m&#252;ssen.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Netzklempnerin</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1277</link>
		<dc:creator>Netzklempnerin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 08:26:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1277</guid>
		<description>&quot;Offensichtlich ist niemand besser qualifiziert, &#252;ber die katholische Kirche zu schwadronieren, als Protestanten, Atheisten, Moslems, und Juden.&quot;
Tja, es ist ja auch ein Haufen z&#246;libat&#228;rer alter M&#228;nner bestens dazu qualifiziert, en Detail das Sexualleben andererer Leute (v.a. wenn diese weiblich sind) zu reglementieren, gelle?  :mrgreen: 
Die katholische Kirche gibt gerne ihren Senf zu allen m&#246;glichen und unm&#246;glichen Themen des politischen und sozialen Lebens ab. Da wird sie sich das auch umgekehrt gefallen lassen m&#252;ssen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Offensichtlich ist niemand besser qualifiziert, &#252;ber die katholische Kirche zu schwadronieren, als Protestanten, Atheisten, Moslems, und Juden.&#8221;<br />
Tja, es ist ja auch ein Haufen z&#246;libat&#228;rer alter M&#228;nner bestens dazu qualifiziert, en Detail das Sexualleben andererer Leute (v.a. wenn diese weiblich sind) zu reglementieren, gelle?  <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /><br />
Die katholische Kirche gibt gerne ihren Senf zu allen m&#246;glichen und unm&#246;glichen Themen des politischen und sozialen Lebens ab. Da wird sie sich das auch umgekehrt gefallen lassen m&#252;ssen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Haiduk</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1276</link>
		<dc:creator>Haiduk</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 07:05:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1276</guid>
		<description>Aus dieser FSSPX-Presseerkl&#228;rung 

http://www.dici.org/dl/fichiers/pressemitteil.pdf

geht &#252;brigens klar hervor, da&#223; der Vatikan die Gespr&#228;che mit der Piusbruderschaft als &quot;notwendig&quot; bezeichnet hatte. 

Die Aufforderungen die Kontakte wegen der an sich verbotenen Fortf&#252;hrung sakramentaler Handlungen durch die inkommunizierten Bisch&#246;fe sofort wieder abzubrechen, k&#246;nnen also kaum anders denn als Ausweis f&#252;r Leseschw&#228;che gedeutet werden  :lol:</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dieser FSSPX-Presseerkl&#228;rung </p>
<p><a href="http://www.dici.org/dl/fichiers/pressemitteil.pdf" rel="nofollow" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.dici.org/dl/fichiers/pressemitteil.pdf?referer=');"></a><a href='http://www.dici.org/dl/fichiers/pressemitteil.pdf' onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.dici.org/dl/fichiers/pressemitteil.pdf?referer=');">http://www.dici.org/dl/fichiers/pressemitteil.pdf</a></p>
<p>geht &#252;brigens klar hervor, da&#223; der Vatikan die Gespr&#228;che mit der Piusbruderschaft als &#8220;notwendig&#8221; bezeichnet hatte. </p>
<p>Die Aufforderungen die Kontakte wegen der an sich verbotenen Fortf&#252;hrung sakramentaler Handlungen durch die inkommunizierten Bisch&#246;fe sofort wieder abzubrechen, k&#246;nnen also kaum anders denn als Ausweis f&#252;r Leseschw&#228;che gedeutet werden  <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Haiduk</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1275</link>
		<dc:creator>Haiduk</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 06:42:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1275</guid>
		<description>Klar erfa&#223;t, worum es geht.

Guter Artikel!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Klar erfa&#223;t, worum es geht.</p>
<p>Guter Artikel!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1274</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 05:09:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1274</guid>
		<description>Oh, vielen Dank, Penelope, da f&#252;hlt man sich ja nicht nur willkommen, sondern richtig sehnlich erwartet!
 :smile:</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, vielen Dank, Penelope, da f&#252;hlt man sich ja nicht nur willkommen, sondern richtig sehnlich erwartet!<br />
 <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':smile:' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Penelope</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1273</link>
		<dc:creator>Penelope</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 00:14:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1273</guid>
		<description>&quot;Vor ein paar Wochen habe ich noch geschrieben, dass ich den &#220;bertritt zum Katholizismus erw&#228;ge. Jetzt ist es beschlossene Sache.&quot;
Ich wollte schon vor ein paar Stunden zu diesem Artikel gratulieren. Jetzt tu ich&#039;s gleich noch zu dieser Entscheidung. Da will ich doch mal das &quot;Herzlich willkommen&quot; dem offiziellen Akt vorwegnehmen...  :grin:</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Vor ein paar Wochen habe ich noch geschrieben, dass ich den &#220;bertritt zum Katholizismus erw&#228;ge. Jetzt ist es beschlossene Sache.&#8221;<br />
Ich wollte schon vor ein paar Stunden zu diesem Artikel gratulieren. Jetzt tu ich&#8217;s gleich noch zu dieser Entscheidung. Da will ich doch mal das &#8220;Herzlich willkommen&#8221; dem offiziellen Akt vorwegnehmen&#8230;  <img src='http://www.korrektheiten.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':grin:' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1272</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 22:17:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1272</guid>
		<description>Ich glaube, dass Vieles, was man als Protestant f&#252;r &quot;Verrat&quot; an der biblischen Wahrheit h&#228;lt, eine Folge von Notwendigkeiten ist, die sich einstellen, wenn eine Institution darauf ausgerichtet ist, H&#252;terin von Glaubenswahrheiten zu sein. Das objektive, institutionelle Moment von Religion bekommt dann ein starkes Eigengewicht. Nur ist genau dies offenbar die Voraussetzung daf&#252;r, dass die Christenheit nicht auseinanderl&#228;uft. 

Protestantismus und Katholizismus haben beide ihr historisches Recht, insofern sie f&#252;reinander Gegengewichte darstellen. Ich bin aber nach reiflicher &#220;berlegung zu der Auffassung gelangt, dass die Grundentscheidung des Protestantismus, Kirche als religi&#246;sen Verein aufzufassen, dessen Theologie sich nach politischen Aushandlungsprozessen richtet, eine Fehlentscheidung war. Ein solches Kirchenverst&#228;ndnis wird zwangsl&#228;ufig (und nicht weil irgendjemand etwas falsch gemacht h&#228;tte) zu einer Aufspreizung des Christentums f&#252;hren, wobei &quot;Fundamentalisten&quot; - also glaubensstarke Christen - den einen, Synkretisten - also Religionspanscher - den anderen Fl&#252;gel bilden. Dazwischen ein riesiger Sumpf. 

Ein solches Christentum w&#228;re kaum mehr als &lt;i&gt;eine&lt;/i&gt; Religion erkennbar. Vor allem h&#228;tte es fatale &#196;hnlichkeit mit dem Christentum auf der arabischen Halbinsel zu Beginn des 7. Jahrhunderts.

Vor ein paar Wochen habe ich noch geschrieben, dass ich den &#220;bertritt zum Katholizismus &lt;i&gt;erw&#228;ge&lt;/i&gt;. Jetzt ist es beschlossene Sache. Der Zeitpunkt h&#228;ngt nur noch von organisatorischen Fragen ab. Wenn der Kirche jetzt die Gewohnheitskatholiken davonlaufen, die ohnehin verkappte Protestanten waren, dann hat sie jetzt die Chance, Quantit&#228;t gegen Qualit&#228;t zu tauschen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, dass Vieles, was man als Protestant f&#252;r &#8220;Verrat&#8221; an der biblischen Wahrheit h&#228;lt, eine Folge von Notwendigkeiten ist, die sich einstellen, wenn eine Institution darauf ausgerichtet ist, H&#252;terin von Glaubenswahrheiten zu sein. Das objektive, institutionelle Moment von Religion bekommt dann ein starkes Eigengewicht. Nur ist genau dies offenbar die Voraussetzung daf&#252;r, dass die Christenheit nicht auseinanderl&#228;uft. </p>
<p>Protestantismus und Katholizismus haben beide ihr historisches Recht, insofern sie f&#252;reinander Gegengewichte darstellen. Ich bin aber nach reiflicher &#220;berlegung zu der Auffassung gelangt, dass die Grundentscheidung des Protestantismus, Kirche als religi&#246;sen Verein aufzufassen, dessen Theologie sich nach politischen Aushandlungsprozessen richtet, eine Fehlentscheidung war. Ein solches Kirchenverst&#228;ndnis wird zwangsl&#228;ufig (und nicht weil irgendjemand etwas falsch gemacht h&#228;tte) zu einer Aufspreizung des Christentums f&#252;hren, wobei &#8220;Fundamentalisten&#8221; &#8211; also glaubensstarke Christen &#8211; den einen, Synkretisten &#8211; also Religionspanscher &#8211; den anderen Fl&#252;gel bilden. Dazwischen ein riesiger Sumpf. </p>
<p>Ein solches Christentum w&#228;re kaum mehr als <i>eine</i> Religion erkennbar. Vor allem h&#228;tte es fatale &#196;hnlichkeit mit dem Christentum auf der arabischen Halbinsel zu Beginn des 7. Jahrhunderts.</p>
<p>Vor ein paar Wochen habe ich noch geschrieben, dass ich den &#220;bertritt zum Katholizismus <i>erw&#228;ge</i>. Jetzt ist es beschlossene Sache. Der Zeitpunkt h&#228;ngt nur noch von organisatorischen Fragen ab. Wenn der Kirche jetzt die Gewohnheitskatholiken davonlaufen, die ohnehin verkappte Protestanten waren, dann hat sie jetzt die Chance, Quantit&#228;t gegen Qualit&#228;t zu tauschen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mega Dux</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1271</link>
		<dc:creator>Mega Dux</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 21:09:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1271</guid>
		<description>Danke f&#252;r den guten Artikel. 
Vor allem der Satz &quot;Unserer ideologisch konditionierten &#214;ffentlichkeit kommt es nat&#252;rlich nicht in den Sinn, dass die theologische Integrit&#228;t des Christentums wichtiger sein k&#246;nnte als die Ausgrenzung dieses oder jenes Holocaustleugners.&quot; hat es mir angetan.

Als evangelikaler (eine passendere Benennung f&#228;llt mir z.Zt nicht ein) Christ, der der katholischen Kirche als Institution  eher ablehnend gegen&#252;ber steht, kann ich nicht verschweigen, dass ich den &quot;pappa&quot; verstehe. Ich w&#252;nschte mir dies, um somehr von unserem weichgesp&#252;ltem evangelikaloprotestantismus. Zwar halten viele Gl&#228;ubige die Glaubenswahrheiten aufrecht (noch), doch nur innerhalb ihrer Gemeindegem&#228;uer. Zu gro&#223; ist die Angst bei vielen, zu klein das Vertrauen in Christus, als dass sie Ihre &#220;berzeugungen fest in den Wind stellen w&#252;rden.
Was sagt uns das? Die katholische Kirche ist bei allem was an ich an ihr an Verrat an der biblischen Wahrheit entdecke, die einzige &quot;geistige&quot; Institution die scheinbar dem Islam, dem vereinnahmenden Zeitgeist und der Gleichmacherei etwas entgegenzusetzen hat. Von daher schaue ich etwas neidisch auf den Papst. Er hat Chuzpe, denn er trifft Entscheidungen, ohne st&#228;ndig in die Zeitung zu schauen und zu fragen, was die Welt wohl denke. Anders als mancher opportunistischer Pastor, Pfaffe und sonstinge linker Kirchenf&#252;hrer.
Auch wenn manche jetzt austreten, ich glaube es sind die richtigen, denn die haben aber dann sowieso nichts mit Christus am Hut, sondern waren reine Namenschristen.
Als Fundi-Christ bleibt mir wohl nur mit St. Paul (dem biblischen) zu sagen
&quot;εἴ  τις  οὐ  φιλεῖ  τὸν  κύριον,  ἤτω  ἀνάθεμα. Μαραναθα&quot; (1.Kor 16,22)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r den guten Artikel.<br />
Vor allem der Satz &#8220;Unserer ideologisch konditionierten &#214;ffentlichkeit kommt es nat&#252;rlich nicht in den Sinn, dass die theologische Integrit&#228;t des Christentums wichtiger sein k&#246;nnte als die Ausgrenzung dieses oder jenes Holocaustleugners.&#8221; hat es mir angetan.</p>
<p>Als evangelikaler (eine passendere Benennung f&#228;llt mir z.Zt nicht ein) Christ, der der katholischen Kirche als Institution  eher ablehnend gegen&#252;ber steht, kann ich nicht verschweigen, dass ich den &#8220;pappa&#8221; verstehe. Ich w&#252;nschte mir dies, um somehr von unserem weichgesp&#252;ltem evangelikaloprotestantismus. Zwar halten viele Gl&#228;ubige die Glaubenswahrheiten aufrecht (noch), doch nur innerhalb ihrer Gemeindegem&#228;uer. Zu gro&#223; ist die Angst bei vielen, zu klein das Vertrauen in Christus, als dass sie Ihre &#220;berzeugungen fest in den Wind stellen w&#252;rden.<br />
Was sagt uns das? Die katholische Kirche ist bei allem was an ich an ihr an Verrat an der biblischen Wahrheit entdecke, die einzige &#8220;geistige&#8221; Institution die scheinbar dem Islam, dem vereinnahmenden Zeitgeist und der Gleichmacherei etwas entgegenzusetzen hat. Von daher schaue ich etwas neidisch auf den Papst. Er hat Chuzpe, denn er trifft Entscheidungen, ohne st&#228;ndig in die Zeitung zu schauen und zu fragen, was die Welt wohl denke. Anders als mancher opportunistischer Pastor, Pfaffe und sonstinge linker Kirchenf&#252;hrer.<br />
Auch wenn manche jetzt austreten, ich glaube es sind die richtigen, denn die haben aber dann sowieso nichts mit Christus am Hut, sondern waren reine Namenschristen.<br />
Als Fundi-Christ bleibt mir wohl nur mit St. Paul (dem biblischen) zu sagen<br />
&#8220;εἴ  τις  οὐ  φιλεῖ  τὸν  κύριον,  ἤτω  ἀνάθεμα. Μαραναθα&#8221; (1.Kor 16,22)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1270</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 21:05:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1270</guid>
		<description>Vielen Dank auch von mir f&#252;r das Abtippen. Ja, das klingt ziemlich plausibel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank auch von mir f&#252;r das Abtippen. Ja, das klingt ziemlich plausibel.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thatcher</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1269</link>
		<dc:creator>Thatcher</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 20:10:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1269</guid>
		<description>Die FAZ hat eine Hypothese &#252;ber die Urheberschaft der Skandalisierung aufgestellt. Dass es sich um eine abgeschmackte Sache handelt, ergibt sich m.M.n schon aus der Tatsache, dass das Interview just an dem Tag &#246;ffentlich gemacht wurde, an dem auch die Re-Inkommunikation der FSSPX-Bisch&#246;fe verk&#252;ndet wurde. Irgendein Insider im Vatikan muss im Vorfeld seinen Kompagnons bei den deutschen Medien sinngem&#228;&#223; gesteckt haben: &quot;Der Papst will die vier Br&#252;der rehabilitieren, und einer von denen hat letzten November im schwedischen Fernsehen ein Interview gegeben, in dem er den Holocaust (partiell; in puncto Gaskammern oder nicht) leugnet. Macht doch mal &#039;nen sch&#246;nen Skandal draus, der den Alten ordentlich besch&#228;digt.&quot; 

Au&#223;erhalb Deutschlands blieb die Wellenh&#246;he durchweg &#252;berschaubar, und daraus kann man schon ersehen, dass hier ausschlie&#223;lich die deutschen Medien - wie immer h&#246;chst selbstreferentiell - die Gehirnwaschmaschine hochdrehen lassen. 

Hier der FAZ-Bericht, f&#252;r den es keinen Online-Link gibt; danke, Heta, f&#252;rs Abschreiben:

&lt;i&gt;&quot;Als der Skandal &#252;ber den Negationisten-Bischof, den der Papst wieder in den Scho&#223; der Kirche aufgenommen hatte, seinem H&#246;hepunkt entgegensteuerte, ver&#246;ffentlichte “Le Monde” einen Artikel &#252;ber “Petrus und die schwarzen Schafe”. Die Autorin berichtete von den Umtrieben der Traditionalisten, die regelm&#228;&#223;ig Messen f&#252;r den faschistischen und negationistischen Schriftsteller Maurice Bardèche lesen. Die nach Auschwitz pilgern, um ehrf&#252;rchtig eines Genozids zu gedenken - aber nicht desjenigen an den Juden. Sondern an den “abgetriebenen F&#246;ten”. In diesen Kreisen, wei&#223; “Le Monde”, sei der neue Papst stets sehr beliebt gewesen. Als Verfasserin des Artikels zeichnet Caroline Fourest. Sie schreibt als freie Mitarbeiterin regelm&#228;&#223;ig &#252;ber Religionsfragen f&#252;r “Le Monde”.

Dass sie &#252;ber die bevorstehende Rehabilitierung der ausgeschlossenen Bisch&#246;fe bestens informiert war, zeigen ihre Publikationen in den Wochen zuvor. Die Ultratraditionalisten sind eines ihrer Spezialgebiete. Caroline Fourest schreibt nicht nur f&#252;r “Le Monde”. Sie ist Mitarbeiterin beim &#246;ffentlichen Rundfunk France-Culture, publiziert in zahlreichen Publikationen und ist hauptberuflich Redakteurin bei “Charlie Hebdo”, dem satirischen, antiklerikalen Wochenmagazin, das k&#252;rzlich Schlagzeilen machte, weil es seinen Karikaturisten Siné wegen Antisemitismus ausschloss. Auch in den Talkshows ist Caroline Fourest ob ihrer Streitlust gern gesehen.

Mit Fiammetta Venner zusammen hat Caroline Fourest ein Buch geschrieben, in dem alle Fundamentalisten - die j&#252;dischen, islamischen, christlichen - heftig angegriffen werden. Fourest, noch nicht &#228;lter als drei&#223;ig Jahre, ist eine militante Laizistin. In der &#214;ffentlichkeit wurde sie wegen ihrer kompetenten Kritik am Genfer Intellektuellen Tariq Ramadan bekannt. Ihm wirft sie Doppelz&#252;ngigkeit vor. Ihr Buch &#252;ber ihn tr&#228;gt den Titel “Bruder Tariq”. Caroline Fourest k&#228;mpft f&#252;r die Rechte der Homosexuellen, ist Pr&#228;sidentin ihrer Vereinigung in Frankreich und tritt im Fernsehen mit Fiammetta Venner unverkrampft als Paar auf. Als solches lassen sich beide auch fotografieren und portr&#228;tieren - im “Nouvel Observateur” wie in “Libération”. Fiammetta Venner, Tochter einer bekannten Judok&#228;mpferin, ist eine hervorragende Politologin. Caroline Fourest bekam letztes Jahr den angesehenen Raymond-Aron-Preis f&#252;r Demokratie.

Als “kirchenfeindliche franz&#246;sische Journalistinnen” werden Venner und Fourest nun offenbar vom Vatikan bezeichnet. Die “Neue Z&#252;rcher Zeitung” berichtet von einer Dokumentation, in der suggeriert wird, sie h&#228;tten das Interview mit Richard Williamson im schwedischen Fernsehen eingef&#228;delt. F&#252;r den Vatikan sei das alles kein Zufall und der Papst Opfer eines Komplotts geworden.

Verschw&#246;rungstheorien muss man misstrauen. Die Frage, ob Fourest und Venner tats&#228;chlich einen Coup landen wollten, darf allerdings sehr wohl gestellt werden. Ein Skandal an sich w&#228;re das nicht. Sie kennen den Negationisten-Sumpf ausgezeichnet. Und der Umweg &#252;ber das schwedische Fernsehen erweist sich auch als &#228;u&#223;erst geschickt. Vielleicht war Williamson selbst bestens informiert und machte mit. Das Timing war perfekt. So funktionieren Politik und Medien: ein zynisches Lehrst&#252;ck. Nicht die allf&#228;llige Rolle von Caroline Fourest als Anstifterin und Vermittlerin w&#228;re skandal&#246;s. Sondern ihre publizistischen Auftritte als Kommentatorin einer Inszenierung, bei der sie an zentraler Stelle beteiligt gewesen w&#228;re - wor&#252;ber der Leser nichts erf&#228;hrt.

Das war ihr bisher tollster Streich. Aber er stellt die Glaubw&#252;rdigkeit der unerbittlich schreibenden, gnadenlos argumentierenden franz&#246;sischen Journalistinnen, die man nicht als kirchenfeindlich bezeichnen sollte, in Frage. In Frankreich, wo Fourest und Venner sehr bekannt sind, hat noch kaum jemand realisiert, wer hinter dem omin&#246;sen Interview steckt. Und weil letztlich zumindest indirekt die einflussreichsten und renommiertesten Medien involviert sind, werden diese Zusammenh&#228;nge m&#246;glicherweise auch nicht &#246;ffentlich gemacht. F&#252;r den Vatikan und den Papst ist das alles keine Entschuldigung. Die “Komplott-theorie”, mit der sie den “Fall Williamson” schlie&#223;en m&#246;chten, zeugt nochmals von Hilflosigkeit: So tolpatschig der Papst in die Falle zweier Frauen getappt sein mag - er hat mehr als ein Kommunikationsproblem.&quot;&lt;/i&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die FAZ hat eine Hypothese &#252;ber die Urheberschaft der Skandalisierung aufgestellt. Dass es sich um eine abgeschmackte Sache handelt, ergibt sich m.M.n schon aus der Tatsache, dass das Interview just an dem Tag &#246;ffentlich gemacht wurde, an dem auch die Re-Inkommunikation der FSSPX-Bisch&#246;fe verk&#252;ndet wurde. Irgendein Insider im Vatikan muss im Vorfeld seinen Kompagnons bei den deutschen Medien sinngem&#228;&#223; gesteckt haben: &#8220;Der Papst will die vier Br&#252;der rehabilitieren, und einer von denen hat letzten November im schwedischen Fernsehen ein Interview gegeben, in dem er den Holocaust (partiell; in puncto Gaskammern oder nicht) leugnet. Macht doch mal &#8216;nen sch&#246;nen Skandal draus, der den Alten ordentlich besch&#228;digt.&#8221; </p>
<p>Au&#223;erhalb Deutschlands blieb die Wellenh&#246;he durchweg &#252;berschaubar, und daraus kann man schon ersehen, dass hier ausschlie&#223;lich die deutschen Medien &#8211; wie immer h&#246;chst selbstreferentiell &#8211; die Gehirnwaschmaschine hochdrehen lassen. </p>
<p>Hier der FAZ-Bericht, f&#252;r den es keinen Online-Link gibt; danke, Heta, f&#252;rs Abschreiben:</p>
<p><i>&#8220;Als der Skandal &#252;ber den Negationisten-Bischof, den der Papst wieder in den Scho&#223; der Kirche aufgenommen hatte, seinem H&#246;hepunkt entgegensteuerte, ver&#246;ffentlichte “Le Monde” einen Artikel &#252;ber “Petrus und die schwarzen Schafe”. Die Autorin berichtete von den Umtrieben der Traditionalisten, die regelm&#228;&#223;ig Messen f&#252;r den faschistischen und negationistischen Schriftsteller Maurice Bardèche lesen. Die nach Auschwitz pilgern, um ehrf&#252;rchtig eines Genozids zu gedenken &#8211; aber nicht desjenigen an den Juden. Sondern an den “abgetriebenen F&#246;ten”. In diesen Kreisen, wei&#223; “Le Monde”, sei der neue Papst stets sehr beliebt gewesen. Als Verfasserin des Artikels zeichnet Caroline Fourest. Sie schreibt als freie Mitarbeiterin regelm&#228;&#223;ig &#252;ber Religionsfragen f&#252;r “Le Monde”.</p>
<p>Dass sie &#252;ber die bevorstehende Rehabilitierung der ausgeschlossenen Bisch&#246;fe bestens informiert war, zeigen ihre Publikationen in den Wochen zuvor. Die Ultratraditionalisten sind eines ihrer Spezialgebiete. Caroline Fourest schreibt nicht nur f&#252;r “Le Monde”. Sie ist Mitarbeiterin beim &#246;ffentlichen Rundfunk France-Culture, publiziert in zahlreichen Publikationen und ist hauptberuflich Redakteurin bei “Charlie Hebdo”, dem satirischen, antiklerikalen Wochenmagazin, das k&#252;rzlich Schlagzeilen machte, weil es seinen Karikaturisten Siné wegen Antisemitismus ausschloss. Auch in den Talkshows ist Caroline Fourest ob ihrer Streitlust gern gesehen.</p>
<p>Mit Fiammetta Venner zusammen hat Caroline Fourest ein Buch geschrieben, in dem alle Fundamentalisten &#8211; die j&#252;dischen, islamischen, christlichen &#8211; heftig angegriffen werden. Fourest, noch nicht &#228;lter als drei&#223;ig Jahre, ist eine militante Laizistin. In der &#214;ffentlichkeit wurde sie wegen ihrer kompetenten Kritik am Genfer Intellektuellen Tariq Ramadan bekannt. Ihm wirft sie Doppelz&#252;ngigkeit vor. Ihr Buch &#252;ber ihn tr&#228;gt den Titel “Bruder Tariq”. Caroline Fourest k&#228;mpft f&#252;r die Rechte der Homosexuellen, ist Pr&#228;sidentin ihrer Vereinigung in Frankreich und tritt im Fernsehen mit Fiammetta Venner unverkrampft als Paar auf. Als solches lassen sich beide auch fotografieren und portr&#228;tieren &#8211; im “Nouvel Observateur” wie in “Libération”. Fiammetta Venner, Tochter einer bekannten Judok&#228;mpferin, ist eine hervorragende Politologin. Caroline Fourest bekam letztes Jahr den angesehenen Raymond-Aron-Preis f&#252;r Demokratie.</p>
<p>Als “kirchenfeindliche franz&#246;sische Journalistinnen” werden Venner und Fourest nun offenbar vom Vatikan bezeichnet. Die “Neue Z&#252;rcher Zeitung” berichtet von einer Dokumentation, in der suggeriert wird, sie h&#228;tten das Interview mit Richard Williamson im schwedischen Fernsehen eingef&#228;delt. F&#252;r den Vatikan sei das alles kein Zufall und der Papst Opfer eines Komplotts geworden.</p>
<p>Verschw&#246;rungstheorien muss man misstrauen. Die Frage, ob Fourest und Venner tats&#228;chlich einen Coup landen wollten, darf allerdings sehr wohl gestellt werden. Ein Skandal an sich w&#228;re das nicht. Sie kennen den Negationisten-Sumpf ausgezeichnet. Und der Umweg &#252;ber das schwedische Fernsehen erweist sich auch als &#228;u&#223;erst geschickt. Vielleicht war Williamson selbst bestens informiert und machte mit. Das Timing war perfekt. So funktionieren Politik und Medien: ein zynisches Lehrst&#252;ck. Nicht die allf&#228;llige Rolle von Caroline Fourest als Anstifterin und Vermittlerin w&#228;re skandal&#246;s. Sondern ihre publizistischen Auftritte als Kommentatorin einer Inszenierung, bei der sie an zentraler Stelle beteiligt gewesen w&#228;re &#8211; wor&#252;ber der Leser nichts erf&#228;hrt.</p>
<p>Das war ihr bisher tollster Streich. Aber er stellt die Glaubw&#252;rdigkeit der unerbittlich schreibenden, gnadenlos argumentierenden franz&#246;sischen Journalistinnen, die man nicht als kirchenfeindlich bezeichnen sollte, in Frage. In Frankreich, wo Fourest und Venner sehr bekannt sind, hat noch kaum jemand realisiert, wer hinter dem omin&#246;sen Interview steckt. Und weil letztlich zumindest indirekt die einflussreichsten und renommiertesten Medien involviert sind, werden diese Zusammenh&#228;nge m&#246;glicherweise auch nicht &#246;ffentlich gemacht. F&#252;r den Vatikan und den Papst ist das alles keine Entschuldigung. Die “Komplott-theorie”, mit der sie den “Fall Williamson” schlie&#223;en m&#246;chten, zeugt nochmals von Hilflosigkeit: So tolpatschig der Papst in die Falle zweier Frauen getappt sein mag &#8211; er hat mehr als ein Kommunikationsproblem.&#8221;</i></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1268</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 19:51:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1268</guid>
		<description>Ich empfehle auch die hervorragende dreiteilige Artikelserie von André Lichtschlag in &quot;ef&quot;, ver&#246;ffentlicht unter anderem auch bei Kewil. Eine Kostprobe aus Teil III:

&lt;a href=&quot;http://fact-fiction.net/?p=1803&quot;&gt;&quot;(...)
Inzwischen ahnt auch der Letzte, dass hier ein Religionskrieg ohne Erbarmen gef&#252;hrt wird. Medien und Politik als Hohepriester der s&#228;kularen Religion der Politischen Korrektheit verlangen nicht weniger als die Unterwerfung ihres letzten Widersachers. Der Papst „muss“, so fordern sie es offen wie von einem angeklagten Verbrecher, ihrer Anweisung Folge leisten und das in Deutschland strafbew&#228;hrte „Leugnen des Holocausts“ (gemeint ist konkret ein Infragestellen der sakrosankten Millionenziffer) vom Zivilrecht ins Kirchenrecht &#252;bertragen.
(...)
Jede der j&#252;ngsten Medienkampagnen vergr&#246;&#223;erte den Graben zwischen der ver&#246;ffentlichten Meinung und dem Volk. Mit jeder neuen Kampagne verlieren Politik und Medien abermals an letzten Vertrauensresten. Die „Welt“ lie&#223; eine Online-Umfrage zu: „Papst Benedikt XVI. hat mit seinen j&#252;ngsten Entscheidungen viel Kritik hervorgerufen. Wie beurteilen Sie seine Arbeit?“, fragt die „Welt“. Die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit von 64 Prozent der bis heute etwa 25.000 Teilnehmer der Abstimmung antwortet: „Sehr gut, er zieht seine Linie durch und macht alles richtig.“ Kommentatoren in Online-Foren werden wie in den vorangegangenen Medien-Kampagnen in Massen zensiert und gel&#246;scht oder in dieser Frage gar nicht erst zugelassen. Die ob der Medien-Hatz emp&#246;rten Leserbriefe, so sickert aus den Redaktionen durch, gehen erneut in jedem Zeitungshaus in die Tausende.
Und doch herrscht ein geradezu gespenstisches sowjetisches Medien-Einheitsbild. Wie in den besten Zeiten der DDR werden immer neue „klassenbewusste“ Zeugen der Anklage vorgef&#252;hrt. Darunter auch papst-kritische deutsche katholische Bisch&#246;fe. Kann es irgendwen verwundern, dass die vom deutschen Sonderrecht der Kirchensteuer wohlgen&#228;hrten Vertreter der Amtskirche Vater Staat und dessen Glaubensdoktrinen im Zweifel eher Gefolgschaft leisten als dem heiligen Vater in Rom?
(...)
Uns wird nun fortlaufend erz&#228;hlt, dass auch viele Katholiken &#252;ber den Papst entsetzt seien. Das ist richtig. Es sind aber vornehmlich die Seichten, die der Ersatzreligion der politischen Korrektheit bereits mehr ergeben sind als ihrer katholischen Kirche. Wahr ist aber auch: F&#252;r noch mehr Anders- und sogar Ungl&#228;ubige ist der Papst dieser Tage der letzte Hoffnungstr&#228;ger der Abwehr einer ins Totalit&#228;re gehenden Politischen Korrektheit, die keinerlei Anstand und Erbarmen mehr kennt.&quot;&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich empfehle auch die hervorragende dreiteilige Artikelserie von André Lichtschlag in &#8220;ef&#8221;, ver&#246;ffentlicht unter anderem auch bei Kewil. Eine Kostprobe aus Teil III:</p>
<p><a href="http://fact-fiction.net/?p=1803" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/fact-fiction.net/?p=1803&amp;referer=');">&#8220;(&#8230;)<br />
Inzwischen ahnt auch der Letzte, dass hier ein Religionskrieg ohne Erbarmen gef&#252;hrt wird. Medien und Politik als Hohepriester der s&#228;kularen Religion der Politischen Korrektheit verlangen nicht weniger als die Unterwerfung ihres letzten Widersachers. Der Papst „muss“, so fordern sie es offen wie von einem angeklagten Verbrecher, ihrer Anweisung Folge leisten und das in Deutschland strafbew&#228;hrte „Leugnen des Holocausts“ (gemeint ist konkret ein Infragestellen der sakrosankten Millionenziffer) vom Zivilrecht ins Kirchenrecht &#252;bertragen.<br />
(&#8230;)<br />
Jede der j&#252;ngsten Medienkampagnen vergr&#246;&#223;erte den Graben zwischen der ver&#246;ffentlichten Meinung und dem Volk. Mit jeder neuen Kampagne verlieren Politik und Medien abermals an letzten Vertrauensresten. Die „Welt“ lie&#223; eine Online-Umfrage zu: „Papst Benedikt XVI. hat mit seinen j&#252;ngsten Entscheidungen viel Kritik hervorgerufen. Wie beurteilen Sie seine Arbeit?“, fragt die „Welt“. Die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit von 64 Prozent der bis heute etwa 25.000 Teilnehmer der Abstimmung antwortet: „Sehr gut, er zieht seine Linie durch und macht alles richtig.“ Kommentatoren in Online-Foren werden wie in den vorangegangenen Medien-Kampagnen in Massen zensiert und gel&#246;scht oder in dieser Frage gar nicht erst zugelassen. Die ob der Medien-Hatz emp&#246;rten Leserbriefe, so sickert aus den Redaktionen durch, gehen erneut in jedem Zeitungshaus in die Tausende.<br />
Und doch herrscht ein geradezu gespenstisches sowjetisches Medien-Einheitsbild. Wie in den besten Zeiten der DDR werden immer neue „klassenbewusste“ Zeugen der Anklage vorgef&#252;hrt. Darunter auch papst-kritische deutsche katholische Bisch&#246;fe. Kann es irgendwen verwundern, dass die vom deutschen Sonderrecht der Kirchensteuer wohlgen&#228;hrten Vertreter der Amtskirche Vater Staat und dessen Glaubensdoktrinen im Zweifel eher Gefolgschaft leisten als dem heiligen Vater in Rom?<br />
(&#8230;)<br />
Uns wird nun fortlaufend erz&#228;hlt, dass auch viele Katholiken &#252;ber den Papst entsetzt seien. Das ist richtig. Es sind aber vornehmlich die Seichten, die der Ersatzreligion der politischen Korrektheit bereits mehr ergeben sind als ihrer katholischen Kirche. Wahr ist aber auch: F&#252;r noch mehr Anders- und sogar Ungl&#228;ubige ist der Papst dieser Tage der letzte Hoffnungstr&#228;ger der Abwehr einer ins Totalit&#228;re gehenden Politischen Korrektheit, die keinerlei Anstand und Erbarmen mehr kennt.&#8221;</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jens</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1266</link>
		<dc:creator>jens</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 15:57:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1266</guid>
		<description>Respekt.Besser als fast alles das ich von &quot;professionellen&quot; Journalisten lesen musste.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Respekt.Besser als fast alles das ich von &#8220;professionellen&#8221; Journalisten lesen musste.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ts</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1265</link>
		<dc:creator>ts</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 12:27:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1265</guid>
		<description>ein mutiges Essay.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ein mutiges Essay.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ernie Souchak</title>
		<link>http://www.korrektheiten.com/2009/02/06/tu-es-petrus/comment-page-1/#comment-1264</link>
		<dc:creator>Ernie Souchak</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 08:29:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrektheiten.com/?p=713#comment-1264</guid>
		<description>Ich begl&#252;ckw&#252;nschte Sie zu diesem hervorragenden Aufsatz. Sie k&#246;nnen sich nicht vorstellen, wie sehr Sie mir aus der Seele gesprochen haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich begl&#252;ckw&#252;nschte Sie zu diesem hervorragenden Aufsatz. Sie k&#246;nnen sich nicht vorstellen, wie sehr Sie mir aus der Seele gesprochen haben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
